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Full text of "Juden und Einwanderungspolitik"

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Jüdische Mitwirkung an der Gestaltung der amerikanischen 
Einwanderungspolitik von 1881-1965: Ein historischer 
Rückblick 

Von Kevin MacDonald 

Basierend auf Kapitel 7 von The Culture ofCritique: An Evolutionary Analysis ofJewish 
Involvement in Twentieth-Century Intellectual and Political Movements. MacDonald, K. B. 
(1998/2002). Westport, CT: Praeger; Taschenbuchversion: Bloomington, IN: lstbooks Library , 
2002. Auch erhältlich bei Amazon und Barnes & Noble . 

MacDonald, K. B. (1998). Jewish involvement in influencing United States immigration policy, 
1881-1965: A historical review. Population and Environment, 19, 295-355. 

KURZFASSUNG 

Dieses Papier diskutiert die jüdische Mitwirkung an der Gestaltung der Einwanderungspolitik 
der Vereinigten Staaten. Zusätzlich zu einem periodischen Interesse an der Förderung der 
Einwanderung von Glaubensgenossen als Folge antisemitischer Bewegungen haben Juden ein 
Interesse daran, gegen die Schaffung ethnisch und kulturell homogener Gesellschaften zu 
opponieren, in denen sie als Minderheiten leben. Juden sind auch an vorderster Front gewesen 
bei der Unterstützung von Bewegungen, die auf die Änderung des ethnischen Status quo in den 
Vereinigten Staaten zugunsten der Einwanderung nichteuropäischer Völker abzielen. Zu diesen 
Aktivitäten gehörten die Führerschaft im Kongreß, das Organisieren und Finanzieren von 
zuwanderungsbeschränkungsfeindlichen Gruppen, die sich aus Juden und NichtJuden 
zusammensetzten, und die Gründung intellektueller Bewegungen, die gegen evolutionäre und 
biologische Perspektiven in den Sozialwissenschaften waren. 

EINFÜHRUNG 

Ethnischer Konflikt ist von offensichtlicher Bedeutung für das Verständnis kritischer Aspekte der 
amerikanischen Geschichte, und nicht nur für das Verständnis des ethnischen Konflikts zwischen 
Schwarzen und Weißen oder das Schicksal der amerikanischen Ureinwohner. Die 
Einwanderungspolitik ist ein paradigmatisches Beispiel für den Interessenkonflikt zwischen 
ethnischen Gruppen, weil sie die zukünftige demographische Zusammensetzung der Nation 
beeinflußt. Ethnische Gruppen, die nicht in der Lage sind, die Einwanderungspolitik in ihrem 
eigenen Interesse zu beeinflussen, werden mit der Zeit von Gruppen verdrängt oder im 
zahlenmäßigen Anteil verringert, die dazu wohl in der Lage sind. 

Dieses Papier diskutiert den ethnischen Konflikt zwischen Juden und NichtJuden auf dem Gebiet 
der Einwanderungspolitik. Diese ist jedoch nur ein Aspekt des Interessenkonflikts zwischen 
Juden und NichtJuden in Amerika. Die Scharmützel zwischen den Juden und der nichtjüdischen 
Machtstruktur, die im späten neunzehnten Jahrhundert begannen, hatten immer starke Obertöne 
von Antisemitismus. Diese Kämpfe umfaßten Angelegenheiten jüdischer Aufwärtsmobilität, 
Quoten für die jüdische Vertretung in den Eliteschulen, angefangen im neunzehnten Jahrhundert 
und kulminierend in den 1920ern und 1930ern, die antikommunistischen Kreuzzüge in der Zeit 



nach dem Zweiten Weltkrieg und auch die sehr starke Besorgnis wegen der kulturellen Einflüsse 
der größeren Medien, die sich von Henry Fords Schriften in den 1920ern über die Inquisitionen 
der McCarthy-Ära bis ins Zeitgenössische erstreckte. Daß Antisemitismus an diesen 
Angelegenheiten beteiligt war, kann man aus der Tatsache ersehen, daß Historiker des Judaismus 
(z.B. Sachar 1992, S. 620ff) sich verpflichtet fühlen, Berichte über diese Ereignisse als wichtig 
für die Geschichte der Juden in Amerika einzubeziehen, an den antisemitischen Äußerungen 
vieler der nichtjüdischen Teilnehmer und am selbstbewußten Verständnis jüdischer Teilnehmer 
und Beobachter. 

Die jüdische Beteiligung an der Beeinflussung der Einwanderungspolitik in den Vereinigten 
Staaten ist besonders als Aspekt ethnischen Konflikts bemerkenswert. Die jüdische Mitwirkung 
hatte gewisse einzigartige Eigenschaften gehabt, die jüdische Interessen von den Interessen 
anderer Gruppen unterschieden, die eine liberale Einwanderungspolitik befürworteten. Während 
eines Großteils dieser Zeitperiode entsprang ein jüdisches Interesse an liberaler 
Einwanderungspolitik einem Wunsch, eine Zuflucht für Juden zu schaffen, die vor 
antisemitischen Verfolgungen in Europa und anderswo flohen. Antisemitische Verfolgungen sind 
ein wiederkehrendes Phänomen in der modernen Welt gewesen, angefangen mit den zaristischen 
Verfolgungen von 1881, und fortgesetzt bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in der 
Sowjetunion und in Osteuropa. Als Folge davon ist liberale Einwanderung ein jüdisches Interesse 
gewesen, weil „das Überleben oft diktierte, daß Juden Zuflucht in anderen Ländern suchten" 
(Cohen 1972, S. 341). Aus einem ähnlichen Grund haben Juden beständig eine 
internationalistische Außenpolitik der Vereinigten Staaten befürwortet, weil „ein international 
gesinntes Amerika wahrscheinlich sensibler für die Probleme ausländischer Judengruppen sein 
wird" (Cohen 1972, S. 342). 

Zusätzlich zu einem beständigen Anliegen, daß Amerika ein sicherer Zufluchtsort für Juden sein 
möge, die vor Ausbrüchen von Antisemitismus in fremden Ländern fliehen, gibt es jedoch 
Hinweise, daß Juden viel mehr als jede andere aus Europa stammende Volksgruppe in Amerika 
eine liberale Einwanderungspolitik als Mechanismus gesehen haben, der sicherstellt, daß 
Amerika eher eine pluralistische statt eine einheitliche, homogene Gesellschaft sein würde (z. B. 
Cohen 1972). Pluralismus dient sowohl inneren (gruppeninternen) als auch externen (zwischen 
Gruppen) jüdischen Interessen. Pluralismus dient inneren jüdischen Interessen, weil er das interne 
jüdische Interesse an einer Begründung und offenen Befürwortung eines Interesses an jüdischer 
Gruppenbindung und Nichtassimilierung legitimiert, was Howard Sachar (1992, S. 427) als seine 
Funktion der „Legitimierung der Bewahrung einer Minderheitskultur inmitten der mehrheitlichen 
Gastgesellschaft" bezeichnet. Die Entwicklung einer ethnischen, politischen oder religiösen 
Monokultur bedeutet, daß das Judentum nur überleben kann, wenn es einer Art halb verborgener 
Existenz annimmt. Wie Irving Louis Horowitz (1993, 86) hinsichtlich der langfristigen 
Konsequenzen des jüdischen Lebens unter dem Kommunismus anmerkt, „leiden die Juden, ihre 
Zahl schwindet, und Auswanderung wird zu einer Überlebenslösung, wenn der Staat die 
Integration in den nationalen Durchschnitt fordert, eine religiöse Universale, die von einer 
Staatsreligion oder eine nahezu staatlichen Religion definiert wird." Sowohl Neusner (1987) als 
auch Ellman (1987) meinen, daß das gesteigerte Gefühl für ethnisches Bewußtsein, das man 
neuerdings in jüdischen Kreisen sieht, von dieser allgemeinen Bewegung innerhalb der 
amerikanischen Gesellschaft in Richtung einer Legitimierung von Ethnozentrismus der 
Minderheitsgruppen beeinflußt worden ist. 



Wichtiger noch ist, daß ethnischer und religiöser Pluralismus äußeren jüdischen Interessen dient, 
weil Juden dadurch nur eine von vielen Volksgruppen werden. Dies hat die Streuung politischen 
und kulturellen Einflusses unter den verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen zur Folge, 
und es wird schwierig oder unmöglich, einheitliche, zusammenhängende Gruppen von 
NichtJuden zu entwickeln, die in ihrer Opposition gegen das Judentum vereint sind. Geschichtlich 
haben größere antisemitische Bewegungen dazu geneigt, in Gesellschaften auszubrechen, die 
abgesehen von den Juden religiös und/oder ethnisch homogen gewesen sind (MacDonald, 1994; 
1998). Umgekehrt war ein Grund für den relativen Mangel an Antisemitismus in Amerika im 
Vergleich zu Europa der, daß „Juden nicht als einzelne Gruppe von [religiösen] Nonkonformisten 
hervorstachen." (Higham 1984, S. 156). Daraus folgt auch, daß ethnisch und religiös 
pluralistische Gesellschaften wahrscheinlicher jüdische Interessen befriedigen als Gesellschaften, 
die von ethnischer und religiöser Homogenität unter NichtJuden gekennzeichnet sind. 

Angefangen mit Horace Kallen, sind jüdische Intellektuelle an der vordersten Front dabei 
gewesen, Modelle der Vereinigten Staaten als kulturell und ethnisch pluralistische Gesellschaft 
zu entwickeln. Beim Nachdenken über die Nützlichkeit kulturellen Pluralismus' bei der 
Bedienung innerer jüdischer Gruppeninteressen zur Aufrechterhaltung des kulturellen 
Separatismus kombinierte Kallen persönlich seine Ideologie der Kulturpluralismus mit einem 
tiefen Eintauchen in jüdische Geschichte und Literatur, einer Hingabe an den Zionismus und 
politischer Aktivität im Namen der Juden in Osteuropa (Sachar 1992, S. 425ff; Frommer 1978). 

Kallen (1915; 1924) entwickelte ein „polyzentrisches" Ideal für amerikanische ethnische 
Beziehungen. Kallen definierte Ethnizität dahingehend, daß sie sich aus jemandes biologischer 
Ausstattung ableitet, was bedeutet, daß Juden eine genetisch und kulturell geschlossene Gruppe 
bleiben können sollten, während sie nichtsdestoweniger an den amerikanischen demokratischen 
Institutionen teilhaben. Diese Auffassung, daß die Vereinigten Staaten als eine Anzahl separater 
ethnisch/kultureller Gruppen organisiert sein sollten, war von einer Ideologie begleitet, daß 
Beziehungen zwischen Gruppen kooperativ und freundlich sein würden. „Kallen erhob seine 
Augen über den Hader, der um ihn herum wirbelte, zu einem idealen Reich, wo Vielfalt und 
Harmonie koexistieren" (Higham 1984, S. 209). In ähnlicher Weise argumentierte in Deutschland 
der jüdische Führer Moritz Lazarus im Gegensatz zu den Ansichten des deutschen Intellektuellen 
Heinrich Treitschke, daß die fortgesetzte Getrenntheit verschiedener Volksgruppen zum 
Reichtum deutscher Kultur beitrage (Schorsch 1972, S. 63). Lazarus entwickelte auch die Doktrin 
der zweifachen Loyalität, die zum Eckstein der zionistischen Bewegung wurde. 

Kallen schrieb seinen Essay von 1915 teilweise in Reaktion auf die Ideen von Edward A. Ross 
(1914). Ross war ein darwinistischer Soziologe, der glaubte, daß die Existenz klar abgegrenzter 
Gruppen dazu neigen würde, zur Konkurrenz zwischen den Gruppen um Ressourcen zu führen. 
Highams Kommentar ist interessant, weil er zeigt, daß Kallens romantischen Ansichten über die 
Koexistenz von Gruppen von der Realität der Konkurrenz zwischen Gruppen in seiner eigenen 
Zeit widersprochen wurde. In der Tat, es ist bemerkenswert, daß Kallen ein prominenter Führer 
des American Jewish Congress (AJCongress) war. Während der 1920er und 1930er verfocht der 
AJCongress gruppenökonomische und politische Rechte für Juden in Osteuropa zu einer Zeit, als 
es weitverbreitete ethnische Spannungen und Judenverfolgungen gab, und trotz der Furcht vieler, 
daß solche Rechte nur gegenwärtige Spannungen verschärfen würden. Der AJCongress forderte, 
daß Juden proportionale politische Vertretung gewährt wurde wie auch die Möglichkeit, ihre 
eigenen Gemeinden zu organisieren und eine autonome jüdische Nationalkultur zu bewahren. Die 
Abkommen mit osteuropäischen Ländern und der Türkei beinhalteten Vorkehrungen, daß der 



Staat den Unterricht in Minderheitensprachen gewährleistet und daß Juden das Recht haben, das 
Erscheinen vor Gericht oder andere öffentliche Funktionen am Sabbat zu verweigern (Frommer 
1978, p. 162). 

Kallens Idee vom Kulturpluralismus als Modell für Amerika wurde unter nichtjüdischen 
Intellektuellen von John Dewey (Higham 1984, S. 209) popularisiert, der seinerseits von 
jüdischen Intellektuellen gefördert wurde: „Wenngleich verlorene Kongregationalisten wie 
Dewey keine Einwanderer brauchten, um sie dazu zu inspirieren, gegen die Grenzen selbst der 
liberalsten aller protestantischen Empfindlichkeiten anzugehen, wurden solche wie Dewey doch 
lautstark dazu ermuntert von den jüdischen Intellektuellen, denen sie in städtischen akademischen 
und literarischen Gemeinschaften begegneten" (Hollinger, 1996, S. 24). 

Kallens Ideen sind sehr einflußreich gewesen bei der Hervorbringung jüdischer 
Selbstkonzeptualisierungen ihres Status in Amerika. Dieser Einfluß war schon 1915 unter 
amerikanischen Zionisten wie Louis D. Brandeis offenkundig. Brandeis sah Amerika als aus 
verschiedenen Nationalitäten zusammengesetzt, deren freie Entfaltung „die Vereinigten Staaten 
spirituell bereichern und sie zu einer Demokratie par excellence machen würde" (Gal 1989, S. 
70). Diese Ansichten wurden zu „einem Kennzeichen der Hauptströmung im amerikanischen 
Zionismus, des säkularen und religiösen gleichermaßen" (Gal 1989, S. 70). Aber Kallens Einfluß 
erstreckte sich in Wirklichkeit auf alle gebildeten Juden: 

Indem er die Bewahrung einer Minderheitskultur inmitten einer mehrheitlichen Gastgesellschaft 
legitimierte, fungierte der Pluralismus als intellektueller Ankerplatz für eine gebildete zweite 
jüdische Generation, hielt ihren Zusammenhalt und ihre beharrlichsten kommunalen 
Bemühungen durch die Härten der Depression und des wiederbelebten Antisemitismus, durch 
den Schock des Nazismus und des Holocaust hindurch aufrecht, bis das Aufkommen des 
Zionismus in der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg mit einer eigenen kulminierenden 
erlösungssuchenden Inbrunst durch das amerikanische Judentum fegte. (Sachar 1992, S. 427) 
Ausdrückliche Aussagen, die die Einwanderungspolitik mit einem jüdischen Interesse an 
kulturellem Pluralismus verbinden, sind bei prominenten jüdischen Sozialwissenschaftlern und 
politischen Aktivisten zu finden. In seiner Rezension von Kallens (1956) „Cultural Pluralism and 
the American Idea", die in „Congress Weekly" erschien (herausgegeben vom AJCongress), 
merkte Joseph L. Blau (1958, S. 15) an, daß „Kallens Ansicht benötigt wird, um der Sache von 
Minderheitengruppen und Minderheitskulturen in dieser Nation ohne dauerhafte Mehrheit zu 
dienen" - was bedeutet, daß Kallens Ideologie des Multikulturalismus den Interessen jeder 
Volksgruppe bei der Beherrschung Amerikas entgegensteht. Der wohlbekannte Autor und 
prominente Zionist Maurice Samuel (1924, S. 215) schrieb teilweise als negative Reaktion auf 
das Einwanderungsgesetz von 1924: „Wenn denn der Kampf zwischen uns [d.h. Juden und 
NichtJuden] jemals über das Physische hinausgehoben werden soll, dann werden eure 
Demokratien ihre Forderungen nach rassischer, spiritueller und kultureller Homogenität mit dem 
Staat ändern müssen. Aber es wäre töricht, dies als Möglichkeit zu sehen, denn die Tendenz 
dieser Zivilisation geht in die gegensätzliche Richtung. Es gibt eine stetige Annäherung an eine 
Identifizierung der Regierung mit der Rasse statt mit dem politischen Staat." 

Samuel mißbilligte das Einwanderungsgesetz von 1924, und im folgenden Zitat entwickelt er die 
Ansicht, daß der amerikanische Staat keine ethnischen Implikationen hat: 



„Wir haben in Amerika gerade - in der an dieses Land angepaßten eigentümlichen Form - die 
Wiederholung der bösen Farce erlebt, an die uns die Erfahrung vieler Jahrhunderte noch nicht 
gewöhnt hat. Wenn Amerika überhaupt irgendeine Bedeutung hatte, dann lag sie in dem 
sonderbaren Versuch, sich über den Trend unserer gegenwärtigen Zivilisation zu erheben - der 
Identifikation von Rasse mit dem Staat.... Amerika war daher die Neue Welt in dieser 
entscheidenden Hinsicht - daß der Staat rein ein Ideal war, und Nationalität nur mit der 
Akzeptanz dieses Ideals identisch war. Aber es scheint jetzt, daß dieser ganze Standpunkt ein 
irriger war, daß Amerika unfähig war, sich über seine Ursprünge zu erheben, und daß die 
Ähnlichkeit mit einem Ideal-Nationalismus nur ein Stadium in der eigentlichen Entwicklung des 
universalen nichtjüdischen Geistes war.... Heute, wo die Rasse über das Ideal triumphiert, 
entblößt der Antisemitismus seine Reißzähne, und der herzlosen Verweigerung des elementarsten 
Menschenrechtes, des Rechts auf Asyl, wird feige Beleidigung hinzugefügt. Wir werden nicht 
nur ausgeschlossen, sondern man sagt uns, in der unmißverständlichen Sprache der 
Einwanderungsgesetze, daß wir ein , minderwertiges' Volk sind. Ohne den moralischen Mut, voll 
und ganz gegen seine bösen Instinkte aufzustehen, hat sich das Land durch seine Journalisten in 
einer langen Strömung der Judenschmähung darauf vorbereitet, und als es ausreichend durch 
populäre und wissenschaftliche' Zaubertränke inspiriert war, beging es die Tat." (Seiten 218- 
220) 

Eine deckungsgleiche Meinung wird vom prominenten jüdischen Sozialwissenschaftler und 
politischen Aktivisten Earl Raab 1 ausgedrückt, der sich sehr positiv über den Erfolg der 
amerikanischen Einwanderungspolitik bei der Änderung der ethnischen Zusammensetzung der 
Vereinigten Staaten seit 1965 äußert. Raab merkt an, daß die jüdische Gemeinde eine 
Führungsrolle bei der Veränderung der pro-nordwesteuropäischen Tendenz der amerikanischen 
Einwanderungspolitik übernommen hat (1993a, S. 17), und er hat auch darauf beharrt, daß der 
eine Faktor, der den Antisemitismus in den zeitgenössischen Vereinigten Staaten verhindert, der 
ist, daß „eine zunehmende ethnische Heterogenität als Folge von Einwanderung es noch 
schwieriger gemacht hat, daß sich eine bigotte politische Partei oder Massenbewegung 
entwickelt" (1995, S. 91). Oder noch farbiger: 

„Das Statistische Bundesamt hat gerade berichtet, daß etwa die Hälfte der amerikanischen 
Bevölkerung bald nicht-weiß oder nichteuropäisch sein wird. Und sie alle werden amerikanische 
Staatsbürger sein. Wir sind über den Punkt hinausgekippt, wo eine nazistische Arierpartei sich in 
diesem Land durchsetzen können wird." 

„Wh [d.h. die Juden] haben etwa ein halbes Jahrhundert lang das amerikanische Klima der 
Opposition gegen Bigotterie genährt. Dieses Klima ist noch nicht perfektioniert worden, aber die 
heterogene Natur unserer Bevölkerung tendiert dazu, dies irreversibel zu machen und macht 
unsere verfassungsmäßigen Einschränkungen gegen Bigotterie praktikabler als je zuvor." (Raab 
1993b, S. 23). 2 

In der Tat war es das primäre Ziel jüdischer politischer Aktivität nach 1945 „... das Aufkommen 
einer antisemitischen reaktionären Massenbewegung in den Vereinigten Staaten zu verhindern" 
(Svonkin 1997, 8). Charles Silberman (1985, 350) merkt an, daß „amerikanische Juden der 
kulturellen Toleranz verpflichtet sind wegen ihres Glaubens - der fest in der Geschichte 
verwurzelt ist - daß Juden nur in einer Gesellschaft sicher sind, die ein breites Spektrum von 
Einstellungen und Verhaltensweisen sowie eine Vielfalt religiöser und ethnischer Gruppen zu 
akzeptieren bereit ist. Es ist dieser Glaube zum Beispiel, nicht die Billigung von Homosexualität, 
der eine überwältigende Mehrheit der amerikanischen Juden dazu veranlaßt, , Schwul enrechte' zu 



befürworten und eine liberale Haltung zu den meisten anderen sogenannten gesellschaftlichen' 
Fragen einzunehmen." 3 Silbermans Kommentar, daß jüdische Einstellungen „fest in der 
Geschichte verwurzelt sind", ist recht begründet: Es hat in der Tat eine Tendenz dazu gegeben, 
daß Juden von einer kulturell und/oder ethnisch homogenen Mehrheit verfolgt wurden, die Juden 
als negativ bewertete Fremdgruppe gesehen hat. 

Ähnlicherweise stellt Diana Aviv, die Direktorin des Washington Action Office of the Council of 
Jewish Federations, in einer Aufzählung der Vorteile der Einwanderung fest, daß es sich bei der 
Einwanderung „um Vielfalt, kulturelle Bereicherung und wirtschaftliche Chancen für die 
Einwanderer geht" (zitiert in „Forward", 8. März 1996, S. 5). Und in Zusammenfassung der 
jüdischen Beteiligung am Ringen um die Gesetzgebung von 1996 führte ein Zeitungsbericht aus, 
daß es „jüdischen Gruppen nicht gelungen ist, eine Anzahl von Bestimmungen zu Fall zu 
bringen, welche die Art politischer Zweckmäßigkeit reflektieren, die sie als direkten Angriff auf 
den amerikanischen Pluralismus betrachten" („Detroit Jewish News"; 10. Mai 1996). 

Es ist auch bemerkenswert, daß es einen Konflikt zwischen vorwiegend jüdischen 
Neokonservativen und vorwiegend nichtjüdischen Paläokonservativen gegeben hat wegen der 
Einwanderung aus der Dritten Welt in die Vereinigten Staaten. Viele dieser neokonservativen 
Intellektuellen waren zuvor radikale Linke gewesen, 4 und die Spaltung zwischen den 
Neokonservativen und ihren früheren Verbündeten hatte eine intensive innere Fehde zur Folge 
(Gottfried 1993; Rothman & Lichter 1982, S. 105). Die Neokonservativen Norman Podhoretz 
und Richard John Neuhaus reagierten sehr negativ auf einen Artikel von einem 
Paläokonservativen, der darüber besorgt war, daß eine derartige Einwanderung mit der Zeit zur 
Dominierung der Vereinigten Staaten durch solche Einwanderer führen würde (siehe Judis 1990, 
S. 33). Andere Beispiele sind die Neokonservativen Julian Simon (1990) und Ben Wattenberg 
(1991), die beide sehr hohe Einwanderungsniveaus aus allen Teilen der Welt befürworten, sodaß 
die Vereinigten Staaten das würden, was Wattenberg als die erste „universale Nation" der Welt 
beschreibt. Basierend auf kürzlichen Daten berichtet Fetzer (1996), daß Juden der Einwanderung 
in die Vereinigten Staaten weiterhin weit wohlgesonnener sind als jede andere ethnische Gruppe 
oder Religion. 

Es sollte als allgemeiner Punkt festgehalten werden, daß die Effektivität jüdischer Organisationen 
bei der Beeinflussung der amerikanischen Einwanderungspolitik durch gewisse Charakteristika 
des amerikanischen Judentums gefördert worden ist. Wie Neuringer (1971, S. 87) anmerkt, 
wurde der jüdische Einfluß auf die Einwanderungspolitik durch jüdischen Reichtum, Bildung und 
gesellschaftlichen Status unterstützt. In Widerspiegelung ihrer allgemein unverhältnismäßigen 
Repräsentation bei den Kennzeichen wirtschaftlichen Erfolgs und politischen Einflusses sind 
jüdische Organisationen in der Lage gewesen, einen weit überproportionalen Einfluß auf die 
Einwanderungspolitik der Vereinigten Staaten zu nehmen, weil Juden als Gruppe hoch 
organisiert, hochintelligent und politisch gerissen sind, und sie konnten bei der Verfolgung ihrer 
politischen Ziele über ein hohes Maß an finanziellen, politischen und intellektuellen Ressourcen 
verfügen. In ähnlicher Weise merkt Hollinger (1996, S. 19) an, daß Juden wegen ihres größeren 
Reichtums, der höheren sozialen Stellung und technischen Fertigkeit in der intellektuellen Arena 
einflußreicher beim Niedergang einer homogenen protestantischen Kultur in den Vereinigten 
Staaten gewesen sind als Katholiken. Auf dem Gebiet der Einwanderungspolitik wurde die 
hauptsächliche jüdische Aktivistenorganisation zu deren Beeinflussung, das American Jewish 
Committee (AJCommittee), charakterisiert von „starker Führung [besonders durch Louis 
Marshall], innerem Zusammenhalt, gut finanzierten Programmen, ausgeklügelten Lobbying- 



Techniken, gutgewählten nichtjüdischen Verbündeten und gutem Timing" (Goldstein 1990, S. 
333). 

In dieser Hinsicht ist der jüdische Erfolg bei der Beeinflussung der Einwanderungspolitik völlig 
analog ihrem Erfolg bei der Beeinflussung der Säkularisierung der amerikanischen Kultur. Wie 
im Fall der Einwanderungspolitik ist die Säkularisierung der amerikanischen Kultur ein jüdisches 
Interesse, weil Juden ein wahrgenommenes Interesse daran haben, daß Amerika keine homogene 
christliche Kultur ist. „Jüdische Bürgerrechtsorganisationen haben eine historische Rolle in der 
Nachkriegsentwicklung der amerikanischen Gesetze und Politik zu Kirche und Staat gespielt" 
(Ivers 1995, S. 2). Anders als die Anstrengungen zur Beeinflussung der Einwanderung wurde die 
Opposition gegen eine homogene christliche Kultur hauptsächlich vor Gericht betrieben. Die 
jüdischen Anstrengungen in dieser Sache waren gut finanziert und der Schwerpunkt gut 
organisierter, engagierter jüdischer Beamtenorganisationen, einschließlich des American Jewish 
Committee, des American Jewish Congress und der Anti-Defamation League (Anti- 
Diffamierungsliga, ADL). Sie beinhalteten starke Rechtsexpertise sowohl im eigentiichen 
Rechtsstreit als auch bei der Beeinflussung der Rechtsmeinung durch Artikel in juristischen 
Journalen und anderen Foren intellektueller Debatte, einschließlich der populären Medien. Sie 
hatten dabei auch eine höchst charismatische und effektive Führung, besonders Leo Pfeffer vom 
American Jewish Congress: 

„Kein anderer Anwalt übte über einen so langen Zeitraum solch eine völlige intellektuelle 
Dominanz über ein bestimmtes Rechtsgebiet aus, als Autor, Gelehrter, öffentlicher Bürger und 
vor allem als Rechtsanwalt, der seine vielfältigen und beachtlichen Talente zu einer einzigen 
Kraft bündelte, die alles abdecken konnte, was eine Institution für eine erfolgreiche 
Verfassungsreformbewegung braucht.... Daß Pfeffer mittels einer beneidenswerten Kombination 
aus Können, Entschlossenheit und Beharrlichkeit imstande war, die Reform des Verhältnisses 
von Kirche und Staat in solch kurzer Zeit zur vorrangigsten Sache zu machen, mit der 
rivalisierende Organisationen den AJCongress assoziierten, illustriert gut die Wirkung, die 
einzelne, mit herausragenden Fähigkeiten begabte Anwälte auf den Charakter und das Leben der 
Organisationen haben können, für die sie arbeiten.... Wie um das Ausmaß zu bestätigen, in dem 
Pfeffer mit der Verfassungsentwicklung post-E verson [d.h. nach 1946] assoziiert wird, kommen 
selbst die größten Kritiker der gerichtlichen Rechtsprechung zu Kirche und Staat dieser Zeit und 
der modernen Doktrin des Separationismus selten ohne eine Erwähnung Pfeffers als der zentralen 
Kraft aus, die für das verantwortlich ist, was sie als die verlorene Bedeutung der 
Establishmentklausel beklagen." (Ivers 1995, Seite 222-224) 

In ähnlicher Weise bemerkt Hollinger (1996, S. 4) „die Umwandlung der ethno-religiösen 
Demographie in der akademischen Szene Amerikas durch die Juden" im Zeitraum von den 
1930ern bis zu den 1960ern, wie auch den jüdischen Einfluß auf die Trends zur Säkularisierung 
der amerikanischen Gesellschaft und bei der Förderung des Kosmopolitanismus als Ideal (S. 11). 
Die Gangart dieses Einflusses wurde sehr wahrscheinlich von den Kämpfen der 1920er um die 
Einwanderung beeinflußt. Hollinger merkt an, daß „der Einfluß des alten protestantischen 
Establishments in großem Maß wegen des Einwanderungsgesetzes von 1924 bis in die 1960er 
fortbestand: wäre die massive Einwanderung von Katholiken und Juden auf dem Niveau von vor 
1924 weitergegangen, dann wäre die amerikanische Geschichte in vieler Weise anders verlaufen, 
einschließlich, wie man vernünftigerweise spekulieren kann, einer schnelleren Schrumpfung der 
protestantischen kulturellen Hegemonie. Die Einwanderungsbeschränkung gab dieser Hegemonie 
ein neues geborgtes Leben" (S. 22). Man kann daher vernünftigerweise annehmen, daß das 



Ringen um die Einwanderung von 1881 bis 1965 von folgenschwerer Bedeutung bei der 
Gestaltung der Konturen der amerikanischen Kultur im späten zwanzigsten Jahrhundert gewesen 
ist. 

Der endgültige Erfolg jüdischer Einstellungen zur Einwanderung wurde auch von intellektuellen 
Bewegungen beeinflußt, die kollektiv einen Niedergang des evolutionären und biologischen 
Denkens in der akademischen Welt zur Folge hatte. Obwohl das für die restriktionistische 
Position in den Kongreßdebatten (die sich hauptsächlich auf die Fairness der Aufrechterhaltung 
des ethnischen Status quo konzentrierten; siehe unten) praktisch keine Rolle gespielt hat, war 
eine der Komponenten des intellektuellen Zeitgeists der 1920er das Vorherrschen evolutionärer 
Theorien über Rasse und Ethnizität (Singerman 1986), besonders der Theorien von Madison 
Grant. In „The Passing ofthe Great Race" (1921) argumentierte Grant, daß die 
Gründerpopulation der amerikansichen Kolonisten von überlegenen nordischen Rasseelementen 
abstammte und daß die Einwanderung anderer Rassen das Kompetenzniveau der Gesellschaft als 
Ganzes absenken sowie auch demokratische und republikanische Institutionen bedrohen würde. 
Grants Ideen wurden zu Zeiten der Einwanderungsdebatten von den Medien populär gemacht 
(siehe Divine 1957, S. 12ff) und provozierten oft negative Kommentare in jüdischen 
Publkationen wie „The American Hebrew" (z.B. 21. März 1924, S. 554, 625). 5 

Die Debatte über Gruppenunterschiede im IQ war auch mit dem Einwanderungsthema verknüpft. 
C. C. Brighams Studie über die Intelligenz unter dem Personal der United States Army schlössen 
damit, daß Nordische den alpinen und mediterranen Europäern überlegen seien, und Brigham 
(1923, S. 210) schlußfolgerte, daß „Einwanderung nicht nur restriktiv, sondern auch höchst 
selektiv sein sollte." Im Vorwort zu Brighams Buch stellte der Harvard-Psychologe Robert M. 
Yerkes fest, daß „der Autor keine Theorien präsentiert, sondern Tatsachen. Es stünde uns gut an, 
ihre Verläßlichkeit und Bedeutung zu berücksichtigen, denn niemand von uns kann es sich als 
Bürger leisten, die Bedrohung des rassischen Verfalls oder den offensichtlichen Zusammenhang 
zwischen Einwanderung und nationalem Fortschritt und Wohlergehen zu ignorieren" (in Brigham 
1923, S. vii-viii). 

Nichtsdestoweniger entstand der Drang zur Beschränkung der Einwanderung, wie Samelson 
(1975) herausstreicht, lange bevor es IQ-Tests gab, und die Beschränkung wurde von einer 
Vielzahl von Gruppen, einschließlich der Gewerkschaften, aus anderen Gründen favorisiert als 
denen, die mit Rasse und IQ zu tun hatten, einschließlich besonder der Fairness der Beibehaltung 
des ethnischen Status quo in den Vereinigten Staaten. Außerdem war, obwohl Brighams IQ- 
Testergebnisse in der Tat in der von den Allied Patriotic Societies zu den Anhörungen im 
Kongreß eingereichten Darstellung aufschienen, 6 die Rolle der IQ-Tests in den 
Einwanderungsdebatten weitgehend übertrieben worden (Snyderman & Herrnstein, 1983). In der 
Tat waren die IQ-Tests weder im House Majority Report noch im Minority Report jemals auch 
nur erwähnt worden, und „es gibt keine Erwähnung der Intelligenztests im [Einwanderungs-] 
Gesetz; Testergebnisse über Einwanderer erscheinen nur kurz in den Anhörungen des Komitees 
und werden dann großteils ignoriert oder kritisiert, und sie werden nur einmal in den mehr als 
600 Seiten der Kongreßdebatte erwähnt, wo sie weiterer Kritik ohne Erwiderung unterzogen 
werden. Keine der bedeutenderen zeitgenössischen Personen im Testwesen... wurden zur 
Aussage aufgerufen, noch wurden ihre Schriften ins Gesetzgebungsprotokoll eingefügt" 
(Snyderman & Herrnstein 1983, S. 994). 



Es ist auch sehr leicht, die Bedeutung der Theorien über nordische Überlegenheit als Zutat zur 
restriktionistischen Stimmung im Kongreß und in der Öffentlichkeit überzubetonen. Wie 
Singerman (1986, S. 118-119) aufzeigt, wurde „rassischer Antisemitismus" nur von einer 
„Handvoll Autoren" eingesetzt, und das „jüdische Problem" ... war selbst für solch breit 
veröffentlichte Autoren wie Madison Grant oder T. Lothrop Stoddard eine geringe Sorge, und 
keine der [in Singermans Rezension] behandelten Personen konnte als professioneller Hetzer 
gegen in- oder ausländische Juden betrachtet werden." Wie erwähnt spielten Argumente im 
Zusammenhang mit nordischer Überlegenheit, einschließlich angeblicher nordischer 
intellektueller Überlegenheit, eine bemerkenswert geringe Rolle in den Kongreßdebatten der 
1920er über die Einwanderung, wobei das übliche Argument der Restriktionisten dahing ging, 
daß die Einwanderungspolitik die Interessen aller bereits im Land befindlichen ethnischen 
Gruppen gleichermaßen reflektieren solle. 

Nichtsdestoweniger ist es wahrscheinlich, daß der Niedergang der evolutionären/biologischen 
Theorien über Rasse und Ethnizität die grundlegende Änderung ermöglichte, die das Gesetz von 
1965 in der Einwanderungspolitik brachte. Wie Higham (1984) anmerkt, war die Boas'sche 
Sichtweise des kulturellen Determinismus und Anti-Biologismus zur Zeit des finalen Sieges von 
1965, der nationale Herkunft und rassische Abstammung aus der Einwanderungspolitik entfernte 
und die Einwanderung für alle Menschengruppen öffnete, bereits zur akademischen 
Standardlehre gworden. Das hatte zur Folge, daß es „intellektuelle Mode wurde, die Existenz 
dauerhafter ethnischer Unterschiede überhaupt abzutun. Die ganze Reaktion beraubte die 
populären Gefühle über Rasse einer mächtigen ideologischen Waffe" (Higham 1984, S. 58-59). 

Jüdische Intellektuelle spielten eine prominente Rolle in der Bewegung zur Ausmerzung der 
Rassenideen von Grant und anderen (Degler 1991, S. 200). In der Tat hatten die Restriktionisten 
sogar in den früheren Debatten, die zu den Einwanderungsgesetzen von 1921 und 1924 führten, 
das Gefühl, von jüdischen Intellektuellen angegriffen zu werden. 1918 schrieb Prescott F. Hall, 
der Sekretär der Immigration Restriction League, an Grant: „Was ich wollte ... waren die Namen 
von ein paar nennenswerten Anthropologen, die sich zugunsten der Ungleichheit der Rassen 
ausgesprochen haben.... Ich kriege es wegen des Gleichheitsarguments die ganze Zeit mit den 
Juden zu tun und dachte, daß Du vielleicht aus dem Stegreif ein paar nennen könntest (abgesehen 
von Osborn) die ich zur Unterstützung zitieren könnte" (in Samelson 1975, S. 467). 

Grant glaubte auch, daß Juden eine Kampagne zur Diskreditierung von Rassenforschung 
betrieben. In der Einführung zur 1921er Ausgabe von „Passing ofthe Great Race" beschwerte 
sich Grant darüber, daß „es nahezu unmöglich ist, in amerikanischen Zeitungen Gedanken über 
gewisse Religionen oder Rassen zu veröffentlichen, die hysterisch empfindlich sind, selbst wenn 
man sie nicht beim Namen nennt. Die zugrunde liegende Idee scheint die zu sein, daß, wenn die 
Veröffentlichung unterdrückt werden kann, die Fakten selbst schließlich verschwinden werden. 
Im Ausland sind die Bedingungen genauso schlimm, und wir haben die Autorität eines der 
hervorragendsten Anthropologen in Frankreich, daß die Sammlung anthropologischer Messungen 
und Daten unter französischen Rekruten beim Ausbruch des Großen Krieges durch jüdischen 
Einfluß verhindert wurde, der darauf abzielte, jegliche Andeutung über Rassenunterschiede in 
Frankreich zu unterdrücken." 

Besonders bedeutend war die Arbeit des Anthropologen der Columbia University Franz Boas und 
seiner Anhänger. „Boas" Einfluß auf die amerikanischen Sozialwissenschaftler in 
Rassenangelegenheiten kann kaum übertrieben werden" (Degler 1991, S. 61). Er führte einen 



„lebenslangen Angriff gegen die Idee, daß Rasse eine primäre Quelle der Unterschiede sei, die 
man in den mentalen oder sozialen Fähigkeiten von Menschengruppen vorfindet. Er vollbrachte 
seine Mission großteils durch seine unaufhörliche, beinahe unnachgiebige Artikulierung des 
Konzepts der Kultur" (S. 61). „Boas hat in Amerika fast im Alleingang das Konzept der Kultur 
entwickelt, das mit der Zeit die Rasse wie ein starkes Lösungsmittel aus der Literatur der 
Sozialwissenschaft löschen würde" (S. 71). 

Der zentrale Punkt in dieser gesamten Erläuterung von Boas' Vorstellung von Kultur und seiner 
Opposition gegen eine rassische Interpretation menschlichen Verhaltens ist der gewesen, daß 
Boas zu seiner Position nicht im Zuge einer unvoreingenommenen wissenschaftlichen 
Untersuchung einer leidigen, kontroversiellen Frage gelangt ist. Stattdessen entstammte seine 
Idee einem ideologischen Engagement, das in seinem frühen Leben und seinen akademischen 
Erfahrungen in Europa begann und sich in Amerika fortsetzte, um seine berufliche Sichtweise zu 
formen.... es gibt keinen Zweifel, daß er ein tiefes Interesse daran hatte, Beweise zu sammeln und 
Argumente zu konstruieren, die eine ideologische Sichtweise des „Rassismus" entkräften oder 
widerlegen würden, den er als einschränkend für Individuen und nicht wünschenswert für die 
Gesellschaft betrachtete.... es gibt ein fortdauerndes Interesse, seine gesellschaftlichen Werte dem 
Beruf und der Öffentlichkeit aufzudrücken. (Degler 1991, S. 82-83) 

Es gibt Hinweise, daß Boas sich stark als Jude identifizierte und annahm, daß seine Forschungen 
bedeutende Auswirkungen in der politischen Arena und besonders auf dem Gebiet der 
Einwanderungspolitik haben würden. Boas wurde in Preußen in eine „jüdisch-liberale" Familie 
geboren, in der die revolutionären Ideale von 1848 einflußreich blieben (Stocking 1968, S. 149). 
Boas entwickelte eine „links-liberale" Haltung, die ... zur selben Zeit wissenschaftlich und 
politisch ist" (Stocking 1968, S. 149), und der Antisemitismus beschäftigte ihn intensiv seit einer 
frühen Periode in seinem Leben (White 1966, S. 16). Außerdem war Boas zutiefst entfremdet und 
feindlich gegenüber der nichtjüdischen Kultur, besonders gegenüber dem kulturellen Ideal der 
preußischen Aristokratie (Degler 1991, S. 200; Stocking 1968, S. 150). Als zum Beispiel 
Margaret Mead nach einem Weg suchte, Boas zu überreden, daß er sie ihre Forschungen auf den 
Südseeinseln durchführen ließe, „stieß sie auf einen sicheren Weg, ihn zu einer 
Meinungsänderung zu veranlassen. 'Ich wußte, daß es eines gab, das für Boas mehr zählte als die 
Richtung, die die anthropologische Forschung nahm. Und zwar daß er sich wie ein liberaler, 
demokratischer, moderner Mann verhalten sollte, nicht wie ein preußischer Autokrat.' Die List 
funktionierte, weil sie in der Tat den Kern seiner persönlichen Werte entdeckt hatte" (Degler 
1991, S. 73). 

Boas war stark von der Einwanderungsthematik motiviert, wie sie Anfang des Jahrhunderts 
auftrat. Carl Degler (1991, S. 74) merkt an, daß Boas' professionale Korrespondenz „offenbart, 
daß ein wichtiges Motiv hinter seinem berühmten Kopfvermessungsprojekt von 1910 sein starkes 
persönliches Interesse daran war, Amerika bevölkerungsmäßig vielfaältig zu halten." Die Studie, 
deren Schlußfolgerungen vom Abgeordneten Emanuel Celler während der Debatte über die 
Einwanderungsbeschränkung in den „Congressional Record" [Kongreßprotokoll] eingefügt 
wurde {Cong. Rec, 8. April 1924, S. 5915-5916), schloß damit, daß die auf die Einwanderung 
folgenden Umweltunterschiede die Unterschiede in der Kopfform verursachten. (Zu der Zeit war 
die Kopfform, wie vom „cephalischen Index" angegeben, das hauptsächliche Maß, das von mit 
Forschungen über Rassenunterschiede befaßten Wissenschaftlern benutzt wurde.) Boas 
argmentierte, daß seine Forschung zeige, daß alle ausländischen Gruppen, die in günstigen 
sozialen Umständen lebten, in dem Sinne in Amerika assimiliert worden seien, daß ihre 



physischen Maße sich dem amerikanischen Typus annäherten. Obwohl er im Hauptteil seines 
Berichts beträchtlich vorsichtiger hinsichtlich seiner Schlußfolgerungen war (siehe auch Stocking 
1968, S. 178), stellte Boas (1911, S. 5) in seiner Einführung fest, daß „alle Furcht vor einem 
unvorteilhaften Einfluß südeuropäischer Einwanderung auf die Gesamtheit unseres Volkes 
fallengelassen werden sollte." Als weiteren Hinweis auf Boas' ideologisches Engaggement in der 
Einwanderungsfrage gibt Degler den folgenden Kommentar hinsichtlich einer von Boas' 
umfeldbetonenden Erklärungen für mentale Unterschiede zwischen Einwanderer- und 
einheimischen Kindern ab: „Warum Boas sich dafür entschieden hat, solch einer ad-hoc- 
Interpretation Vorschub zu leisten, ist schwer zu verstehen, bis man sein Verlangen erkennt, den 
offenkundigen metalen Rückstand der Einwandererkinder in vorteilhafter Weise zu erklären" (S. 
75). 

Boas und seine Schüler waren intensiv damit befaßt, eine ideologische Agenda innerhalb der 
amerikanischen anthropologischen Fachrichtung voranzutreiben (Degler 1991; Freeman 1991; 
Torrey 1992). In dieser Hinsicht ist es interessant, daß Boas und seine Kollegen ein viel höher 
entwickeltes Gefühl der Gruppenidentität hatten, ein Bekenntnis zu einem gemeinsamen 
Standpunkt und eine Agenda zur Dominierung der institutionellen Struktur der Anthropologie, 
als ihre Gegner (Stocking 1968, S. 279-280). Die Niederlage der Darwinisten "war nicht ohne 
beträchtliche Ermahnung an 'jeder Mutter Sohn' geschehen, für das 'Recht' einzustehen." 
Genausowenig war sie ohne einigen ziemlich starken Druck zustandegekommen, der sowohl auf 
standhafte Freunde als auch die "schwächeren Brüder" ausgeübt wurde, „oft durch die schiere 
Kraft von Boas' Persönlichkeit" (Stocking 1968, 286). Ab 1915 kontrollierten die Boasianer die 
American Anthropological Association und hielten eine Zweidrittelmehrheit des Vorstands 
(Stocking 1968, S. 285). Ab 1926 wurde jede größere anthropologische Fakultät in den 
Vereinigten Staaten von einem Schüler Boas' geleitet, wovon die Mehrheit Juden waren. Laut 
White (1966, S. 26), waren Boas' einflußreichste Schüler Ruth Benedict, Alexander 
Goldenweiser, Melville Herskovits, Alfred Kroeber, Robert Lowie, Margaret Mead, Paul Radin, 
Edward Sapir, und Leslie Spier. Diese ganze "kleine, kompakte Gruppe von Gelehrten ... die sich 
um ihren Führer sammelte" (White 1966, S. 26) waren Juden, mit der Ausnahme von Kroeber, 
Benedict und Mead. In der Tat erwähnte Herskovits (1953, S. 91), dessen Hagiographie von Boas 
als eine der verehrungsvollsten der intellektuellen Geschichte bezeichnet werden kann, daß 

„die vier Jahrzehnte, in denen Boas seine Professur bei Columbia innehatte, seiner Lehre eine 
Kontinuität gab, die ihm die Entwicklung von Studenten ermöglichte, die schließlich den 
größeren Teil des bedeutenden fachlichen Kerns der amerikanischen Anthropologen ausmachten 
und die den Großteil der bedeutenderen amerikanischen anthropologischen Fakultäten in den 
Vereinigten Staaten bemannen und leiten konnten. Sie ihrerseits bildeten die Studenten aus, die ... 
die Tradition fortsetzten, in der ihre Lehrer ausgebildet worden waren. 
Bis zur Mitte der-1930er hatte die Boas'sche Sicht der kulturellen Bestimmung menschlichen 
Verhaltens schon einen starken Eifluß auf Sozialwissenschaftler allgemein" (Stocking 1968, S. 
300). 

Die Ideologie der Rassengleichheit war eine wichtige Waffe im Sinne der Öffnung der 
Einwanderung für alle Menschengruppen. Zum Beispiel behauptete der AJCongress 1915 in 
einer Erklärung an den Kongreß, daß „die Erkenntnisse der Wissenschaft selbst die 
Vorurteilsbehaftetsten unter uns dazu zwingen müssen, so vorbehaltlos wie bei den Gesetzen der 
Schwerkraft zu akzeptieren, daß Intelligenz, Moral und Charakter keinen wie immer gearteten 
Bezug zu Geographie oder Geburtsort haben". 7 Die Erklärung zitierte weiters einige vonBoas' 



populären Schriften zum Thema wie auch die Schriften von Boas' Protege Ashley Montagu, der 
vielleicht der sichtbarste Gegner des Konzepts der Rasse in dieser Zeit war. Montagu, dessen 
ursprünglicher Name Israel Ehrenberg war, theoretisierte, daß Menschen angeborenerweise 
kooperativ sind (aber nicht angeborenerweise aggressiv) und daß es eine universale Brüderschaft 
unter den Menschen gebe (siehe Shipman 1994, S. 159ff). 

Und 1952 sagte ein weiterer Protege von Boas, Margaret Mead, vor der Kommission des 
Präsidenten über Einwanderung und Einbürgerung (PCIN, 1953, S. 92) aus, daß „alle 
menschlichen Wesen aus allen Menschengruppen dasselbe Potential haben.... Unsere besten 
anthropologischen Beweise legen heute nahe, daß die Menschen jeder Gruppe ungefähr dieselbe 
Verteilung von Potentialen haben." Ein weiterer Zeuge sagte aus, daß der Vorstand der American 
Anthropological Association einstimmig die Aussage bekräftigt, daß „alle wissenschaftlichen 
Beweise erkennen lassen, daß alle Völker von Natur aus fähig sind, sich unsere Zivilisation zu 
erarbeiten oder sich ihr anzupassen" (PCIN 1953, S. 93). 1965 verkündete Senator Jacob Javits 
{Cong. Rec, 111, 1965, S. 24469) dem Senat während der Debatte über die Gesetzesvorlage zur 
Einwanderung selbstsicher, daß „sowohl das Diktat unseres Gewissens als auch die Richtlinien 
der Soziologen uns sagen, daß Einwanderung nach dem existierenden System der 
Quotenregelung nach nationaler Herkunft falsch ist und ohne jegliche Basis in Vernunft oder 
Fakten, denn wir wissen es besser, als zu sagen, daß ein Mann wegen der Farbe seiner Haut 
besser ist als ein anderer." Die intellektuelle Revolution und ihre Übertragung in öffentliche 
Politik waren vollendet worden. 

ANMERKUNG: Seit der Veröffentlichung dieses Artikels bin ich auf das Folgende aus Hugh 
Davis Grahams „Collision Course: The Strange Convergence of Affirmative Action and 
Immigration Policy in America" („Kollisionskurs: Das seltsame Zusammenlaufen von 
Affirmative Action und der Einwanderungspolitik in Amerika", New York, Oxford University 
Press, 2002, S. 56-57) gestoßen: 

„Am wichtigsten für den Inhalt der Einwanderungsreform [d. h.,der Anti-Restriktion] war es, daß 
die treibende Kraft im Kern der Bewegung, die bis zu den 1920ern zurückreicht, jüdische 
Organisationen waren, die lange aktiv gegen rassische und ethnische Quoten opponiert hatten. 
Darunter waren der American Jewish Congress, das American Jewish Committee, die Anti- 
Defamation League von B'nai B'rith und die American Federation of Jews aus Osteuropa. 
Jüdische Kongreßabgeordnete, besonders Vertreter aus New York und Chicago, hatten seit den 
1920ern stetigen, aber weitgehend wirkungslosen Druck gegen die Quoten nach nationaler 
Herkunft ausgeübt.... Nach dem Schock des Holocaust waren jüdische Führer in Washington 
besonders aktiv gewesen bei der Förderung der Einwanderungsreform. Das für die Öffentlichkeit 
sichtbarste Anzeichen für den Drang zur Einwanderungsreform waren jüdische Führer der 
Legislative wie der Kongreßabgeordnete Celler und Senator Jacob Javits von New York. 
Weniger sichtbar, aber gleichermaßen wichtig, waren die Anstrengungen wichtiger Berater im 
Stab des Präsidenten und der Behörden. Darunter waren höhere politische Berater wie Julius 
Edelson und Harry Rosenfield in der Regierung Truman, Maxwell Rabb im Weißen Haus von 
Eisenhower und der Präsidentenassistent Myer Feldman, der Ministerialdirektor im 
Außenministerium, Abba Schwartz, und der Beigeordnete des Generalstaatsanwalts, Norbert 
Schlei in der Regierung Kennedy-Johnson." 

JÜDISCHE POLITISCHE AKTIVITÄTEN GEGEN 
EINWANDERUNGSBESCHRÄNKUNG 



Jüdische anti-restriktionistische Aktivitäten bis 1924. 

Während die jüdische Beteiligung bei der Änderung der intellektuellen Diskussion über Rasse 
und Volkstum langfristige Auswirkungen auf die Einwanderungspolitik der Vereinigten Staaten 
gehabt zu haben scheint, war die jüdische Verwicklung in die Politik letztendlich von viel 
größerer Bedeutung. Die jüdische Meinung ist nicht monolithisch. Dennoch sind die Juden, auch 
wenn es Andersdenkende gegeben hat, „die eine höchst beharrliche Interessengruppe zugunsten 
einer liberalen Einwanderungspolitik" in den Vereinigten Staaten während der ganzen 
Einwanderungsdebatte seit ihrem Beginn 1881 gewesen (Neuringer 1971, S. ii): 

In ihren Bemühungen, die Einwanderungspolitik in eine liberale Richtung umschwenken zu 
lassen, zeigten jüdische Sprecher und Organisationen ein Maß an Energie, das von keiner anderen 
interessierten Interessengruppe übertroffen wurde. Die Einwanderung war für praktisch jede 
größere jüdische Organisation zur Verteidigung und Gemeinschaftspflege ein Hauptanliegen 
gewesen. Über die Jahre hatten ihre Sprecher eifrig an Kongreßanhörungen teilgenommen, und 
die jüdischen Bemühungen waren von äußerster Bedeutung bei der Gründung und Finanzierung 
solcher nicht-konfessionellen Gruppen wie die National Liberal Immigration League und das 
Citizens Committee for Displaced Persons. 

Wie von Nathan C. Belth (1979, S. 173) in seiner Geschichte der Anti-Defamation League von 
B'nai B'rith (ADL) berichtet, „waren im Kongreß durch all die Jahre, wenn die Kämpfe um die 
Einwanderung geführt wurden, die Namen jüdischer Legislatoren an vorderster Front der 
liberalen Kräfte, von Adolph Sabath bis Samuel Dickstein und Emanuel Celler im 
Repräsentantenhaus [= Kongreß, d. Ü.] und von Herbert H. Lehman bis Jacob Javits im Senat. 
Jeder war in seiner Zeit ein Führer der Anti-Defamation League und größerer Organisationen, die 
mit der demokratischen Entwicklung befaßt waren." Die jüdischen Kongreßabgeordneten, die am 
meisten mit anti-restriktionistischen Anstrengungen im Kongreß identifiziert werden, sind daher 
auch die Führer der Gruppe gewesen, die am engsten mit jüdisch-ethnischem politischen 
Aktivismus und Selbstverteidigung identifiziert werden. 

Während der gesamten Zeitperiode von beinahe hundert Jahren vor ihrem Erfolg mit dem 
Einwanderungsgesetz von 1965 haben jüdische Gruppen in opportunistischer Weise Allianzen 
mit anderen Gruppen geschlossen, deren Interessen vorübergehend mit jüdischen Interessen 
zusammenfielen (z. B. eine sich ständig ändernde Zahl von ethnischen Gruppen, religiösen 
Gruppen, Pro-Kommunisten, Antikommunisten, die außenpolitischen Interessen verschiedener 
Präsidenten, die politische Notwendigkeit für Präsidenten, sich bei Gruppen einzuschmeicheln, 
die in bevölkerungsreichen Bundesstaaten Einfluß haben, um nationale Wahlen zu gewinnen, 
etc.). Besonders nennenswert war die Unterstützung einer liberalen Einwanderungspolitik durch 
industrielle Interessen, die billige Arbeitskräfte wollten, zumindest im Zeitraum vor dem 
vorübergehenden Triumph des Restriktionismus von 1924. Innerhalb dieses sich ständig 
verändernden Bündels von Allianzen verfolgten die jüdischen Organisationen beharrlich ihr Ziel, 
die Zahl jüdischer Einwanderer zu maximieren und die Vereinigten Staaten gegenüber der 
Einwanderung aller Völker der Welt zu öffnen. Wie nachfolgend gezeigt, unterstützen die 
historischen Aufzeichnungen die These, daß es beginnend im neunzehnten Jahrhundert ein 
Hauptziel des organisierten Judentums gewesen ist, die Vereinigten Staaten zu einer 
multikulturellen Gesellschaft zu machen. 

Der endgültige jüdische Sieg in Sachen Einwanderung ist bemerkenswert, weil der Kampf in 
verschiedenen Arenen gegen eine potentiell sehr mächtige Anzahl von Gegnern geführt wurde. 



Beginnend im späten neunzehnten Jahrhundert wurde die Führung der Restriktionisten von 
Ostküstenpatriziern wie Senator Henry Cabot Lodge gestellt. Jedoch lag die hauptsächliche 
politische Basis des Restriktionismus von 1910 bis 1952 (zusätzlich zu den relativ wirkungslosen 
Gewerkschaftsinteressen) bei den „gewöhnlichen Leuten des Südens und Westens" (Higham 
1984, S. 49) und ihren Vertretern im Kongreß. Grundsätzlich waren die Zusammenstöße 
zwischen Juden und NichtJuden im Zeitraum zwischen 1900 und 1965 ein Konflikt zwischen den 
Juden und dieser geographisch zentrierten Gruppe. „Juden bildeten infolge ihrer intellektuellen 
Energie und wirtschaftlichen Ressourcen eine Vorhut der neuen Völker, die kein Gefühl für die 
Traditionen des ländlichen Amerika hatten" (Higham 1984, S. 168-169). 

Obwohl sie oft besorgt waren, daß die jüdische Einwanderung die Flammen des Antisemitismus 
in Amerika anfachen könnte, führten die jüdischen Führer im Zeitraum von 1891 - 1924 einen 
langen und weitgehend erfolgreichen Verzögerungskampf gegen die 

Einwanderungsbeschränkungen, besonders weil sie die Möglichkeit von Juden zur Einwanderung 
beeinträchtigten. Diese Anstrengungen gingen trotz der Tatsache weiter, daß es bis 1905 „eine 
Polarität zwischen der jüdischen und der allgemeinen amerikanischen Meinung zur 
Einwanderung" gab (Neuringer 1971, S. 83). Insbesondere engagierten sich jüdische Gruppen, 
während andere religiöse Gruppen wie die Katholiken und Volksgruppen wie die Iren 
hinsichtlich ihrer Haltung zur Einwanderung geteilt und zwiespältig blieben und schlecht 
organisiert und ineffektiv waren bei der Beeinflussung der Einwanderungspolitik, und während 
die Gewerkschaften gegen die Einwanderung waren, um den Zustrom billiger Arbeitskräfte zu 
verringern, in einer intensiven und anhaltenden Anstrengung gegen Versuche zur Beschränkung 
der Einwanderung. 

Wie von Cohen berichtet (1972, S. 40ff), verkörpern die Anstrengungen des AJCommittee in 
seiner Opposition gegen Einwanderungsbeschränkungen im frühen zwanzigsten Jahrhundert ein 
bemerkenswertes Beispiel für die Fähigkeit jüdischer Organisationen, die öffentlichen Politik zu 
beeinflussen. Von all den Gruppen, die vom Einwanderungsgesetz von 1907 betroffen waren, 
hatten die Juden hinsichtlich der Zahl möglicher Einwanderer am wenigsten zu gewinnen, aber 
sie spielten bei weitem die größte Rolle bei der Gestaltung der Gesetzgebung (Cohen 1972, S. 
41). In der nachfolgenden Periode, die zum relativ unwirksamen restriktionistischen Gesetz von 
1917 führte, als die Restriktionisten wieder einen Versuch im Kongreß starteten, „war nur das 
jüdische Segment aufgebracht" (Cohen 1972, S. 49). 

Dennoch wurden wegen der Furcht vor Antisemitismus Bemühungen unternommen, die 
Wahrnehmung der jüdischen Beteiligung an anti-restriktionistischen Kampagnen zu verhindern. 
1906 wurden die jüdischen politischen Funktionäre angewiesen, beim Kongreß Lobbyarbeit zu 
betreiben, ohne ihre Verbindung zum AJCommittee zu erwähnen, wegen „der Gefahr, daß die 
Juden beschuldigt würden, zu einem politischen Zweck organisiert zu sein" (Kommentare von 
Herbert Friedenwald, Sekretär des AJCommittee; in Goldstein 1990, S. 125). Beginnend im 
späten neunzehnten Jahrhundert wurden die von Juden entwickelten anti-restriktionistischen 
Argumente typischerweise in Begriffen universalistischer humanitärer Ideale formuliert, und als 
Teil dieser Bemühungen um Universalisierung wurden NichtJuden aus alten protestantischen 
Familien rekrutiert, um als Schaufensterpuppen für ihre Bemühungen zu fungieren, und jüdische 
Gruppen wie das AJCommittee finanzierte Gruppen von Einwanderungsbefürwortern, die aus 
NichtJuden bestanden (Neuringer 1971, S. 92). 

Wie es bei späteren Anstrengungen pro Einwanderung der Fall war, bestand ein Großteil der 
Aktivitäten aus persönlichen Interventionen hinter den Kulissen, um die öffentliche 



Wahrnehmung der jüdischen Rolle und die Provokation von Aktivitäten der Gegenseite zu 
minimieren. Gegnerische Politiker wie Henry Cabot Lodge und Organisationen wie die 
Immigration Restriction League wurden unter genauer Beobachtung gehalten und von 
Lobbyisten unter Druck gesetzt. Lobbyisten in Washington führten auch tägliche Listen von 
Wählertendenzen, während die Gesetzesvorlage zur Einwanderung ihren Weg durch den 
Kongreß ging, und unternahmen intensive und erfolgreiche Anstrengungen, die Präsidenten Taft 
und Wilson davon zu überzeugen, ihr Veto gegen restriktive Einwanderungsgesetze einzulegen. 
Katholische Prälaten wurden rekrutiert, um gegen die Auswirkungen restriktionistischer Gesetze 
auf Einwanderer aus Italien und Ungarn zu protestieren. Als restriktionistische Argumente in den 
Medien erschienen, verfaßte das AJCommittee ausgefeilte Erwiderungen, beruhend auf gelehrten 
Daten und typischerweise in universalistischen Begriffen über den Nutzen für die gesamte 
Gesellschaft formuliert (z. B. Neuringer 1971, S. 44). Artikel zugunsten der Einwanderung 
wurden in nationalen Magazinen veröffentlicht, und Leserbriefe wurden in Zeitungen abgedruckt. 
Und es wurden Bemühungen unternommen, die negative Wahrnehmung der Einwanderung zu 
minimieren, indem man versuchte, die jüdischen Einwanderer über das Land zu verteilen und 
indem man jüdische Ausländer von der öffentlichen Unterstützung wegholte. Rechtsverfahren 
wurden eingeleitet, um die Deportation jüdischer Ausländer zu verhindern. Und schließlich 
organisierte das AJCommittee Massenprotestversammlungen. 

In der Tat hatte der Soziologe Edward A. Ross in seiner Schrift von 1914 ein klares Gefühl, daß 
liberale Einwanderungspolitik ausschließlich ein jüdisches Anliegen war. Ross liefert das 
folgende Zitat des prominenten Autors und zionistischen Pionieres Israel Zangwill, das klar die 
Idee artikuliert, daß Amerika ein idealer Ort für die Verwirklichung jüdischer Interessen ist: 

„Amerika hat reichlich Platz für all die sechs Millionen aus der Umgrenzung [engl, „the Pale", d. 
h. dem umgrenzten Siedlungsbereich, der Heimat der meisten Juden Rußlands]; jeder seiner 
fünfzig Bundesstaaten könnte sie aufnehmen. Und abgesehen davon, in einem eigenen Land zu 
leben, könnte es kein besseres Los für sie geben als zusammen in einem Land bürgerlicher und 
religiöser Freiheit zu sein, von dessen Verfassung das Christentum kein Bestandteil ist und wo 
ihnen ihre kollektiven Wählerstimmen praktisch eine Garantie gegen zukünftige Verfolgung 
geben würden" (Israel Zangwill, in Ross 1914, S. 144). 
Juden haben daher ein mächtiges Interesse an der Einwanderungspolitik: 

„Von daher also die Anstrengungen der Juden, die Einwanderungspolitik der Vereinigten Staaten 
zu kontrollieren. Obwohl sie nur ein Siebtel unserer Nettoeinwanderung ausmachen, führten sie 
den Kampf gegen die Gesetzesvorlage zur Einwanderung. Die Macht der Million Juden in der 
Metropole reihte die Kongreßdelegation aus New York in solider Oposition gegen den 
Alphabetisierungstest. Die systematische Kampagne in Zeitungen und Magazinen zur Zerlegung 
aller Argumente für Restriktion und zur Beruhigung nativistischer Befürchtungen wird von und 
für eine Rasse geführt. Hebräisches Geld steckt hinter der National Liberal Immigration League 
und ihren zahlreichen Publikationen. Vom Papier, das der kommerziellen Körperschaft oder 
wissenschaftlichen Vereinigung vorgelegt wird, bis zu der schweren Abhandlung, die mit der 
Hilfe des Baron de Hirsch Fund produziert wurde, geht die Literatur, die die Segnungen der 
Einwanderung für alle Klassen in Amerika beweist, von raffinierten hebräischen Gehirnen aus" 
(Ross 1914, S. 144-145). 

Ross (1914, S. 150) berichtete auch, daß den Einwanderungsbeamten „der unaufhörliche 
Beschuß falscher Anschuldigungen sehr zugesetzt hatte, dem sie seitens der jüdischen Presse und 



Gesellschaften ausgesetzt waren. US-Senatoren beklagen sich, daß sie gegen Schluß des Kampfes 
um das Einwanderungsgesetz von Hebräern, die den Alphabetisierungstest bekämpften, mit einer 
Sturzflut krummer Statistiken und Fehlinterpretationen überschwemmt wurden." Es ist auch 
bemerkenswert, daß Zangwills Ansichten über die Einwanderung für die Restriktionisten in den 
Debatten über das Einwanderungsgesetz von 1924 höchst hervorstechend waren (siehe unten). In 
einer Ansprache, die in „The American Hebrew" (19. Okt.1923, S. 582) abgedruckt wurde, 
bemerkte Zangwill: „Es gibt nur einen Weg zum Weltfrieden, und das ist die absolute 
Abschaffung von Reisepässen, Visa, Grenzen, Zollgebäuden und all der anderen Einrichtungen, 
die die Bevölkerung unseres Planeten nicht zu einer kooperierenden Zivilisation machen, sondern 
zu einer Gesellschaft der gegeneitigen Irritierung " 

Es ist bemerkenswert, daß jüdische Aktivisten trotz sorgfältiger und irreführender Versuche, die 
Pro-Einwanderungs-Bewegung als auf breiter Basis beruhend darzustellen, sehr wohl über die 
mangelnde Begeisterung anderer Gruppen Bescheid wußten. Während des Kampfes um die 
restriktionistischen Gesetze am Ende der Regierung Taft schrieb Herbert Friedenwald, Sekretär 
des AJCommittee, daß es „sehr schwierig war, irgendwelche Leute außer den Juden in diesem 
Kampf anzuspornen" (in Goldstein 1990, S. 203). Das AJCommittee trug auch stark dazu bei, in 
amerikanischen Großstädten antirestriktionistische Versammlungen zu inszenieren, ließen aber 
andere ethnische Gruppen sich das Verdienst für die Veranstaltungen zuschreiben, und es 
organisierte Gruppen von NichtJuden aus dem Westen, um Präsident Taft zum Veto gegen 
restriktionistische Gesetze zu beeinflussen (Goldstein 1990, S. 216, 227). Später, während der 
Regierung Wilson, sagte Louis Marshall: „Wir sind praktisch die einzigen, die [gegen den 
Alphabetisierungstest] kämpfen, während ein großer Teil [des Volkes] gleichgültig ist gegenüber 
dem, was getan wird" (in Goldstein 1990, S. 249). 

Die Kräfte der Einwanderungsbeschränkung waren vorübergehend erfolgreich mit den 
Einwanderungsgesetzen von 1921 und 1924, die trotz der intensiven Opposition jüdischer 
Gruppen beschlossen wurden. Divine (1957, S. 8) merkt an, daß „1921 nur die Sprecher der 
südosteuropäischen Einwanderer, hauptsächlich jüdische Führer, dagegenstanden [gegen die 
restriktionistischen Kräfte], deren Proteste im allgemeinen Ruf nach Restriktion untergingen." 
Ähnlich wärend der Kongreßanhörungen von 1924 über die Einwanderung: „die prominenteste 
Gruppe von Zeugen gegen den Gesetzesentwurf waren Vertreter südosteuropäischer 
Einwanderer, besonders jüdische Führer" (Divine 1957, S. 16). 



Neuringer (1971, S. 164) merkt an, daß die jüdische Opposition gegen die Gesetze von 1921 und 
1924 weniger von einem Wunsch nach einem höheren Niveau jüdischer Einwanderung motiviert 
wurde als vielmehr von einer Opposition gegen die darin eingeschlossene Theorie, daß Amerika 
von Individuen mit nord- oder westeuropäischen Vorfahren dominiert werden sollte. Das 
jüdische Interesse bestand daher darin, gegen die ethnischen Interessen der Völker 
Nordwesteuropas zur Aufrechterhaltung eines ethnischen Status quo oder der Steigerung ihres 
Anteils an der Bevölkerung zu opponieren. Jedoch waren jüdische Organisationen selbst davor 
rigoros gegen jede Einwanderungsbeschränkung, die auf Rasse oder Volkszugehörigkeit beruhte, 
was darauf hinweist, daß sie eine sehr andere Ansicht über die ideale rassisch-ethnische 
Zusammensetzung der Vereinigten Staaten hatten, als die nichtjüdischen europäischstämmigen 
Völker. 



Daher war die jüdische Presse 1882 einstimmig in ihrer Verurteilung des Chinese Exclusion Act 
[Gesetz zum Ausschluß von Chinesen] (Neuringer 1971, S. 23) obwohl dieses Gesetz keinen 
direkten Einfluß auf die jüdische Einwanderung hatte. Im frühen zwanzigsten Jahrhundert 
bekämpfte das AJCommittee zeitweise aktiv jede Gesetzesvorlage, die die Einwanderung auf 
Weiße oder Nichtasiaten beschränkte, und enthielt sich nur dann der aktiven Opposition, wenn es 
zum Schluß kam, daß eine Unterstützung durch das AJCommittee die Einwanderung von Juden 
bedrohen würde (Cohen 1972, S. 47; Goldstein 1990, S. 250). 1920 erließ die Zentralkonferenz 
der amerikanischen Rabbis eine Resolution, die darauf drängte, daß „die Nation ... die Tore 
unserer geliebten Republik offenhalten möge ... für die Unterdrückten und Notleidenden der 
ganzen Menschheit in Übereinstimmung mit ihrer historischen Rolle als Zuflucht für alle Männer 
und Frauen, die ihren Gesetzen Treue geloben" (in The American Hebrew, 1. Okt., 1920, S. 594). 

„The American Hebrew" (17. Feb. 1922; S. 373), eine 1867 gegründete Publikation, die das 
deutsch-jüdische Establishment dieser Zeit repräsentierte, wiederholte fortwährend ihre seit 
langem bestehende Politik, daß sie „immer für die Aufnahme würdiger Einwanderer aller Klassen 
ungeachtet der Nationalität" eingestanden sei. Und in seiner Aussage vor den Anhörungen von 
1924 vor dem House Committee über Einwanderung und Einbürgerung behauptete Louis 
Marshall vom AJCommitee, daß die Gesetzesvorlage die Stimmung des Ku Klux Klan 
wiedergebe, und charakterisierte sie als von den rassistischen Theorien des Houston Stewart 
Chamberlain inspiriert. Zu einer Zeit, als die Bevölkerung der Vereinigten Staaten bei über 
100.000.000 lag, behauptete Marshall, daß wir "in diesem Land Platz haben für das Zehnfache 
der Bevölkerung, die wir jetzt haben" (S. 309) und befürwortete die Aufnahme aller Völker der 
Welt ohne Quotenlimit, mit Ausnahme nur derjenigen, die „geistig, moralisch und physisch 
ungeeignet sind, die Feinde der organisierten Regierung sind und die geeignet sind, der 
Öffentiichkeit zur Last zu fallen," 8 ähnlich wie Rabbi Stephen S. Wise, der den AJCongress und 
eine Anzahl anderer jüdischer Organisationen repräsentierte, das „Recht jedes Mannes außerhalb 
Amerikas, fair und gerecht und ohne Diskriminierung betrachtet zu werden" behauptete. 9 

Indem es vorschrieb, daß die Einwanderung auf 3 % der im Ausland Geboreren nach dem Zensus 
von 1890 beschränkt werden solle, schrieb das Gesetz von 1924 einen ethnischen Status quo vor, 
der sich dem Zensus von 1920 annäherte. Der Mehrheitsbericht des Kongresses hob die Idee 
hervor, daß die Einwanderung vor diesem Gesetz stark zugunsten von Ost- und Südeuropäern 
tendierte und daß dieses Ungleichgewicht vom Gesetz von 1921 fortgesetzt worden war, in dem 
Quoten der im Ausland Geborenen auf dem Zensus von 1921 beruhten. Es war die ausdrückliche 
Absicht, daß die Interessen anderer Gruppen zur Verfolgung ihrer ethnischen Interessen durch 
Ausweitung ihres Anteils an der Bevölkerung gegen das Interesse der Mehrheit zur Beibehaltung 
ihrer ethnischen Repräsentation in der Bevölkerung abgewogen werden sollten. 

Das Gesetz von 1921 vergab 46 % der Einwanderungsquote an Süd- und Osteuropa, obwohl nach 
dem Zensus von 1920 nur 11,7 % der US-Bevölkerung aus diesen Gebieten stammten. Das 
Gesetz von 1924 schrieb vor, daß diese Gebiete 15.3 % der Quotenplätze erhalten würden - eine 
Zahl, die in Wirklichkeit höher war als ihr gegenwärtiger Anteil an der Bevölkerung. „Die 
Heranziehung des Zensus von 1890 ist nicht diskriminierend. Sie erfolgt im Bestreben, den 
rassischen Status quo der Vereinigten Staaten so weit wie möglich zu bewahren. Man hofft, daß 
es die rassische Homogenität in den Vereinigten Staaten so gut garantieren kann, wie es zu 
diesem späten Zeitpunkt noch möglich ist. Die Verwendung eines späteren Zensus würde jene 
diskriminieren, die die Nation gegründet und ihre Institutionen weitergeführt haben." (House 
Rep. 350, 1924, S. 16). Nach drei Jahren wurden Quoten von einer Formel über nationale 



Herkunft abgeleitet, die auf den Daten des 1920er Zensus für die gesamte Bevölkerung beruhten, 
nicht nur der im Ausland Geborenen. Während es keinen Zweifel gibt, daß dieses Gesetz einen 
Sieg für die nordwesteuropäischen Völker darstellte, gab es keinen Versuch, die Trends in der 
ethnischen Zusammensetzung des Landes umzukehren, sondern vielmehr den ethnischen Status 
Quo zu erhalten. 

Während es von einem Wunsch nach Bewahrung eines ethnischen Status Quo motiviert war, mag 
dieses Gesetz auch teilweise von Antisemitismus motiviert worden sein, nachdem in dieser Zeit 
die Opposition gegen Einwanderungsbeschränkung als hauptsächlich jüdisches Anliegen 
wahrgenommen wurde (siehe oben). Dies scheint gewiß die Wahrnehmung jüdischer Beobachter 
gewesen zu sein: zum Beispiel des prominenten jüdischen Schriftstellers Maurice Samuel (1924), 
der unmitelbar nach der Gesetzgebung von 1924 schrieb, daß „es hauptsächlich gegen die Juden 
geht, daß hier in Amerika Anti-Einwanderungsgesetze wie in England oder Deutschland erlassen 
werden" (S. 217), und solche Wahrnehmungen setzen sich unter den Historikern dieser Zeit fort 
(z. B. Hertzberg 1989, S. 239). 

Diese Wahrnehmung war nicht auf Juden beschränkt. In Äußerungen vor dem Senat merkte der 
antirestriktionistische Senator Reed aus Missouri an, daß „Angriffe gleichermaßen gegen Juden 
geführt wurden, die an unsere Gestade geströmt sind. Der Geist der Intoleranz ist ihnen 
gegenüber besonders aktiv gewesen" (Cong. Rec. 19. Feb. 1921; S. 3463), und während des 
Zweiten Weltkrieges behauptete Kriegsminister Robert Stimson, daß es die Opposition gegen 
unbeschränkte Zuwanderung von Juden gewesen sei, die zum restriktiven Gesetz von 1924 
geführt hätte (Breitman & Kraut, 1987, S. 87). Weiters stellte der House Immigration Committee 
Majority Report (House Report #109, 6. Dez. 1920) fest, daß „bei weitem der größte Prozentsatz 
von Einwanderern Menschen jüdischer Abstammung (sind)" (S. 4), und er unterstellt, daß die 
Mehrheit der erwarteten neuen Einwanderer polnische Juden sein würden. Der Bericht bestätigte 
die veröffentlichte Aussage eines Komissars der Hebrew Sheltering and Aid Society of America 
nach seiner persönlichen Ermittlung in Polen, daß „wenn es ein Schiff gäbe, das 3.000.000 
menschliche Wesen aufnehmen könnte, die 3.000.000 Juden von Polen es besteigen würden, um 
nach Amerika zu fliehen" (S. 6). 

Der Majority Report beinhaltete auch einen Bericht von Wilbur S. Carr, dem Leiter des United 
States Consular Service, demzufolge die polnischen Juden „abnormal verdreht waren wegen (a) 
der Reaktion auf die Anspannungen des Krieges; (b) dem Schock der revolutionären Unruhen; (c) 
der Abgestumpftheit und Verdummung infolge zwei Jahren der Unterdrückung und 
Mißhandlung... ; Fünfundachtzig bis neunzig Prozent fehlt jede Vorstellung patriotischen oder 
nationalen Geistes. Und die Mehrheit dieses Prozentsatzes ist unfähig, ihn zu erwerben" (S. 9; 
siehe auch Breitman und Kraut [1987, S. 12] bezüglich einer Diskussion von Carrs 
Antisemitismus). Konsularberichte warnten davor, daß „es viele bolschewistische 
Sympathisanten in Polen gibt" (S. 11). In ähnlicher Weise zitierte Senator McKellar im Senat den 
Bericht, daß 3.000.000 Polen auswandern würden, wenn es ein ausreichend großes Schiff gäbe. 
Er sagte auch, daß „das Joint Distribution Committee, ein amerikanisches Komitee, das 
Hilfsdienste unter den Hebräern in Polen leistet, monatlich mehr als eine Million Dollar 
amerikanischen Geldes allein in diesem Land verteilt. Es zeigt sich auch, daß hundert Millionen 
Dollar pro Jahr eine konservative Schätzung des Geldes ist, das per Post, über die Banken und 
durch die Hilfsorganisationen von Amerika nach Polen geschickt wird. Dieser goldene Strom, der 
von Amerika nach Polen fließt, macht praktisch jeden Polen wild danach, in das Land zu gehen, 
aus dem solch wunderbarer Reichtum kommt" (Cong. Rec, 19. Feb. 1921, S. 3456). 



Als weiterer Hinweis auf das Hervorstechen der polnisch-jüdischen Einwanderungsangelegenheit 
widmet der 1921 vom Außenministerium an Albert Johnson, den Vorsitzenden des Komitees 
über Einwanderung und Einbürgerung übermittelte Brief über Ausländervisa mehr als viermal 
soviel Raum der Situation in Polen als jedem anderen Land. Der Bericht hob die Aktivitäten der 
polnisch-jüdischen Zeitung „Der Emigrant" bei der Förderung der Auswanderung polnischer 
Juden in die Vereinigten Staaten hervor sowie die Aktivitäten der Hebrew Sheltering and 
Immigrant Society und wohlhabender Privatleute aus den Vereinigten Staaten bei der 
Ermöglichung der Einwanderung mittels Geld und Erledigung von Papierkram. (Es gab in der 
Tat ein großes Netzwerk von Agenten in Osteuropa, die unter Verletzung von US-Gesetzen „ihr 
Bestes taten, um das Geschäft durch Anlockung so vieler Auswanderer wie möglich 
anzukurbeln" [Nadell 1984, S. 56].) Der Bereicht hielt auch die schlechte Verfassung dieser 
zukünftigen Einwanderer fest. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es nur zu offensichtlich, daß sie 
subnormal sein müssen, und ihr normaler Zustand ist von sehr niedrigem Standard. Sechs Jahre 
Krieg und Wirren und Hungersnot und Pestilenz haben ihre Körper gepeinigt und ihre Mentalität 
verdreht. Die Älteren sind in einem beträchtlichen Ausmaß verfallen. Minderjährige sind unter 
Verlust dieser ganzen Zeitperiode ihrer gebührenden Entwicklung erwachsen geworden, und zu 
häufig unter Aneignung pervertierter Ideen, die Europa seit 1914 überschwemmt haben 
[vermutlich eine Bezugnahme auf radikale politische Ideen, die in dieser Gruppe üblich waren, 
siehe unten]" (Cong. Rec, 20. April 1921, S. 498). 

Der Bericht stellte auch fest, daß Artikel in der Warschauer Presse berichtet hätten, daß 
„Propaganda zugunsten unbeschränkter Einwanderung" geplant sei, einschließlich 
Feierlichkeiten in New York, die darauf abzielen, die Beiträge der Einwanderer zur Entwicklung 
der Vereinigten Staaten zu zeigen. Die Berichte für Belgien (dessen Auswanderer aus Polen und 
der Tschechoslowakei stammten) und Rumänien hoben ebenfalls die Bedeutung von Juden als 
zukünftige Einwanderer hervor. In einer Erwiderung darauf behauptete der Kongreßabgeordnete 
Isaac Siegel, daß der Bericht „von gewissen Offiziellen bearbeitet und ausgebessert" worden sei 
und merkte an, daß der Bericht keine Länder mit größeren Einwandererzahlen als Polen 
erwähnte. (Zum Beispiel gab es in dem Bericht keine Erwähnung Italiens) Ohne es ausdrücklich 
zu sagen („Ich überlasse es jedem Mann im Repräsentantenhaus, daraus seine eigenen Schlüsse 
und Folgerungen zu ziehen" [Cong. Rec, 20. April 1921, S. 504]), wurde damit unterstellt, daß 
der Fokus auf Polen durch Antisemitismus bewirkt worden sei. 

Der Mehrheitsbericht des Repräsentantenhauses (unterzeichnet von 15 seiner 17 Mitglieder, 
wobei nur die Abgeordneten Dickstein und Sabath nicht unterschrieben) betont auch die jüdische 
Rolle bei der Definierung des intellektuellen Kampfes in Begriffen der nordischen Überlegenheit 
und „amerikanischer Ideale" anstatt in Begriffen eines ethnischen Status quo, der in Wirklichkeit 
vom Komitee bevorzugt wurde: 

Der Aufschrei wegen Diskriminierung ist, wie das Komitee glaubt, fabriziert und von speziellen 
Vertretern rassischer Gruppen aufgebaut, unterstützt von Fremden, die in Wirklichkeit im 
Ausland leben. Mitglieder des Komitees haben einen Bericht in der „Jewish Tribüne" (New 
York) vom 8. Februar 1924 über ein Abschiedsessen für Mr. Israel Zangwill bemerkt, in dem es 
heißt: 

„Mr. Zangwill sprach hauptsächlich über die Einwanderungsfrage und erklärte, daß es keine 
Einschränkungen geben würde, wenn die Juden auf einer energischen Opposition gegen 
beschränkte Einwanderung beharrten. ,Wenn ihr genug Wirbel gegen diesen nordischen Unsinn 
macht', sagte er, , werdet ihr dieses Gesetz zu Fall bringen. Ihr müßt gegen diese Gesetzesvorlage 



kämpfen; sagt ihnen, daß sie amerikanische Ideale zerstören. Die meisten Befestigungen sind aus 
Karton, und wenn ihr dagegen drückt, geben sie nach.'" 

Das Komitee hat nicht das Gefühl, daß die mit dieser Gesetzesvorlage beabsichtigten 
Beschränkungen gegen die Juden gerichtet sind, denn diese können innerhalb der Quoten aus 
jedem Land kommen, in dem sie geboren wurden. Das Komitee ist nicht auf der Erwünschtheit 
eines „nordischen" oder sonstigen bestimmten Einwanderertyps herumgeritten, sondern hat 
standhaft an der Absicht der Sicherung einer starken Beschränkung festgehalten, wobei die 
Quoten so aufgeteilt waren, daß die Länder, aus denen in den zwei Jahrzehnten vor dem 
Weltkrieg die meisten gekommen waren, eingebremst wurden, damit die Vereinigten Staaten ihr 
Bevölkerungsgleichgewicht wiederherstellen können. Die fortgesetzte Anschuldigung, daß das 
Komitee eine „nordische" Rasse aufgebaut und seine Anhörung diesem Zweck gewidmet hätte, 
ist Teil eines absichtlich fabrizierten Angriffes, denn tatsächlich hat das Komitee nichts 
dergleichen getan (House Rep. 350, 1924, S. 16). 

In der Tat fällt einem beim Lesen der Kongreßdebatte von 1924 auf, wie selten das Thema der 
nordischen Rasseüberlegenheit von jenen aufgebracht wird, die für das Gesetz sind, während 
buchstäblich alle Antirestriktionisten dieses Thema aufgegriffen haben. 10 Nach einem besonders 
farbigen Kommentar gegen die Theorie der nordischen Rasseüberlegenheit merkte der 
Restriktionistenführer Albert Johnson an: „Ich möchte gern im Namen des Komitees sagen, daß 
dieses Komitee sich während der anstrengenden Zeit der Anhörungen vorgenommen hat, die 
nordische These oder Rassenangelegenheiten nicht zu diskutieren" (Cong. Rec, 8. April 1924; S. 
5911). Zuvor hatte Johnson während der Anhörungen zur Gesetzesvorlage als Antwort auf die 
Kommentare von Rabbi Stephen S. Wise, der den AJCongress repräsentierte, bemerkt: „Ich mag 
es nicht, ständig unter die Annahme eines Rassenvorurteils gestellt zu werden, wenn das eine, das 
ich seit elf Jahren versucht habe, die Befreiung meiner selbst von Rassenvorurteilen war, wenn 
ich überhaupt welche hatte." 11 Mehrere Restriktionisten wiesen ausdrücklich die Theorie der 
nordischen Rasseüberlegenheit zurück, einschließlich der Senatoren Bruce (S. 5955) und Jones 
(S. 6614) und der Kongreßabgeordneten Bacon (S. 5902), Byrnes (S. 5653), Johnson (S. 5648), 
McLoed (S. 5675-6), McReynolds (S. 5855), Michener (S. 5909), Miller (S. 5883), Newton (S. 
6240); Rosenbloom (S. 5851), Vaile (S. 5922), Vincent (S. 6266), White, (S. 5898), und Wilson 
(S. 5671; alle Verweise auf Cong. Rec, April 1924). 

Es ist bemerkenswert, daß es in der Kongreßdebatte Hinweise darauf gibt, daß Abgeordnete aus 
dem fernen Westen wegen der Kompetenz japanischer Einwanderer und der drohenden 
Konkurrenz durch sie besorgt waren, und ihre Rhetorik wies darauf hin, daß sie die Japaner als 
rassisch gleichwertig oder überlegen betrachteten, nicht als minderwertig. Zum Beispiel sagte 
Senator Jones, daß „wir zugeben, daß sie [die Japaner] so fähig sind wie wir, daß sie so 
fortschrittlich sind wie wir, daß sie so ehrlich sind wie wir, daß sie so klug sind wie wir, und daß 
sie uns in allem gleich sind, was eine große Nation und Volk ausmacht (Cong. Rec, 18. April 
1924, S. 6614); der Abgeordnete MacLafferty betonte die japanische Dominanz gewisser 
landwirtschaftlicher Märkte (Cong. Rec. 5. April 1924, S. 5681), und der Abgeordnete Lea 
erwähnte ihre Fähigkeit, „ihren amerikanischen Konkurrenten zu verdrängen" (Cong. Rec. 5. 
April 1924, S. 5697). Der Abgeordnete Miller beschrieb den Japaner als „einen unerbittlichen 
und unbesiegbaren Konkurrenten unseres Volkes, wo immer er sich hinbegibt" (Cong. Rec. 8. 
April 1924, S. 5884); siehe auch die Kommentare der Abgeordneten Gilbert (Cong. Rec. 12. 
April 1924, S. 6261) Raker (Cong. Rec. 8. April 1924, S. 5892} und Free (Cong. Rec. 8. April 
1924, S. 5924ff). 



Weiters waren, während das Thema der jüdisch-nichtjüdischen Ressourcenkonkurrenz während 
der Kongreßdebatten nicht zur Sprache kam, die Quoten für die Zulassung von Juden zu den 
Universitäten der Ivy League ein sehr herausragendes Thema für die Juden dieser Zeit. Das 
Quotenthema wurde in den jüdischen Medien stark publiziert, und der Fokus der Aktivitäten 
jüdischer Selbstverteidigungsorganisationen wie der ADL (siehe z. B. die Erklärung der ADL, 
die in „The American Hebrew" vom 29. Sept. 1922, S. 536 veröffentlicht wurde). Einige 
Gesetzgeber mögen daher an die jüdisch-nichtjüdische Ressourcenkonkurrenz gedacht haben. In 
der Tat war Präsident A. Lawrence Lowell von Harvard der nationale Vizepräsident der 
Immigration Restriction League wie auch ein Befürworter von Quoten für die Aufnahme von 
Juden in Harvard (Symott 1986, 238), was nahe legt, daß die Ressourcenkonkurrenz mit einer 
intellektuell überlegenen jüdischen Gruppe zumindest für einige prominente Restriktionisten ein 
Thema war. 

Es ist wahrscheinlich, daß anti-jüdische Animositäten im Zusammenhang mit 
Ressourcenkonkurrenz weit verbreitet waren. Higham schreibt vom „starken Druck, den die 
Juden als besonders ehrgeiziges Einwanderervolk auf einige der überfüllteren Sprossen der 
sozialen Leiter ausübten" (Higham 1984, 141). Ab dem neunzehnten Jahrhundert gab es in 
Patrizierkreisen ein ziemlich hohes Niveau verdeckten und offenen Antisemitismus' infolge der 
sehr schnellen Aufwärtsmobilität von Juden und ihres Konkurrenzdrangs. Im Zeitraum vor dem 
Ersten Weltkrieg bestand die Reaktion der nichtjüdischen Machtstruktur in der Schaffung 
gesellschaftlicher Register und der Betonung der Genealogie als Ausschlußmechanismen; 
„Kriterien, die nicht allein durch Geld zu erfüllen waren" (Higham 1984, S. 104ff, 127). Während 
dieser Zeitperiode beschrieb Edward A. Ross (1914, 164) die Abneigung der NichtJuden 
dagegen, „sich auf eine erniedrigende und würdelose Drängelei einlassen zu müssen, um ihr 
Gewerbe oder ihre Kunden gegen die jüdischen Invasoren zu behalten", was auf eine ziemlich 
verbreitete Sorge wegen der wirtschaftlichen Konkurrenz durch Juden schließen läßt. Versuche 
zur Ausschließung aus einem breiteren Bereich von Gebieten wurden in den 1920ern gesteigert 
und erreichten ihren Höhepunkt während der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Großen 
Depression (Higham 1984, S. 131ff). 

Die einzigen Kommentare, die ich jedoch in den Kongreßdebatten von 1924 über eine Besorgnis 
wegen jüdisch-nichtjüdischer Ressourcenkonkurrenz (wie auch über die Besorgnis, daß die 
Interessen jüdischer Intellektueller nicht dieselben sind wie die ihrer nichtjüdischen 
Entsprechungen) finden konnte, sind die folgenden des Abgeordneten Wefald: 

„Ich für meinen Teil fürchte mich nicht vor den radikalen Ideen, die manche mitbringen könnten. 
Ideen kann man sowieso nicht draußenhalten, aber die Führerschaft unseres intellektuellen 
Lebens in vielen seiner Phasen ist in die Hände dieser schlauen Neuankömmlinge gelangt, die 
keine Sympathie für unsere alten amerikanischen Ideale oder jene Nordeuropas haben, die unsere 
Schwächen aufspüren und an sie appellieren und reich werden durch die Bärendienste, die sie uns 
erweisen. 

Unser ganzes System des Amüsements ist von Männern übernommen worden, die auf dem 
Wellenkamm der süd- und osteuropäischen Einwanderung hierherkamen. Sie produzieren unsere 
schrecklichen Filmgeschichten, sie komponieren unsere Jazzmusik und verabreichen sie uns, sie 
schreiben viele der Bücher, die wir lesen, und geben unsere Magazine und Zeitungen heraus." 
(Cong. Rec., 12. April 1924, S. 6272). 



Die Einwanderungsdebatte erfolgte auch inmitten der Diskussion in den jüdischen Medien über 
Thorsten Veblens berühmten Essay „The Intellectual Pre-eminence of Jews in Modern Europe" 
(„Die intellektuelle Vorrangstellung der Juden im modernen Europa", beginnend mit 10. 
September 1920 als Fortsetzungen in „The American Hebrew" erschienen). In einem Leitartikel 
vom 13. Juli 1923 (S. 177) erwähnte „The American Hebrew", daß Juden unter den Begabten in 
Louis Termans Studie über begabte Kinder überproportional vertreten waren, und bemerkte dazu: 
„Diese Tatsache muß die sogenannten Nordischen zu bitterem, wenngleich vergeblichem 
Nachdenken veranlassen." Der Leitartikel erwähnte auch, daß Juden unter den 
Stipendiengewinnern bei vom Staat New York gesponserten Wettbewerben überrepräsentiert 
waren. Er wies auch spitz darauf hin, daß „die Nordischen vielleicht zu stolz sind, um sich um 
diese Ehren zu bemühen. In jedem Fall ist die Liste der Gewinner dieser begehrten Stipendien, 
die gerade vom Bildungsministerium in Albany verlautbart wurde, nicht im mindesten nordisch, 
sie liest sich wie eine Konfirmationsliste eines Tempels." Es gibt in der Tat Hinweise, daß Juden, 
wie die Ostasiaten, einen höheren IQ haben als Kaukasier (Lynn, 1987; MacDonald, 1994; 
Rushton, 1995). 

Das gebräuchlichste Argument, das von jenen vorgebracht wurde, die für das Gesetz waren, und 
das sich im Mehrheitsbericht widerspiegelt, ist das Argument, daß die Quoten im Interesse der 
Fairness gegenüber allen Volksgruppen die relative ethnische Zusammensetzung des ganzen 
Landes widerspiegeln sollten. Restriktionisten führten an, daß der Zensus von 1890 gewählt 
wurde, weil die Prozentanteile der im Ausland Geborenen verschiedener Volksgruppen in diesem 
Jahr anähernd der allgemeinen Zusammensetzung des Landes im Jahr 1920 entsprachen. Senator 
Reed aus Pennsylvania und Kongreßabgeordneter Rogers aus Massachusetts schlugen vor, 
dasselbe Ergebnis zu erzielen, indem man die Quoten direkt auf die nationale Herkunft aller 
Menschen im Land laut dem Zensus von 1920 stützte, und dies wurde schließlich in das Gesetz 
übernommen. Der Abgeordnete Rogers argumentierte: „Gentlemen, Sie können diesem Prinzip 
nicht widersprechen, weil es fair ist. Es diskriminiert nicht zugunsten von irgendjemandem, und 
es diskriminiert nicht gegen irgendjemanden" (Cong. Rec. 8. April 1924; S. 5847). Senator Reed 
bemerkte: „Die Absicht der meisten von uns, wie ich denke, bei der Änderung der Quotenbasis 
ist die Beendigung der Diskriminierung gegen die hier geborenen Einheimischen und gegen die 
Gruppe unserer Bürger, die aus Nord- und Westeuropa kamen. Ich denke, das gegenwärtige 
System diskriminiert zugunsten Südosteuropas (Cong. Rec, 16. April 1924; S. 6457) (d. h.., weil 
46 % der Quoten nach dem Gesetz von 1921 an Ost- und Südeuropäer gingen, als sie weniger als 
12 % der Bevölkerung ausmachten). 

Betrachten Sie die folgende Aussage des Abgeordneten William N. Vaile aus Colorado, einem 
der prominentesten Restriktionisten, als Beispiel zur Illustrierung des grundsätzlichen 
Arguments, das ein legitimes Interesse an der Beibehaltung des ethnischen Status quo geltend 
macht, ohne rassische Überlegenheit in Anspruch zu nehmen: 

„Lassen Sie mich hier betonen, daß die Restriktionisten des Kongresses nicht behaupten, daß die 
nordische Rasse, oder auch nur die angelsächsische Rasse, die beste der Welt ist. Geben wir in 
aller Fairness zu, daß der Tscheche ein robusterer Arbeiter ist, mit einem sehr niedrigen 
Prozentsatz von Kriminalität und Geisteskrankheit, daß der Jude der beste Geschäftsmann der 
Welt ist, und daß der Italiener ein spirituelles Gespür und einen künstlerischen Sinn hat, was die 
Welt sehr bereichert hat und in der Tat uns bereichert hat, eine spirituelle Begeisterung und ein 
künstlerisch-kreatives Gespür, das die nordische Rasse selten erlangt. Die Nordischen brauchen 
nicht eitel zu sein wegen ihrer eigenen Qualifikationen. Es ziemt sich für sie, bescheiden zu sein. 



Was wir jedoch in Anspruch nehmen, ist, daß die nordeuropäische und insbesondere die 
angelsächsische Rasse dieses Land geschaffen hat. Oh ja, die anderen haben dabei geholfen. Aber 
das ist schon alles. Sie kamen in dieses Land, weil es bereits als angesächsisches Gemeinwesen 
geschaffen war. Sie haben dazu beigetragen, sie haben es oft bereichert, aber sie haben es nicht 
geschaffen, und sie haben es nicht sehr verändert. Wir sind entschlossen, daß sie das nicht sollen. 
Es ist ein gutes Land. Es gefällt uns so. Und wir versichern, daß wir es an niemand anderen 
übergeben werden oder anderen Leuten ungeachtet ihrer Verdienste erlauben werden, es zu etwas 
anderem zu machen. Wenn daran irgendetwas zu verändern ist, dann werden wir das selber tun." 
(Cong. Rec. 8. April 1924; S. 5922). 

Die Debatte im Repräsentantenhaus illustrierte auch die höchst hervorstechende Rolle jüdischer 
Gesetzgeber bei der Bekämpfung des Restriktionismus. Der Abgeordnete Robison hob den 
Abgeordneten Sabath als den Führer der antirestriktionistischen Bestrebungen heraus, und ohne 
irgendeinen anderen Restriktionsgegner zu erwähnen, fokussierte er sich auch auf die 
Abgeordneten Jacobstein, Celler und Perlman als diejenigen, die gegen jede Einschränkung der 
Einwanderung waren (Cong. Rec. 5. April 1924, S. 5666). Der Abgeordnete Blanton, der sich 
über die Schwierigkeit beklagte, restriktionistische Gesetze im Kongreß durchzubringen, 
bemerkte: „Wenn zumindest 65 Prozent der Stimmung in diesem Haus nach meinem Urteil dafür 
ist, fünf Jahre lang alle Ausländer auszuschließen, warum bringen wir das nicht in Gesetzesform? 
Hat Bruder Sabath solch einen enormen Einfluß auf uns, daß er uns in dieser Sache niederhält?" 
(Cong. Rec. 5. April 1924, S. 5685). Der Abgeordnete Sabath erwiderte: „Da könnte etwas dran 
sein." Zusätzlich weisen die folgenden Kommentare des Abeordneten Leavitt darauf hin, wie 
sehr die jüdischen Kongreßabgeordneten ihren Gegnern während der Debatte ins Auge fielen: 

„Der Instinkt zur nationalen und rassischen Selbsterhaltung ist nichts, was man verdammen 
müßte, wie hier zur Einschüchterung versucht worden ist. Niemand sollte den Wunsch der 
Amerikaner, Amerika als amerikanisch zu bewahren, besser verstehen können als der Gentleman 
aus Illinois [Mr. Sabath], der den Angriff gegen diese Maßnahme anführt, oder die Gentlemen 
aus New York, Mr. Dickstein, Mr. Jacobstein, Mr. Celler, und Mr. Perlman. Sie sind von dem 
einen großen historischen Volk, das die Identität seiner Rasse durch die Jahrhunderte bewahrt 
hat, weil es aufrichtig daran glaubt, ein auserwähltes Volk zu sein, mit bestimmten Idealen, die 
erhalten werden sollen, und das weiß, daß der Verlust der rassischen Identität eine Veränderung 
der Ideale bedeutet. Diese Tatsache sollte es ihnen und der Mehrheit der aktivsten Gegner dieser 
Maßnahme in der Wortdebatte leicht machen, unseren Standpunkt anzuerkennen und 
nachzuempfinden, der nicht so extrem ist wie der ihrer eigenen Rasse, sondern nur verlangt, daß 
die Beimischung anderer Völker nach Art, Verhältnis und Menge nur so beschaffen sein soll, daß 
sie die rassischen Eigenschaften nicht schneller verändert, als es Assimilation der Ideen über 
Regierung als auch des Blutes geben kann." (Cong. Rec, 12. April 1924; S. 6265-6266) 

Die Ansicht, daß Juden eine starke Tendenz hatten, gegen eine genetische Assimilation mit 
umgebenden Gruppen zu sein, war auch bei anderen Beobachern vorhanden und war ein 
Bestandteil des zeitgenössischen Antisemitismus (siehe Singerman 1986, S. 110-111). Die 
jüdische Vermeidung von Exogamie hatte sicherlich eine Basis in der Realität (MacDonald 1994, 
Kap. 2-4). In der Tat ist es bemerkenswert, daß es sogar unter den liberaleren Segmenten des 
amerikanischen Judentums im frühen zwanzigsten Jahrhunderts eine starke Opposition gegen 
Mischehen gab, und gewiß unter den weniger liberalen Segmenten, die von der großen Mehrheit 
der orthodoxen Einwanderer aus Osteuropa repräsentiert wurden, die zur großen Mehrheit des 
amerikanischen Judentums geworden waren. Zum Beispiel war der prominente Reformführer des 



neunzehnten Jahrhunderts David Einhorn ein lebenslanger Gegner gemischter Ehen und weigerte 
sich, bei solchen Zeremonien die Trauung vorzunehmen, selbst wenn man ihn dazu drängte 
(Meyer 1988, 247). Einhorn war auch ein überzeugter Gegner der Konversion von NichtJuden 
zum Judentum, wegen der Auswirkungen auf die „rassische Reinheit" des Judentums (Levenson 
1989, 331). In ähnlicher Weise war der einflußreiche Reformintellektuelle Kaufman Kohler 
ebenfalls ein leidenschaftlicher Gegner gemischter Ehen. In einer Anschauung, die höchst 
kompatibel mit Horace Kallens Multikulturalismus ist, kam Kohler zum Schluß, daß Israel 
separat bleiben und Mischehen vermeiden muß, bis es die Menschheit in eine Ära des universalen 
Friedens und der Bruderschaft unter den Rassen führt (Kohler 1918, 445-446). Die negative 
Einstellung zur Mischehe wurde durch Umfrageergebnisse bestätigt. Eine Umfrage von 1912 
zeigte, daß nur sieben von 100 Reform-Rabbis eine gemischte Trauung vollzogen hatten, und 
eine Resolution des Central Council of American Rabbis von 1909 verkündete, daß „gemischte 
Ehen der Tradition der jüdischen Religion widersprechen und das amerikanische Rabbinat davon 
abraten sollte" (Meyer 1988, 290). Nichtjüdische Wahrnehmungen der jüdischen Einstellungen 
zu Mischehen hatten daher eine starke Basis in der Realität. 

Die Beteiligung jüdischer Einwanderer an radikaler Politik. 

Die Kongreßdebatten von 1924 reflektierten einen stark aufgeladenen Kontext, in dem jüdische 
Einwanderer aus Osteuropa weitverbreitet so wahrgenommen wurden, daß sie nicht nur 
Mischehen vermieden, sondern auch eine separatistische Kultur beibehielten und 
unverhältnismäßig an radikalen politischen Bewegungen beteiligt waren. Die Wahrnehmung des 
Radikalismus unter jüdischen Einwanderern war in jüdischen und nichtjüdischen Publikationen 
verbreitet. „The American Hebrew" schrieb in einem Leitartikel, daß „wir nicht vergessen dürfen, 
daß die Einwanderer aus Rußland und Österreich aus Ländern kommen, die vom Bolschewismus 
befallen sind, und es wird mehr als eine oberflächliche Bemühung erfordern, um gute Bürger aus 
ihnen zu machen" (in Neuringer 1971, S. 165). Die Tatsache, daß jüdische Einwanderer aus 
Osteuropa als „vom Bolschewismus befallen ... unpatriotisch, fremd, unassimilierbar" gesehen 
wurden, hatte in den 1920ern eine Welle des Antisemitismus zur Folge und trug zu den 
restriktiven Einwanderungsgesetzen jener Zeit bei (Neuringer 1971, S. 165). In Sorins Studie 
radikaler Aktivisten unter jüdischen Einwanderern (1985, 46) war mehr als die Hälfte vor ihrer 
Auswanderung in radikale Politik in Europa verwickelt, und bei denen, die nach 1900 
einwanderten, stieg der Prozentsatz auf 69 %. Jüdische Publikationen warnten vor der 
Möglichkeit des Antisemitismus als Folge der linken Haltung jüdischer Einwanderer, und die 
offizielle jüdische Gemeinde engagierte sich in „einer nahezu verweifelten ... Anstrengung, den 
Juden als hundertprozentigen Amerikaner darzustellen", indem sie z. B. an nationalen Feiertagen 
patriotische Umzüge organisierten und versuchten, die Einwanderer zum Englischlernen zu 
bringen (Neuringer, 1971, S. 167). 

In ähnlicher Weise hatte die Einwanderung osteuropäischer Juden nach England ab 1880 eine 
umgestaltende Wirkung auf die politischen Einstellungen des britischen Judentums in Richtung 
Sozialismus, Gewerkschafterei und Zionismus, oft in Kombination mit religiöser Orthodoxie und 
Hingabe an einen höchst separatistischen, traditionellen Lebensstil (Alderman, 1983; S. 47ff). 
Die etablierteren jüdischen Organisationen hatten schwer zu tun, das wohlbegründete Image 
jüdischer Einwanderer als zionistische, religiös orthodoxe politische Radikale zu bekämpfen, die 
sich während des Ersten Weltkriegs weigerten, zu den Streitkräften eingezogen zu werden, um 
die Feinde der offiziell antisemitischen Zarenregierung zu bekämpfen (Alderman, 1992, S. 



237ff). 



Die jüdische Alte Linke, einschließlich der Gewerkschaften, der linken Presse und der linken 
Bruderschaftsorden (die oft mit einer Synagoge in Verbindung standen), war ein Teil der 
breiteren jüdischen Gemeinde, und jüdische Mitglieder hielten typischerweise an einer starken 
jüdisch-ethnischen Identität fest (Howe 1976; Liebman 1979; Buhle 1980). Dieses Phänomen 
kam im ganzen Spektrum linker Organisationen vor, einschließlich Organisationen wie die 
Kommunistische Partei oder die Sozialistische Partei, zu deren Mitgliedern auch NichtJuden 
gehörten (Liebman, 1979, S. 267ff; Buhle 1980). 

Werner Cohn (1958, S. 621) beschreibt das allgemeine Milieu der jüdischen 
Einwanderergemeinde im Zeitraum von 1886-1920 als „einen großen radikalen Debattierklub": 

„Um 1886 war die jüdische Gemeinde in New York mit ihrer Unterstützung für den Kandidaten 
der dritten Partei (United Labor) Henry George aufgefallen, des Theoretikers der Einzelsteuer. 
Von da an waren die jüdischen Bezirke in New York und anderswo berühmt für ihre radikalen 
Wahlgewohnheiten. Die Lower East Side suchte sich als ihren Kongreßabgeordneten wiederholt 
Meyer London aus, den einzigen New Yorker Sozialisten, der je in den Kongreß gewählt wurde. 
Und viele Sozialisten kamen aus jüdischen Bezirken in die State Assembly in Albany. In der 
Bürgermeisterwahlkampagne von 1917 wurde die Kandidatur des Sozialisten und Kriegsgegners 
Morris Hillquit von den maßgeblichsten Stimmen der jüdischen Lower East Side unterstützt: von 
den United Hebrew Trades, der International Ladies' Garment Workers' Union, und am 
wichtigsten, der sehr populären Zeitung ,Yiddish Daily Forward'. Dies war die Zeit, in der 
extreme Radikale wie Alexander Berkman und Emma Goldman Giganten in der jüdischen 
Gemeinde waren und in der fast alle der jüdischen Giganten, darunter Abraham Cahan, Morris 
Hillquit und der junge Morris R. Cohen Radikale waren. Sogar Samuel Gompers hielt es für 
notwendig, radikale Phrasen zu benutzen, wenn er vor jüdischem Publikum sprach. 
Zusätzlich stand ,The Freiheit', die von den 1920ern bis in die 1950er ein inoffizielles Organ der 
kommunistischen Partei war, im Mittelpunkt der yiddischen proletarischen Subkultur und deren 
Institutionen ... die Identität, Sinn, Freundschaft und Verständnis boten" (Liebman, 1979, S. 349- 
350). Die Zeitung verlor 1929 beträchtlich an Unterstützung in der jüdischen Gemeinde, als sie 
die Position der Kommunistischen Partei gegen den Zionismus übernahm, und um die 1950er 
herum hatte sie im wesentlichen die Wahl zwischen der Befriedigung ihrer jüdischen Seele und 
ihrem Status als kommunistisches Organ. Sie entschied sich für ersteres, in den späten 1960ern 
rechtfertigte sie die Nicht-Rückgabe der israelisch besetzten Territorien in Opposition zur Linie 
der American Communist Party. 

Die Beziehung zwischen den Juden und der American Communist Party (CPUSA) ist besonders 
interessant, weil die Besorgnis über kommunistische Subversion unter der Regie der Sowjetunion 
ein besonderes Merkmal der Einwanderungsdebatten der 1920er war, und weil ein erheblicher 
Anteil der CPUSA-Mitglieder im Ausland geboren war. 12 Ab den 1920ern spielten Juden mit 
osteuropäischem Hintergrund eine sehr prominente und unverhältnismäßige Rolle in der CPUSA 
(Klehr, 1978, S. 37ff). Bloß die Prozentanteile jüdischer Führer zu zitieren, zeigt wahrscheinlich 
nicht angemessen das Ausmaß des jüdischen Einflusses in der CPUSA an, nachdem aktive 
Anstrengungen unternommen wurden, NichtJuden als eine Art „Schaufensterdekoration" zu 
rekrutieren, um das Ausmaß des jüdischen Einflusses in der Bewegung zu verbergen (Klehr, 
1978, S. 40; Rothman & Lichter, 1982, S. 99). 



Klehr (1978, S. 40) schätzt, daß von 1921 bis 1961 Juden 33,5 % der Mitglieder des 
Zentralkomitees stellten, und der Anteil der Juden lag oft über 40 % (Klehr, 1978, S. 46). In den 
1920ern bestand die Mehrheit der Mitglieder der Sozialistischen Partei aus Einwanderern, und 
ein „überwältigender" (Glazer 1961, 38, 40) Prozentsatz der CPUSA bestand aus kürzlich 
Eingewanderten, von denen ein erheblicher Anteil Juden waren. Im Philadelphia der 1930er 
waren volle 72,2 % der CP-Mitglieder die Kinder jüdischer Einwanderer, die im späten 
neunzehnten Jahrhundert und im frühen zwanzigsten Jahrhundert in die Vereinigten Staaten 
gekommen waren (Lyons 1982, 71). Noch 1929 waren 90 % der Mitglieder der kommunistischen 
Partei in Philadelphia im Ausland geboren, und im Juni 1933 war die nationale Organization der 
CPUSA immer noch zu 70 % von ausländischer Geburt (Lyons 1982, 72-73). Juden waren die 
einzige im Land geborene Volksgruppe, aus der die Partei Mitglieder rekrutieren konnte. Glazer 
(1969; S. 129) stellt fest, daß bis in die 1950er die Hälfte der etwa 50.000 CPUSA-Mitglieder 
Juden waren und daß es eine sehr hohe Fluktuationsrate gab, sodaß vielleicht das Zehnfache 
dieser Zahl mit der Partei zu tun hatte, und daß es eine „gleiche oder größere Zahl gab, die 
Sozialisten der einen oder anderen Sorte waren." Buhle (1980, S. 89) schreibt über die 1920er, 
daß „von den meisten jener, die der Partei und der , Freiheit' wohlgesonnen waren, nicht mehr als 
ein paar tausend aus einer hundertmal so großen Zahl beitraten." 

Es gab auch von den 1920ern an bis während der Zeit des Kalten Krieges eine große Sorge 
innerhalb der jüdischen Gemeinde, daß die Überrepräsentation der Juden in der CPUSA zu 
Antisemitismus führen würde: „Der Kampf gegen das Stereotyp vom kommunistischen Juden 
wurde unter jüdischen Führern und Meinungsmachern in ganz Amerika buchstäblich zu einer 
Besessenheit" (Liebman 1979, S. 515), und in der Tat war die Assoziation von Juden mit der 
CPUSA ein Schwerpunkt der antisemitischen Literatur (z. B. Henry Fords „International Jew" 
[1920], John Beatys „The Iron Curtain Over America" [1951]). Als Folge davon unternahm das 
AJCommittee intensive Bemühungen, die Meinung innerhalb der jüdischen Gemeinde zu ändern, 
indem es zeigte, daß jüdische Interessen besser mit einer Befürwortung der amerikanischen 
Demokratie vereinbar waren als des Sowjetkommunismus (z. B. indem es den sowjetischen 
Antisemitismus und die sowjetische Unterstützung israelfeindlicher Nationen nach dem Zweiten 
Weltkrieg hervorhob) (Cohen, 1972, S. 347ff). 

Jüdische anti-restriktionistische Aktivitäten von 1924-1945. 

Das Herausragen der jüdischen Verwicklung in die Einwanderungspolitik der Vereinigten 
Staaten setzte sich nach dem Gesetz von 1924 fort. Besonders verwerflich war für jüdische 
Gruppen das Quotensystem nach nationaler Herkunft. Zum Beispiel erklärte ein Autor für die 
„Jewish Tribüne" 1927: „wir ... betrachten alle Maßnahmen zur Regulierung der Einwanderung 
nach Nationalität als unlogisch, ungerecht und unamerikanisch" (in Neuringer, 1971, S. 205). Der 
offenste Kritiker weiterer Einschränkungen der Einwanderung in den 1930ern (jetzt 
hauptsächlich durch die Große Depression motiviert) war der Abgeordnete Samuel Dickstein, 
und Dicksteins Vorsitzübernahme im House Immigration Committee 1931 markierte das Ende 
der Möglichkeit für Restriktionisten, weitere Verringerungen der Quoten zu erlassen (Divine, 
1957, S. 79-88). Jüdische Gruppen waren die Hauptgegner der Einschränkungen und die 
hautptsächlichen Unterstützer liberalisierterer Bestimmungen während der 1930er, während ihre 
Gegner die wirtschaftlichen Konsequenzen der Einwanderung in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit 
betonten (Divine, 1957, S. 85-88). Zwischen 1933 und 1938 legte der Abgeordnete Dickstein 
eine Anzahl von Gesetzesentwürfen vor, die auf eine Steigerung der Zahl von Flüchtlingen aus 



Nazideutschland abzielten und hauptsächlich von jüdischen Organisationen unterstützt wurden, 
aber die Restriktionisten setzten sich durch (Divine, 1957, S. 93). 

Während der 1930er waren Besorgnisse über den Radikalismus und die Unassimilierbarkeit 
jüdischer Einwanderer wie auch die Möglichkeit einer Nazi-Subversion die Hauptfaktoren, die 
die Opposition gegen eine Änderung der Einwanderungsgesetze beeinflußten (Breitman & Kraut, 
1987). Außerdem gab es in den Vereinigten Staaten der 1930er häufig Vorwürfe, daß die Juden 
in Amerika ihrem Stamm loyaler seien als ihrem Land (Breitman & Kraut, 1987, S. 87). Unter 
allen Parteien wurde klar wahrgenommen, daß die Öffentlichkeit gegen jede Änderung der 
Einwanderungspolitik war und daß die Öffentlichkeit besonders gegen jüdische Einwanderung 
war. Die Anhörungen von 1939 über das vorgeschlagene Gesetz zur Aufnahme von 20.000 
deutschen Flüchtlingskindern spielten daher das jüdische Interesse an dem Gesetz herunter. Der 
Gesetzesentwurf bezog sich auf Menschen „von jeder Rasse und Glaubensrichtung, die unter 
Bedingungen leiden, die sie dazu zwingen, in anderen Ländern Zuflucht zu suchen." 13 Der 
Gesetzesentwurf erwähnte nicht, daß Juden die Hauptnutznießer des Gesetzes wären, und dessen 
Fürsprecher betonten, daß nur annähernd 60 % der Kinder jüdisch sein würden. Die einzige 
Person, die sich zugunsten des Gesetzesentwurfs äußerte und sich als „Mitglied der jüdischen 
Rasse" indentifizierte, war „zu einem Viertel katholisch und zu drei Vierteln jüdisch", mit 
protestantischen und katholischen Nichten und Neffen, und stammte aus dem Süden, der eine 
Bastion der Stimmung gegen Einwanderung war. 14 

Auf der anderen Seite drohten Gegner des Gesetzesentwurfs damit, den sehr großen Prozentsatz 
von Juden öffentlich zu machen, der bereits nach dem Quotensystem aufgenommen wurde, 
vermutlich ein Hinweis auf die mächtige Kraft eines „virulenten und überall vorhandenen" 
Antisemitismus in der amerikanischen Öffentlichkeit (Breitman & Kraut, 1987, S. 80). Die 
Gegner merkten an, daß die nach dem Gesetzesvorschlag erlaubte Zuwanderung „zum Großteil 
von der jüdischen Rasse sein würde", und ein Anhörungszeuge sagte aus: „es erübrigt sich zu 
sagen, daß das jüdische Volk von diesem Gesetz am meisten profitieren wird" (in Divine, 1957, 
S. 100). Die Restriktionisten argumentierten in wirtschaftlichen Begriffen, z. B. indem sie häufig 
Präsident Roosevelts Äußerung in seier zweiten Inaugurationsrede zitierten: „ein Drittel einer 
Nation schlecht untergebracht, schlecht gekleidet, schlecht genährt" und indem sie große Zahlen 
bedürftiger Kinder anführten, die es bereits in den Verinigten Staaten gab. Die Hauptsorge der 
Restriktionisten war jedoch, daß der Gesetzesvorschlag ein weiterer in einer langen Reihe von 
Versuchen der Antirestriktionisten zur Entwicklung von Präzedenzfällen war, die schließlich das 
Gesetz von 1924 untergraben würden. Zum Beispiel betonte Francis Kinnecutt, Präsident der 
Allied Patriotic Societies, daß das Gesetz von 1924 auf der Idee der proportinalen Vertretung auf 
Basis der ethnischen Zusammensetzung des Landes beruht hatte. Das neue Gesetz wäre ein 
Präzedenzfall „für ähnliche unwissenschaftliche und eine Nation begüntigende Gesetzgebung als 
Reaktion auf den Druck von Gruppen fremder Nationalität oder Rasse, statt in Übereinstimmung 
mit den Bedürfnissen und Wünschen des amerikanischen Volkes." 15 

Wilbur S. Carr und andere Amtsträger des Außenministeriums spielten eine wichtige Rolle bei 
der Minimierung der Einreise jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland in den 1930ern. Der 
Staatssekretär des Außenministeriums William Phillips war ein leidenschaftlicher Antisemit mit 
beträchtlichem Einfluß auf die Einwanderungspolitik zwischen 1933-1936 (Breitman & Kraut, 
1987, S. 36). Während des ganzen Zeitraums bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges waren 
Versuche zur Förderung jüdischer Einwanderung, selbst unter dem Wissen, daß die Nazis Juden 
verfolgten, weitgehend erfolglos aufgrund eines unnachgiebigen Kongresses und der Aktivitäten 



von Bürokraten, besonders jener im Außenministerium. Die öffentliche Diskussion in 
Zeitschriften wie „The Nation" (19. Nov. 1938) und „The New Republic" (23. Nov. 1938) 
brachte Vorwürfe, daß der Restriktionismus von Antisemitismus motiviert sei, während die 
Gegner der Aufnahme großer Zahlen von Juden argumentierten, daß deren Aufnahme eine 
Zunahme des Antisemitismus zur Folge hätte. Henry Pratt Fairchild (1939, S. 344), der ein 
Restriktionist und gegenüber den Juden höchst kritisch war (siehe Fairchild, 1947), betonte die 
„mächtige Strömung der Ausländerfeindlichkeit und des Antisemitismus, die dicht unter der 
Oberfläche der amerikanischen öffentlichen Geisteshaltung verläuft, bereit, auf eine relativ 
geringfügige Provokation hin gewaltsam auszubrechen." Die öffentliche Meinung blieb standhaft 
gegen eine Erhöhung der Quoten für europäische Flüchtlinge: eine Umfrage von 1939 im 
Magazin „Fortune" (April 1939)zeigte, daß 83 % auf die folgende Frage mit „Nein" antwortete: 
„Wenn Sie ein Kongreßabgeordneter wären, würden Sie dann über ein Gesetz zur Öffnung der 
Tür der Vereinigten Staaten gegenüber einer größeren Zahl europäischer Flüchtlinge, als jetzt 
nach unseren Einwanderungsquoten aufgenommen werden, mit Ja oder Nein stimmen?" Weniger 
als 9 % antworteten mit „Ja", und der Rest hatte keine Meinung. 

Jüdische anti-restriktionistische Aktivitäten von 1946-1952. 

Obwohl die jüdischen Interessen durch das Gesetz von 1924 eine Niederlage erlitten, „wurmte 
der diskriminierende Charakter des Reed-Johnson-Gesetzes weiterhin alle Sektoren des 
amerikanisch-jüdischen Meinungsspektrums" (Neuringer, 1971, 196). Während dieses Zeitraums 
wiederholte ein Artikel von Will Maslow (1950) in „Congress Weekly" den Glauben, daß die 
restriktiven Einwanderungsgesetze absichtlich auf Juden abzielten: „Nur eine Art von Gesetzen, 
Einwanderungsgesetze, die sich auf Fremde außerhalb des Landes beziehen, unterliegt nicht den 
verfassungsmäßigen Garantien, und selbst hier mußte die Feindseligkeit gegen die jüdische 
Einwanderung mit einem raffinierten Quotensystem verkleidet werden, in dem die Berechtigung 
auf dem Geburtsort beruhte statt auf der Religion." 

Das jüdische Anliegen, das ethnische Gleichgewicht der Vereinigten Staaten zu ändern, ist in den 
Debatten über die Einwanderungsgesetze während der Ära nach dem Zweiten Weltkrieg 
offenkundig. 1948 übergab das AJCommittee dem Senatsunterkomitee eine Erklärung, die 
gleichzeitig die Wichtigkeit der materiellen Interessen der Vereinigten Staaten bestritt wie auch 
ihre Verpflichtung zur Einwanderung aller Rassen bekräftigte: 

„Amerikanismus soll nicht an Gesetzestreue gemessen werden, oder am Bildungseifer, oder am 
Alphabetisierungsgrad, oder irgendeiner dieser Eigenschaften, in denen Einwanderer vielleicht 
die Einheimischen übertreffen. Amerikanismus ist der Geist hinter dem Willkommen, das 
Amerika traditionellerweise den Menschen aller Rassen, Religionen und Nationalitäten 
entgegengebracht hat" (in Cohen 1972, S. 369). 

1945 legte der Abgeordnete Emanuel Celler einen Gesetzesvorschlag zur Beendigung der 
Ausschließung von Chinesen vor, der symbolische Quoten für Chinesen vorsah, und 1948 
verurteilte das AJCommittee die Rassenquoten für Asiaten (Divine, 1957, S. 155). Andererseits 
hegten jüdische Gruppen in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg eine Gleichgültigkeit oder 
sogar Feindseligkeit gegenüber der Einwanderung von NichtJuden aus Europa (einschließlich 
Südeuropa) (Neuringer, 1971, S. 356, 367-369, 383). Daher sagten die jüdischen Sprecher 
während der ersten Anhörungen überhaupt nicht aus, in denen es um Notgesetze ging, die die 
Einwanderung einer begrenzten Zahl von Deutschen, Italienern, Griechen und Holländern, von 
Flüchtlingen vor dem Kommunismus und einer kleinen Zahl von Polen, Orientalen und Arabern 



erlaubten. Als jüdische Sprecher schließlich aussagten (teils deswegen, weil eine kleine Zahl der 
Kommunismusflüchtlinge Juden waren), nutzten sie die Gelegenheit, sich wieder einmal auf ihre 
Verdammung der Bestimmungen über nationale Herkunft nach dem Gesetz von 1924 zu 
konzentrieren. 

Die jüdische Beteiligung an der Gegnerschaft zu den Restriktionen in dieser Zeitperiode war 
teilweise motiviert von Versuchen, Präzedenzfälle zu etablieren, durch die das Quotensystem 
umgangen würde, und teilweise von Versuchen, die Einwanderung von Juden aus Osteuropa zu 
steigern. Das Citizen's Committee on Displaced Persons, das Gesetze zur Aufnahme von 400.000 
Flüchtlingen als Einwanderer außerhalb der Quoten über einen Zeitraum von vier Jahren 
befürwortete, wurde hauptsächlich vom AJCommittee und anderen jüdischen Spendern finanziert 
(siehe Cong. Rec, 15. Oktober 1949, S. 14647-14654; Neuringer 1971, S. ii) und beschäftigte 
einen Stab von 65 Leuten. Zeugen, die gegen den Gesetzesentwurf aussagten, beschwerten sich, 
daß dieser ein Versuch sei, das ethnische Gleichgewicht der Vereinigten Staaten zu 
unterwandern, das durch das Gesetz von 1924 geschaffen worden war (Divine 1957, S. 117). In 
weiterer Folge stellte der Gesetzesentwurf, wie er aus dem Subkomitee kam, jüdische Interessen 
nicht zufrieden, weil er ein Stichdatum vorsah, das Juden ausschloß, die nach dem Zweiten 
Weltkrieg aus Europa ausgewandert waren, einschließlich Juden, die vor dem polnischen 
Antisemitismus geflohen waren. Das Subkomitee des Senats „betrachtete die Übersiedlung von 
Juden und anderen Flüchtlingen aus Osteuropa nach 1945 als außerhalb des 
Hauptproblembereichs fallend und unterstellte, daß dieser Exodus eine geplante Migration sei, 
die von jüdischen Organen in den Vereinigten Staaten und Europa organisiert wurde" (Senate 
Report No. 950 [1948], S. 15-16). 

Jüdische Vertreter führten den Angriff gegen die Gesetzesvorlage (Divine 1957, S. 127), von der 
der Abgeordnete Emanuel Celler sagte, sie sei „schlimmer als gar kein Gesetz. Alles, was es tut, 
ist ... Juden auszuschließen" (in Neuringer, 1971, S. 298; siehe auch Divine, 1957, S. 127). Als 
er die Gesetzesvorlage widerstrebend unterzeichnete, bemerkte Präsident Truman, daß das 
Stichdatum 1945 „in kaltschnäuziger Weise Vertriebene von jüdischem Glauben diskriminiert" 
(Interpreter Releases, 25 [July 21, 1948], S. 252-254). Andererseits stellte Senator Chapman 
Revercomb fest: „Es ist keine Unterscheidung, bestimmt keine Diskriminierung irgendwelcher 
Personen aufgrund ihrer Religion oder Rasse beabsichtigt, aber es werden Unterscheidungen 
getroffen unter jenen Personen, die in der Tat Vertriebene sind und die am längsten in Lagern 
gewesen sind und Vorrang genießen" (Cong. Rec. 26. Mai 1948, S. 6793). In seiner Analyse 
schlußfolgert Divine (1957, S. 143) daß das ausdrückliche Motiv der Restriktionisten, die 
Beschränkung des Programms auf jene Personen, die im Verlauf des Krieges vertrieben wurden, 
eine berechtigte Erklärung für diese Bestimmungen zu sein scheint. Die Tendenz jüdischer 
Gruppen, die Ausschließung so vieler ihrer Glaubensgenossen antisemitscher 
Voreingenommenheit zuzuschreiben, ist verständlich; jedoch führen einen die extremen 
Diskriminierungsvorwürfe während der Präsidentschaftskampagne von 1948 zu dem Verdacht, 
daß der nördliche Flügel der Demokratischen Partei dieses Thema benutzte, um die Stimmen von 
Mitgliedern aus Minderheitengruppen anzuziehen. Sicherlich weist Trumans angesichts der 
Zurückweisung von Katholiken getroffene Behauptung, daß das Gesetz von 1948 antikatholisch 
sei, darauf hin, daß die politische Zweckmäßigkeit eine Menge mit der Betonung des 
Diskriminierungsthemas zu tun hatte. 

Im Nachspiel zu dieser Gesetzesvorlage veröffentlichte das Citizens Committee on Displaced 
Persons einen Bericht, der das Gesetz als „von Haß und Rassismus charakterisiert" etikettierte, 



und jüdische Organisationen verurteilten einstimmig das Gesetz (Divine, 1957, S. 131). Nach den 
Wahlen von 1948, die einen demokratischen Kongreß und einen mit ihm sympathisierenden 
Präsidenten Truman zur Folge hatten, legte der Abgeordnete Celler einen Gesetzesentwurf ohne 
das Stichdatum 1945 vor, aber nachdem der Entwurf vom Kongreß verabschiedet worden war, 
scheiterte er im Senat aufgrund der Opposition von Senator Pat McCarran. Während der 
Anhörungen bemerkte McCarran, daß das Citizens Committee über $ 800.000 für das Lobbying 
zugunsten eines liberalisierten Gesetzesentwurfs ausgegeben hatte, mit dem Ergebnis, „daß über 
die Länge und Breite dieser Nation eine Kampagne aus Fehlinterpretationen und Falschheiten 
verbreitet worden ist, die viele auf das Gemeinwohl bedachte und wohlmeinende Bürger und 
Organisationen irregeführt hat" (Cong. Rec, April 26, 1949, S. 5042-5043). Nach der Niederlage 
erhöhte das Citizen's Committee die Ausgaben auf über $ 1.000.000 und hatte Erfolg beim 
Durchbringen eines Gesetzesentwurfs, der vom Abgeordneten Celler vorgelegt wurde und als 
Stichdatum 1949 vorsah, das Juden nicht diskriminierte, aber ethnische Deutsche weitgehend 
ausschloß, die aus Osteuropa vertrieben worden waren. In einer seltsamen Wendung der Debatte 
beschuldigten jetzt die Restriktionisten die Antirestriktionisten der ethnischen 
Voreingenommenheit (z. B. Senator Eastland, Cong. Rec. 5. April 1950, S. 2737; Senator 
McCarran, Cong. Rec. 5. April 1950, S. 4743). 

Zu einer Zeit, als es keine Ausbrüche von Antisemitismus in anderen Teilen der Welt gab, die 
eine dringende Notwendigkeit für jüdische Einwanderung geschaffen hätten, und bei 
Vorhandensein von Israel als sichere Zuflucht für Juden, lehtnen jüdische Organisationen die 
Fortsetzung der Bestimmungen über die nationale Herkunft aus dem Gesetz von 1924 durch das 
McCarran-Walter-Gesetz von 1952 weiterhin energisch ab (Neuringer 1971, S. 337ff). 
Tatsächlich merkte der Distriktsberufungsrichter Simon H. Rifkind, als er sich im Namen eines 
weiten Spektrums jüdischer Organisationen gegen den McCarran-Walter-Entwurf äußerte, 
leidenschaftlich an, daß die jüdischen Ansichten über die Einwanderungsgesetze aufgrund der 
internationalen Situation und teilweise wegen der Existenz Israels als sichere Zuflucht für Juden 
„nicht auf der Bedrängnis unserer Glaubensgenossen beruhen, sondern auf der Auswirkung, die 
Einwanderungs- und Einbürgerungsgesetze auf Klima und Qualität des amerikanischen Lebens 
hier in den Vereinigten Staaten haben." 16 Die Argumente wurden jetzt typischerweise in 
Begriffen „demokratischer Prinzipien und der Sache der internationalen Freundschaft" formuliert 
(Cohen 1972, S. 368), wobei die stillschweigende Theorie die war, daß die Prinzipien der 
Demokratie ethnische Diversität erforderten, und daß der gute Wille anderer Länder von der 
amerikanischen Bereitschaft abhinge, deren Bürger als Einwanderer zu akzeptieren. Rifkind 
bemerkte, daß „der Beschluß [des McCarran-Walter-Entwurfs] die nationale Anstrengung schwer 
schädigen wird, die wir gerade unternehmen. Denn wir führen einen Krieg umdie Herzen und 
Gedanken der Menschen. Die freien Nationen der Welt schauen auf uns, um moralische und 
spirituelle Bestärkung zu erhalten in einer Zeit, in der der Glaube, der die Menschen bewegt, 
genauso wichtig ist wie die Macht, die sie ausüben." 17 

Das McCarran-Walter-Gesetz schloß ausdrücklich die rassische Abstammung als Kriterium 
seiner Bestimmungen ein, daß Ostasiaten in den symbolischen Quoten für Ostasiaten ungeachtet 
ihres Geburtsortes enthalten sein sollten. Herbert Lehman, ein Senator aus New York und in den 
1950ern der prominenteste Gegner von Einwanderungsbeschränkungen im Senat (Neuringer 
1971, S. 351), argumentierte während der Debatten um den McCarran-Walter-Entwurf, daß 
Einwanderer afrikanischer Abstammung aus Jamaica in den Quoten für England enthalten sein 
sollten, und behauptete, daß der Gesetzesentwurf Verärgerung unter den Asiaten verursachen 
würde (Neuringer 1971, S. 346, 356). Die Abgeordneten Emanuel Celler und Jacob Javits, die 



Führer der Antirestriktionisten im Kongreß, brachten ähnliche Argumente vor (Cong. Rec, 23. 
April 1952, S. 4306, 4219). Wie auch in den bis ins neunzehnte Jahrhundert zurückreichenden 
Kämpfen ersichtlich war (siehe oben), ging die Opposition gegen an nationaler Herkunft 
orientierte Gesetze über deren Auswirkungen auf die jüdische Einwanderung hinaus und 
befürwortete die Einwanderung aller rassisch/ethnischen Gruppen der Welt in die Vereinigten 
Staaten. 

In Widerspiegelung einer Sorge um die Aufrechterhaltung des ethnischen Status quo wie auch 
des Hervorstechens jüdischer Angelegenheiten der Zeit wurde bei den Anhörungen des 
Subkomitees betreffend das McCarran-Einwanderungsgesetz angemerkt, daß „die Bevölkerung 
der Vereinigten Staaten sich seit 1877 verdreifacht hat, während sich die jüdische Bevölkerung 
im selben Zeitraum verzwanzigfacht hat" (Senate Report No. 1515 [1950], S. 2-4). Die 
Gesetzesvorlage enthielt auch eine Bestimmung, daß eingebürgerte Einwohner automatisch die 
Staatsbürgerschaft verlieren, wenn sie sich fünf Jahre lang durchgehend im Ausland aufgehalten 
hatten. Diese Bestimmung wurde von jüdischen Organisationen als von antizionistischen 
Einstellungen motiviert betrachtet: „Die Aussagen von Regierungsbeamten bei den Anhörungen 
... machten klar, daß die Bestimmung einem Wunsch entsprang, eingebürgerte amerikanische 
Juden davon abzuhalten, sich einem tief empfundenen Ideal anzuschließen, das einige 
Amtspersonen im Widerspruch zur amerikanischen Politik als unerwünscht betrachteten ,..." 18 

In erneuter Bestätigung der Logik der Restriktionisten der 1920er betonte der Bericht des 
Subkomitees, daß ein Zweck des Gesetzes von 1924 „die Beschränkung der Einwanderung aus 
Süd- und Osteuropa zur Bewahrung einer Vorherrschaft von Personen nordwesteuropäischer 
Abstammung in der Zusammensetzung unserer Gesamtbevölkerung" war, merkte aber an, daß 
dieser Zweck „keine Theorie nordischer Überlegenheit" beinhalte (Senate Report, No. 1515, 
[1950], S. 442, 445-446). Das Argument wurde manchmal in Form einer Betonung der 
„Ähnlichkeit des kulturellen Hintergrundes" zukünftiger Einwanderer ausgedrückt, aber 
wiederum war die zugrunde liegende Logik die, daß Volksgruppen, die bereits im Lande waren, 
berechtigte Interessen an der Beibehaltung des ethnischen Status quo hatten. 

Es ist wichtig festzuhalten, daß jüdische Sprecher sich in dieser Zeitperiode von anderen liberalen 
Gruppen in ihren Motiven zur Opposition gegen Einwanderungsbeschränkungen unterschieden. 
Nachfolgend hebe ich die Aussage von Richter Simon H. Rifkind im Kongreß hervor, der in den 
Anhörungen zum McCarran-Walter-Entwurf von 1951 ein sehr breites Spektrum jüdischer 

.IQ 

Organe repräsentierte: 

1.) Einwanderung sollte aus allen rassischen/ethnischen Gruppen erfolgen: 

„Wir stellen uns den Amerikanismus als die Geisteshaltung hinter dem Willkommen vor, das 
Amerika traditionellerweise den Menschen verschiedener Rassen, aller Religionen, aller 
Nationalitäten entgegengebracht hat. Der Amerikanismus ist eine tolerante Lebensart, die von 
Menschen entwickelt wurde, die sich voneinander in Religion, rassischem Hintergrund, Bildung 
und Abstammung sehr unterschieden und die sich darauf einigten, all diese Dinge zu vergessen 
und einen neuen Nachbarn nicht danach zu fragen, woher er kommt, sondern nur danach, was er 
tun kann und wie seine Haltung gegenüber seinen Mitmenschen ist" (S. 566). 

2.) Die Gesamtzahl der Einwanderer sollte innerhalb sehr weit gefaßter wirtschaftlichen und 
politischer Einschränkungen maximiert werden: 



„Die Regulierung [der Einwanderung] ist die Regulierung eines Aktivpostens, nicht einer 
Belastung" (S. 567). Rifkind betonte mehrmals, daß ungenutzte Quoten sich in einer 
Einschränkung der Gesamtzahl der Einwanderer auswirkten, und er sah dies sehr negativ (z. B. S. 
569). 

3.) Einwanderer sollten nicht als wirtschaftliche Aktivposten betrachtet und bloß zur Bedienung 
der gegenwärtigen Bedürfnisse der Vereinigten Staaten importiert werden: 

„Wenn man die selektive Einwanderung vom Standpunkt der Vereinigten Staaten betrachtet, 
niemals vom Standpunkt des Einwanderers aus, dann sage ich, daß wir in gewissem Ausmaß 
unsere vorübergehende Bedürfnisse berücksichtigen, aber unser Einwanderungsproblem nicht zu 
einem Arbeitsmarktinstrument machen sollten. Ich denke nicht, daß wir Wirtschaftsgüter kaufen, 
wenn wir Einwanderer hereinlassen. Wir nehmen menschliche Wesen auf, die Familien gründen 
und Kinder großziehen werden, deren Kinder unsere Höhen erreichen können - zumindest hoffen 
und beten wir darum. Bei einem kleinen Segment des Einwandererstroms denke ich, daß wir das 
Recht haben zu sagen, falls wir zufällig eine Knappheit an einem bestimmten Talent haben, 
, Halten wir Ausschau nach ihnen,' falls nötig, aber machen wir das nicht zum alles 
durchdringenden Gedanken." (S. 570) 

Die Opposition dagegen, benötigte Fertigkeiten zur Grundlage der Einwanderung zu machen, 
stand im Einklang mit dem fortgesetzten jüdischen Versuch seit dem späten neunzehnten 
Jahrhundert, die Einführung eines Alphabetisierungstests als Kriterium für die Einwanderung zu 
verzögern, bis dieser Test schließlich 1917 beschlossen wurde. 

Während Rifkinds Aussage frei von der Anschuldigung war, daß die gegenwärtige 
Einwanderungspolitik auf der Theorie der nordischen Überlegenheit beruhe, blieb die nordische 
Überlegenheit weiterhin ein prominentes Thema anderer jüdischer Gruppen, die die 
Einwanderung aus allen ethnischen Gruppen befürworteten, besonders des AJCongress. Die 
Erklärung des AJCongress bei diesen Anhörungen konzentrierte ein großes Maß an 
Aufmerksamkeit darauf, daß die Theorie der nordischen Überlegenheit zum Gesetz von 1924 
motiviert hätte, hielt aber auch die frühere Geschichte ethnischer Diskriminierungen fest, die 
lange vor der Entwicklung dieser Theorie existiert hatten, einschließlich des Chinese Exclusion 
Act von 1882, des Abkommens mit Japan von 1907, das die Einwanderung japanischer Arbeiter 
begrenzte, und des Ausschlusses anderer Asiaten 1917. Die Erklärung merkte an, daß das Gesetz 
von 1924 sein Ziel der Bewahrung des ethnischen Gleichgewichts der Vereingiten Staaten nach 
dem Zensus von 1920 erreicht hätte. Es stellte jedoch fest, daß „dieses Ziel wertlos ist. Es gibt 
nichts Sakrosanktes an der Zusammensetzung der Bevölkerung von 1920. Es wäre töricht zu 
glauben, daß wir in diesem Jahr den Höhepunkt ethnischer Perfektion erreicht hätten." 20 Weiters 
befürwortete die Erklärung des AJCongress in einer ausdrücklichen Darlegung von Horace 
Kallens multikulturellem Ideal die „These der kulturellen Demokratie, die allen Gruppen, der 
Mehrheit wie den Minderheiten gleichermaßen . . . das Recht garantieren würde, anders zu sein, 
und die Verantwortung, sicherzustellen, daß ihre Unterschiede nicht in Konflikt mit dem 
Wohlergehen des amerikanischen Volkes als Ganzes geraten." 21 

In dieser Zeitperiode verurteilte die „Congress Weekly", das Journal des AJCongress, regelmäßig 
die Bestimmungen über die nationale Herkunft als auf dem „Mythos von der Existenz 
überlegener und minderwertiger Rassen" beruhend (17. Okt. 1955; S. 3) und befürwortete die 
Einwanderung auf der Basis des „Bedarfs und anderer Kriterien, die nichts mit Rasse oder 



nationaler Herkunft zu tun haben" (4. Mai 1953, S. 3). Besonders verwerflich war aus der Sicht 
des AJCongress die vom Gesetz von 1924 bestimmte Implikation, daß es keine Veränderung des 
ethnischen Status quo geben sollte (z. B. Goldstein, 1952a, S. 6). Die Formel der nationalen 
Herkunft „ist jetzt empörend ... wo unsere nationale Erfahrung jenseits allen Zweifels bestätigt 
hat, daß unsere Stärke in der Verschiedenheit unserer Völker liegt" (Goldstein, 1952b, S. 5). 

Wie oben angeführt, gibt es einige Hinweise darauf, daß das Gesetz von 1924 und der 
Restriktionismus der 1930er teilweise von antisemitischen Einstellungen motiviert war. 
Antisemitismus und seine Verbindung mit Antikommunismus war auch in den 
Einwanderungsdebatten der 1950er vor und nach dem Beschluß des McCarran-Walter-Gesetzes 
offenkundig. Die Restriktionisten verwiesen oft auf Beweise, daß über 90 % der amerikanischen 
Kommunisten einen Hintergrund hatten, der sie mit Osteuropa verband, und eine 
Hauptstoßrichtung ihrer Bemühungen war die Verhinderung der Einwanderung aus diesem 
Bereich und die Erleichterung von Deportationsverfahren zur Verhinderung kommunistischer 
Subversion. Nachdem Osteuropa auch der Ursprung des Großteils der jüdischen Einwanderung 
war und weil Juden unter den amerikanischen Kommunisten unverhältnismäßig vertreten waren, 
wurden diese Themen miteinander verbunden, und die Situation bot sich für breite antisemitische 
Verschwörungstheorien über die Rolle der Juden in der amerikanischen Politik an (z. B. Beaty, 
1951). Im Kongreß erklärte der notorisch antisemitsche Abgeordnete John Rankin, ohne 
ausdrücklich die Juden zu erwähnen: 

„Sie jammern über Diskriminierung. Wissen Sie, wer diskriminiert wird? Die weißen Christen 

Amerikas, diejenigen, die diese Nation geschaffen haben.... ich spreche von den weißen Christen 

des Nordens wie auch des Südens.... 

Kommunismus ist rassisch. Eine rassische Minderheit hat in Rußland und all seinen 

Satellitenländern wie Polen, Tschechoslowakei und vielen anderen, die ich anführen könnte, die 

Kontrolle übernommen. 

Sie sind in den vergangenen Jahren aus praktisch jedem Land in Europa weggerannt, und wenn 

sie in diesem Land weiterhin Rassenprobleme schüren und den Christenmenschen Amerikas ihr 

kommunistisches Programm aufzuzwingen versuchen, dann kann man nicht sagen, was ihnen 

hier passieren wird" {Cong. Rec, 23. April 1952, S. 4320). 

Indem sie diese Verbindungen bestärkten, deckten sich die Positionen der allgemeinen jüdischen 
Organisationen wie des AJCommittee, das gegen den Kommunismus war, in 
Einwanderungsfragen oft mit der Position der CPUSA. Zum Beispiel verdammten sowohl das 
AJCommittee wie auch die CPUSA das McCarran-Walter-Gesetz, während andererseits das 
AJCommittee eine Hauptrolle bei der Beeinflussung der Empfehlungen von Präident Trumans 
Kommission über Einwanderung und Einbürgerung (PCIN) zur Lockerung der 
Sicherheitsbestimmungen des McCarran-Walter-Gesetzes spielte, und diese Empfehlungen 
wurden von der CPUSA zu einer Zeit wärmstens begrüßt, in der ein Hauptziel der 
Sicherheitsbestimmungen im Ausschluß von Kommunisten bestand (Bennett, 1963, S. 166). 
Juden waren in der PCIN wie auch in den Organisationen unverhältnismäßig vertreten, die vom 
Kongreß als mit Einwanderungsfragen befaßte kommunistische Frontorganisationen betrachtet 
wurden, und dies war für Antisemiten unzweifelhaft höchst auffällig. Der Vorsitzende der PCIN 
war Philip B. Perlman, und das Personal der Kommission enthielt einen hohen Prozentsatz von 
Juden unter der Leitung von Harry N. Rosenfield (Geschäftsführer) und Elliot Shirk (Assistent 
des Geschäftsführers), und ihr Bericht wurde vom AJCongress von ganzem Herzen befürwortet 
(siehe „Congress Weekly", 12. Jan. 1952, S. 3). Die Sitzungsberichte wurden unter Mitarbeit des 



Abgeordneten Emanuel Celler als Bericht „Whom We Shall Welcome" (Wen wir willkommen 
heißen sollen) gedruckt. 

Im Kongeß beschuldigte Senator McCarran die PCIN, kommunistische Sympathisanten zu 
enthalten, und das House Un-American Activities Committee (Kongreßkomitee über 
unamerikanische Aktivitäten, HUAC) veröffentlichte einen Bericht, der besagte, daß „etwa zwei 
Dutzend Kommunisten und ein Vielfaches dieser Zahl mit wiederholten Verbindungen zu 
bekannten kommunistischen Unternehmungen vor der Kommission aussagten oder Erklärungen 
zur Aufnahme ins Protokoll der Anhörungen abgaben.... Nirgendwo im Protokoll der 
Anhörungen oder im Bericht gibt es einen einzigen Hinweis auf den wahren Hintegrund dieser 
Personen" (House Report No. 1182, 85th Congress, Ist Session, S. 47). Der Bericht bezog sich 
besonders auf Kommunisten mit einer Verbindung zum American Committee for the Protection 
of Foreign Born (Amerikanisches Komitte zum Schutz im Ausland Geborener, ACPFB) unter der 
Leitung von Abner Green. Green, der Jude war, nahm in diesen Anhörungen eine sehr 
prominente Stelle ein, und Juden waren allgemein unverhältnismäßig unter jenen vertreten, die 
als Funktionäre und Sponsoren des ACFP ausgemacht worden waren (S. 13-21). Das HUAC 
lieferte Beweise, daß das ACPFB enge Verbindungen zur CPUSA hatte, und hielt fest, daß 24 der 
mit dem ACFP in Verbindung stehende Personen Erklärungen unterzeichnet hatten, die im 
gedruckten Bericht der PCIN enthalten waren. 

Das AJCommittee war auch stark in die Erwägungen der PCIN einbezogen, einschließlich der 
Abgabe von Zeugenaussagen und der Verteilung von Daten und anderem Material an 
Einzelpersonen und Organisationen, die vor der PCIN aussagten (Cohen, 1972, S. 371). Alle 
seine Empfehlungen wurden in den Schlußbericht übernommen (Cohen, 1972, S. 371) 
(einschließlich der Abschwächung der wirtschaftlichen Fertigkeiten als Einwanderungskriterium, 
der Verschrottung der Gesetzesbestimmungen über nationale Herkunft und der Öffnung der 
Einwanderung für alle Völker der Welt nach dem Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst"), mit 
der einzigen Ausnahme, daß der Bericht eine niedrigere Gesamtzahl von Einwanderern empfahl 
als das AJCommittee und andere jüdische Gruppen. Das AJCommittee ging also über die bloße 
Befürwortung des Prinzips der Einwanderung durch alle rassisch/ethnischen Gruppen hinaus 
(symbolische Quoten für Asiaten und Afrikaner waren bereits in das McCarran-Walter-Gesetz 
aufgenommen worden), um die Gesamtzahl der Einwanderer aus allen Teilen der Welt im 
Rahmen des gegenwärtigen politischen Klimas zu maximieren. 

In der Tat merkte die Kommission (PCIN, 1953, S. 106) spitz an, daß das Gesetz von 1924 
erfolgreich den rassischen Status quo bewahrt hatte und daß die Hauptbarriere gegen die 
Veränderung des rassischen Status quo nicht das System der nationalen Herkunft war (weil es 
bereits hohe Anteile von Einwanderern außerhalb der Quoten gab und weil die Länder Nord- und 
Westeuropas ihre Quoten nicht ausnutzten), sondern die Gesamtzahl der in die Vereinigten 
Staaten aufgenommenen Einwanderer. Die Kommission sah also die Veränderung des rassischen 
Status quo der Vereinigten Staaten als wünschenswertes Ziel und führte zu diesem Zweck als 
Hauptargument an, daß es wünschenswert sei, die Gesamtzahl der Einwanderung zu erhöhen 
(PCIN, 1953, S. 42). Wie Bennett (1963, S. 164) anmerkt, war in den Augen der PCIN die 
Reduktion der Gesamtzahl der Einwanderer durch das Gesetz von 1924 „etwas sehr Schlechtes, 
weil sie fand, daß für die amerikanische Staatsbürgerschaft oder jeden anderen Zweck eine Rasse 
genauso gut sei wie irgendeine andere." 



Dementsprechend faßten die Verteidiger des Gesetzes von 1952 die Angelegenheit grundsätzlich 
als eine der ethnischen Kriegführung auf. Senator McCarran sagte, daß die Untergrabung des an 
der nationalen Herkunft orientierten Systems „im Laufe einer Generation oder so dazu tendieren 
wird, die ethnische und kulturelle Zusammensetzung dieser Nation zu verändern" (in Bennett, 
1963, S. 185), und Richard Arens, ein Mitglied des Kongreßpersonals, der eine prominente Rolle 
bei den Anhörungen über das McCarran-Walter-Gesetz wie auch bei den Aktivitäten des HUAC 
innehatte, sagte aus, daß „dies die Kritiker sind, denen Amerika nicht gefällt, wie es ist und 
gewesen ist. Sie denken, daß unser Volk in unfairen ethnischen Proportionen existiert. Sie ziehen 
es vor, daß wir eine größere Ähnlichkeit oder ethnische Verwandtschaft mit den fremden Völkern 
haben, die sie bevorzugen und für die sie unverhältnismäßig größere Einwanderungsprivilegien 
anstreben" (in Bennett, 1963, 186). Wie Divine (1957, S. 188) anmerkt, herrschten auf beiden 
sehen ethnische Interessen vor; den Rassismusvorwürfen gegen die Restriktionisten, die den 
ethnischen Status quo befürworteten, standen die Versuche der Antirestriktionisten gegenüber, 
den ethnischen Status quo in einer Weise zu verändern, die ihren eigenen subjektiven ethnischen 
Interessen entsprach. 

Das Hervorstechen der jüdischen Verwicklung in die Einwanderung während dieser Zeitperiode 
ist auch in mehreren anderen Fällen offenkundig. 1950 sagte der Vertreter des AJCongress aus, 
daß die Beibehaltung von Bestimmungen über nationale Herkunft in jedweder Form „eine 
politische und moralische Katastrophe" wäre (Revision of Immigration Laws' Joint Hearings, 
1950, S. 336-337). Die Formel über nationale Herkunft bedinge, daß „Personen, die die Chance 
anstreben, in diesem Land zu leben, nach Zuchtrasse beurteilt werden sollen wie Vieh auf einem 
Jahrmarkt und nicht auf der Basis ihrer charakterlichen Eignung oder Fähigkeit" („Congress 
Weekly" 21, 1952, S. 3-4). Divine (1957, S. 173) charakterisiert den AJCongress als „den 
militanteren Flügel" der Opposition repräsentierend aufgrund seiner prinzipiellen Gegnerschaft 
gegen jede Form der Formel über nationale Herkunft, wohingegen andere Gegner bloß in der 
Lage sein wollten, ungenutzte Quoten Süd- und Osteuropa zuzuteilen. 

Der Abgeordnete Francis Walter bemerkte den „Propagandadruck, an dem sich jetzt gewisse 
Mitglieder des American Jewish Congress beteiligen, gegen den Immigration and Nationality 
Code" (Cong. Rec. 13. März 1952, S. 2283), wobei er besonders die Aktivitäten von Dr. Israel 
Goldstein festhielt, des Präsidenten des AJCongress, der laut Bericht der „New York Times" 
behauptet hatte, daß das Gesetz über Einwanderung und Nationalität „allen Personen von anderer 
als angelsächsisscher Herkunft ein gesetzliches Siegel der Minderwertigkeit aufdrücken würde." 
Der Abgeordnete Walter erwähnte dann die besondere Rolle, die jüdische Organisationen bei 
dem Versuch gespielt hatten, Familienzusammenführung statt besonderer Befähigungen als Basis 
amerikanischer Einwanderungspolitik zu fördern. Nachdem der Abgeordnete Jacob Javits 
behauptet hatte, daß die Opposition gegen das Gesetz „nicht auf die eine Gruppe beschränkt ist, 
die der Gentleman erwähnte"' (Congressional Record, 13. März 1952, S. 2284), erwiderte Walter 
wie folgt: 

„Ich könnte Ihre Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, daß Mr. Harry N. Rosenfield, 
Kommissar der Displaced Persons Commission und zufälligerweise ein Schwager eines Anwalts, 
der all diese Agitation schürt, kürzlich in einer Rede gesagt hat: 

Das vorgeschlagene Gesetz ist Amerikas Nürnberger Prozeß. Es ist ,rassisch' und archaisch, 
beruhend auf einer Theorie, daß Menschen mit verschiedenen Nasenformen unterschiedlich 
behandelt werden sollten." 



Der Abgeordnete Walter fuhr dann damit fort, daß während der Anhörungen zu der 
Gesetzesvorlage die beiden einzigen Organisationen, die dem gesamten Entwurf feindlich 
gegenüberstanden, der AJCongress und die Association of Immigration and Nationality Lawyers 
waren, wobei letztere „von einem Anwalt vertreten wurde, der auch den American Jewish 
Congress berät." (In der Tat merkte Goldstein [1952b] selbst an, daß „der American Jewish 
Congress zur Zeit der gemeinsamen Anhörungen von Kongreß und Senat die einzige 
Bürgervereinigung war, die es offen wagte, gegen die Quotenformel nach nationaler Herkunft 
aufzutreten".) 

Der Abgeordnete Emanuel Celler verkündete dann, daß Walter „die Menschen eines bestimmten 
Glaubens, die gegen das Gesetz sind, nicht hätte überbetonen sollen, wie er es getan hat" (S. 
2285). Der Abgeordnete Walter stimmte Cellers Kommentaren zu und merkte an, daß es „andere 
recht gute jüdische Gruppen gibt, die den Gesetzesentwurf gutheißen." Trotzdem opponierten die 
wichtigsten jüdischen Organisationen einschließlich des AJCongress, des AJCommittee, der 
ADL, des National Council of Jewish Women und der Hebrew Immigrant Aid Society in der Tat 
gegen die Gesetzesvorlage (Cong. Rec, 23. April 1952, S. 4247), und als Richter Simon Rifkind 
bei den gemeinsamen Anhörungen gegen den Gesetzesentwurf aussagte, betonte er, daß er ein 
sehr breites Spektrum jüdischer Gruppen vertrete, „die Gesamtheit der religiösen und 
Laienmeinung innerhalb der jüdischen Gruppe, religiös gesprochen, von der extremen Rechten 
und der extremen Linken" (S. 563). 22 Rifkind repräsentierte eine lange Liste nationaler und 
lokaler jüdischer Gruppen, einschließlich - zusätzlich zu den oben genannten - des Synagogue 
Council of America, des Jewish Labor Committee, der Jewish War Veterans of the United States, 
und 27 lokaler Judenräte in den ganzen Vereinigten Staaten. Außerdem wurde der Kampf gegen 
den Gesetzesentwurf von jüdischen Kongreßabgeordneten angeführt, darunter besonders Celler, 
Javits und Lehman, die alle, wie oben angedeutet, prominente Mitglieder der ADL waren. 

Wenn auch auf indirekte Weise, lenkte der Abgeordnete Walter die Aufmerksamkeit klar auf die 
besondere jüdische Rolle im Einwanderungskonflikt von 1952. Die besondere Rolle des 
AJCongress in seiner Gegnerschaft zum McCarran-Walter-Gesetz war ein Quell des Stolzes 
innerhalb der Gruppe: kurz vor dem Sieg von 1965 schrieb die „Congress bi-Weekly" in einem 
Leitartikel, daß es „eine Sache des Stolzes" sei, daß Rabbi Israel Goldstein „vom Abgeordneten 
Walter im Repräsentantenhaus als der Hauptorganisator der Kampagne gegen die von ihm 
mitbetriebenen Maßnahmen attackiert worden war" (1. Feb. 1965; S. 3). 

Die Wahrnehmung, daß jüdische Anliegen ein wichtiges Merkmal der Opposition gegen das 
McCarran-Walter-Gesetz waren, ist auch im folgenden Wortwechsel zwischen den Abgeordneten 
Celler und Walter ersichtlich. Celler bemerkte, daß „die Theorie der nationalen Herkunft, auf der 
unser Einwanderungsgesetz beruht, ... unserer Proteste [spottet], die auf einer Frage der 
Chancengleichheit aller Völker beruhen, ungeachtet der Rasse, Hautfarbe oder 
Glaubensrichtung." Der Abgeordnete Walter erwiderte, daß „eine große Bedrohung für Amerika 
in der Tatsache liegt, daß so viele Profis, einschließlich professioneller Juden, ohne irgendeinen 
Grund Krokodilstränen vergießen" (Cong. Rec. 13. Jan. 1953, S. 372). Und in einem Kommentar, 
der sich auf die Eigentümlichkeiten jüdischer Interessen an der Einwanderungsgesetzgebung 
bezog, merkte Richard Arens, der Stabsleiter des Senats-Unterkomitees, das das McCarran- 
Walter-Gesetz hervorgebracht hatte, spitz an: „Eines der seltsamsten Dinge an jenen, die am 
lautstärksten behaupten, das Gesetz von 1952 sei diskriminierend' und daß es keine 
ausreichende Zahl angeblicher Flüchtlinge berücksichtige, ist, daß sie gegen die Aufnahme 
irgendeines der annähernd einer Million arabischer Flüchtlinge aus Lagern sind, wo sie unter 



mitleiderregenden Umständen leben, nachdem sie aus Israel vertrieben worden sind" (in Bennett, 
1963, S. 181). 

Das McCarran-Walter-Gesetz wurde gegen Präsident Trumans Veto beschlossen, und Trumans 
„angebliche Parteilichkeit zugunsten der Juden war ein Lieblingsziel der Antisemiten" (Cohen, 
1972, S. 377). Vor dem Veto wurde Truman intensiv bearbeitet, „besonders von jüdischen 
Gesellschaften, die gegen den Gesetzesentwurf waren, während Regierungsbehörden, 
einschließlich des Außenministeriums, Truman zur Unterzeichnung des Gesetzes drängten" 
(Divine, 1957, S. 184). Darüber hinaus konzentrierten sich Einzelne mit offen antisemitischer 
Einstellung wie John Beaty (1951) oft auf die jüdische Beteiligung an den Kämpfen dieser 
Zeitperiode um die Einwanderung. 

Jüdische anti-restriktionistische Aktivitäten von 1953-1965. 

Während dieser Zeitperiode erwähnte die „Congress Weekly" regelmäßig die Rolle jüdischer 
Organisationen als Vorkämpfer liberalisierter Einwanderungsgesetze: Zum Beispiel gratulierte 
sie Präsident Eisenhower in ihrem Leitartikel vom 20. Februar 1956 (S. 3), zu seiner „eindeutigen 
Gegnerschaft zum Quotensystem, das mehr als jedes andere Merkmal unserer 
Einwanderunspolitik die verbreitetste und intensivste Abneigung unter den Amerikanern 
hervorgerufen hat. Durch seine Förderung dieses Vorschlags für neue Richtlinien und Standards 
hat Präsident Eisenhower mutig eine Stellung bezogen, die sogar noch vor vielen Befürwortern 
einer liberalen Einwanderungspolitik liegt, und eine Position eingenommen, auf die erstmals vom 
American Jewish Congress und anderen jüdischen Organen gedrängt worden war." 

Das AJCommittee unternahm beträchtliche Anstrengungen, um das Einwanderungsthema 
während einer Zeit weitverbreiteter Apathie in der amerikanischen Öffentlichkeit zwischen dem 
Beschluß des McCarran-Walter-Gesetzes und den frühen 1960ern am Leben zu erhalten. 
Jüdische Organisationen intensivierten ihre Bemühungen in diesem Zeitraum (Cohen, 1972, S. 
370-373; Neuringer, 1971, S. 358), wobei das AJCommittee bei der Gründung der Joint 
Conference on Alien Legislation und der American Immigration Conference (Organisationen, die 
die einwanderungsfreundlichen Kräfte repräsentierten) half wie auch den Großteil der 
Finanzierung beisteuerte und den Großteil der Arbeit dieser Gruppen leistete. 1955 organisierte 
das AJCommittee eine Gruppe einflußreicher Bürger als National Commission on Immigration 
and Citizenship, „um der Kampagne Prestige zu verleihen" (Cohen, 1972, S. 373). „All diese 
Gruppen studierten die Einwanderungsgesetze, verbreiteten Informationen in der Öffentlichkeit, 
machten Aussagen vor dem Kongreß und planten andere geeignete Maßnahmen.... Es gab keine 
sofortigen oder dramatischen Ergebnisse; aber die verbissene Kampagne des AJC im Verbund 
mit gleichgesinnten Organisationen trieben die Regierungen Kennedy und Johnson schlußendlich 
zum Handeln" (Cohen, 1972, S. 373). 

Ein Artikel von Oscar Handlin (1952), dem prominenten Harvard-Einwanderungshistoriker, ist 
ein faszinierender Mikrokosmos der jüdischen Einstellung zur Einwanderung in diesem 
Zeitraum. Fast dreißig Jahre nach der Niederlage von 1924 und unmittelbar nach dem McCarran- 
Walter-Gesetz schrieb er einen Artikel in „Commentary" (einer Publikation des AJCommittee) 
mit dem Titel: „Der Kampf um die Einwanderung hat erst begonnen: Lehren aus dem Rückschlag 
durch McCarran-Walter." Der Titel ist ein bemerkenswerter Hinweis auf die Verbissenheit und 
Beharrlichkeit des jüdischen Einsatzes für diese Sache. Die Botschaft lautet, sich nicht durch 



diese kürzliche Niederlage entmutigen zu lassen, die „trotz all der Anstrengungen zur 
Sicherstellung einer Revision unserer Einwanderungsgesetze" passiert ist (S. 2). 

Handlin versucht das Argument in universalistische Begriffe zu gießen, daß es allen Amerikanern 
nütze und amerikanischen Idealen entspräche, daß „alle Menschen, nachdem sie Brüder sind, 
gleichermaßen befähigt sind, Amerikaner zu sein" (p.7). Das gegenwärtige Einwanderungsgesetz 
widerspiegle „rassistische Xenophobie" (S. 2) durch seine symbolischen Quoten für Asiaten und 
indem es westindischen Schwarzen das Recht nimmt, die britischen Quoten zu nützen. Handlin 
schreibt die restriktionistischen Einstellungen von Pat McCarran „dem Haß auf Ausländer zu, 
der in seiner Jugend nur ihm gegolten hat, und der vagen, erinnerten Furcht, daß er selbst zu 
ihnen gezählt werden könnte" (S. 3), „eine Art psychoanalytischer Identifikation-mit dem 
Argument des Aggressors" (McCarran war Katholik). 

In seinem Artikel benutzt Handlin wiederholt den Ausdruck „wir" (wie in „wenn wir McCarran 
und seinen Haufen schon nicht mit ihren eigenen Waffen schlagen können, so können wir viel 
dazu beitragen, die Wirksamkeit dieser Waffen zu zerstören" (S. 4), was auf Handlins Glauben an 
ein geeintes jüdisches Interesse an liberaler Einwanderungspolitik schließen läßt und eine 
anhaltende Salamitaktik gegenüber dem Gesetz von 1952 in den folgenden Jahren vorankündigt. 
Handlins anti-restriktionistische Strategie beinhaltete die Änderung der Ansichten von 
Sozialwissenschaftlern, „daß es möglich und notwendig sei, unter den , Rassen' von 
Einwanderern zu unterscheiden, die nach Aufnahme in den Vereinigten Staaten schreien" (S. 4). 
Handlins Vorschlag, Sozialwissenschaftler für die Kämpfe um die Einwanderung zu rekrutieren, 
deckt sich mit der oben besprochenen politischen Agenda der Boas' sehen Schule der 
Anthropologie. Und wie Higham (1984) anmerkt, war das Aufkommen solcher Ansichten ein 
wichtiger Bestandteil des schlußendlichen Sieges über den Restriktionismus. 
In einer wohl tendenziösen Wiedergabe der Logik zur Bewahrung des ethnischen Status quo, die 
den Argumenten für den Restriktionismus in der Zeit von 1921-1952 zugrunde lag, erklärte 
Handlin: 

„Die Gesetze sind schlecht, weil sie auf der rassistischen Annahme beruhen, daß die Menschheit 
in fixe Zuchtrassen unterteilt ist, die biologisch und kulturell voneinander getrennt sind, und weil 
sie innerhalb dieses Rahmens annehmen, daß Amerikaner vom Ursprung her Angelsachsen sind 
und das bleiben sollten. Allen anderen Völkern sagt das Gesetz, daß die Vereinigten Staaten sie 
nach ihrer rassischen Nähe zu unserem eigenen , überlegenen' Stamm reiht; und den vielen, 
vielen Millionen von Amerikanern, die nicht von den Angelsachsen abstammen, werfen die 
Gesetze eine deutliche Unterstellung der Minderwertigkeit hin" (S. 5). 
Handlin beklagte dann die Apathie anderer „Bindestrich- Amerikaner", die nicht den 
Enthusiasmus der jüdischen Anstrengungen teilten: „Viele Gruppen haben die Relevanz des 
McCarran-Walter-Gesetzesentwurfs für ihre eigene Position nicht erkannt;" er schlug vor, daß sie 
als Gruppen handeln sollten, um ihre rechtmäßigen Interessen durchzusetzen: „Der Italo- 
Amerikaner hat das Recht, gerade als Italo -Amerikaner zu diesen Angelegenheiten gehört zu 
werden" (S. 7; kursiv im Text). Die stillschweigende Annahme ist die, daß Amerika aus in sich 
geschlossenen Untergruppen mit einem klaren Gespür für ihre Gruppeninteressen 
zusammengesetzt sein sollte, die im Gegensatz zu den aus Nord- und Westeuropa stammenden 
Völkern oder den Vereinigten Staaten als Ganzes stehen. Und es gibt die stillschweigende 
Annahme, daß Italo-Amerikaner ein Interesse an der Förderung der Einwanderung von 
Afrikanern und Asiaten hätten und an der Schaffung einer solchen multirassischen und 
multikulturellen Gesellschaft. 



Kurz nach Handlins Artikel argumentierte William Petersen (1955), ebenfalls in „Commentary", 
daß die Kräfte pro Einwanderung ausdrücklich eine multikulturelle Gesellschaft befürworten 
sollten, und daß die Bedeutung dieses Ziels über die Bedeutung der Verwirklichung jeglicher am 
Eigeninteresse orientierter Ziele der Vereinigten Staaten hinausginge, wie die Gewinnung 
benötigter Fachkräfte oder die Verbesserung der Außenbeziehungen. In Ausführung seiner These 
zitierte er eine Gruppe vorwiegend jüdischer Sozialwissenschaftler, deren Arbeiten, angefangen 
mit Horace Kallens Plädoyer für eine multikulturelle, pluralistische Gesellschaft, „den Anfang 
einer gelehrten Legitimierung der anderen Einwanderungspolitik verkörpern, die vielleicht eines 
Tages Gesetz werden wird" (S. 86), einschließlich, neben Kallen, Melville Herskovits, Geoffrey 
Gorer, Samuel Lubell, David Riesman, Thorsten Sellin und Milton Konvitz. 

Diese Sozialwissenschaftler leisteten in der Tat ihren Beitrag zu den Kämpfen um die 
Einwanderung. Zum Beispiel reflektiert das folgende Zitat aus einem gelehrten Buch von Milton 
Konvitz von der Cornell University über die Einwanderungspolitik die Ablehnung nationaler 
Interessen als Element der Einwanderungspolitik der Vereinigten Staaten, ein Kennzeichen der 
jüdischen Haltung zur Einwanderungspolitik: 

„Solchen Wert auf die technologischen und beruflichen Qualifikationen zu legen, heißt, unserer 
Einwanderungspolitik jeden Rest Humanität zu nehmen. Wir verdienen wenig Dank von denen, 
die hierherkommen, wenn sie nur aufgenommen werden, weil wir finden, daß sie , dringend' 
gebraucht werden, wegen ihrer Ausbildung und Erfahrung, um unsere nationalen Interessen zu 
fördern. Dies ist kaum Einwanderung; es ist der Import von speziellen Fachkräften oder 
Fachwissen, der sich nicht groß vom Import von Kaffee oder Gummi unterscheidet. Es entspricht 
kaum dem Geist amerikanischer Ideale, den Charakter eines Mannes zu mißachten und was er 
verspricht, und nur auf seine Bildung und beruflichen Möglichkeiten zu schauen, die zu genießen 
er das Glück hatte" (Konvitz, 1953, S. 26). 

Handlin schrieb, daß das McCarran-Walter-Gesetz nur ein vorübergehender Rückschlag sei, und 
er hatte recht. Dreißig Jahre nach dem Triumph des Restriktionismus verblieben nur jüdische 
Gruppen als beharrliche und hartnäckige Befürworter eines multikulturellen Amerikas. 
Einundvierzig Jahre nach dem Triumph des Restriktionismus von 1924 und den Bestimmungen 
über nationale Herkunft und nur 13 Jahre nach deren Bestätigung durch das McCarran-Walter- 
Gesetz unterstützten jüdische Organisationen in einem nun radikal veränderten intellektuellen 
und politischen Klima erfolgreich die Beendigung der an Geographie und nationaler Herkunft 
beruhende Basis der Einwanderung, die einen ethnischen Status quo bewirken hätte sollen. 

Besonders bedeutsam ist die Bestimmung im Einwanderungsgesetz von 1965, die die Zahl 
quotenfreier Einwanderer ausweitete. Angefangen mit ihrer Aussage zum Gesetz von 1924, 
waren jüdische Sprecher an vorderster Front der Versuche zur Aufnahme von 
Familienmitgliedern außerhalb der Quote gewesen (Neuringer, 1971, S. 191). Während der 
Kongreßdebatten zur Einwanderung, die das McCarran-Walter-Gesetz umgaben, erwähnte der 
Abgeordnete Walter (Cong. Rec, S. 2284, 13. März 1952) das besondere Augenmerk, das 
jüdische Organisationen der Familienzusammenführung widmeten statt besonderer 
Fachkenntnisse. In seiner Antwort an den Abgeordneten Javits, der sich darüber beschwert hatte 
daß laut Gesetzesentwurf 50 % der Quote für „Neger" von den britischen Westindienkolonien für 
Leute mit besonderen Fachkenntnissen reserviert wären, bemerkte Walter: „Ich möchte die 



Aufmerksamkeit des Gentlemans auf die Tatsache lenken, daß dies das Prinzip ist, 50 % der 
Quote für Leute zu verwenden, die in den Vereinigten Staaten gebraucht werden. Aber falls nicht 
die gesamten 50 % in dieser Kategorie gebraucht werden, dann werden die ungenutzten Zahlen 
an die nächste Kategorie weitergegeben, was den Einwänden entgegnet, um die diese jüdischen 
Organisationen viel Aufhebens machen, daß Familien getrennt würden." 

Vor dem Gesetz von 1965 merkte Bennett (1963, S. 244), in einem Kommentar zu den 
Familienzusammenführungsaspekten des Einwanderungsgesetzes von 1961 an, daß die 
„Verwandtschaft durch Blut oder Heirat und das Prinzip der Familienzusammenführung zum 
, Sesam, öffne dich' für die Tore der Einwanderung geworden sind." Weiters bemerkte Bennett 
(1963, S. 256) trotz der wiederholten Bestreitung der Antirestriktionisten, daß ihre Vorschläge 
das ethnische Gleichgewicht des Landes beeinträchtigen würden, daß die „wiederholte, 
beharrliche Ausweitung des quotenfreien Status für Einwanderer aus Ländern mit überzogenen 
Quoten, die [vom McCarran-Walter-Gesetz] offen diskriminert werden, zusammen mit 
administrativer Aufhebung von Ablehnungsbescheiden, mit Statusanpassungen und 
Initiativanträgen, dabei hilft, einen Wandel des ethnischen Antlitzes der Nation zu beschleunigen 
und anscheinend unvermeidlich zu machen" (S. 257), ein Verweis auf die in Handlins Artikel als 
Strategie empfohlene „Salamitaktik" gegen das Gesetz von 1952. In der Tat lautete ein 
Hauptargument, das in der Debatte um das Gesetz von 1965 aufkam, daß das Gesetz von 1952 so 
geschwächt worden sei, daß es weitgehend irrelevant geworden sei und es eine Notwendigkeit 
gäbe, die Einwanderungsgesetzgebung zu überholen, um eine de facto-Situation zu legitimieren. 

Bennett erwähnte auch, daß „die Betonung des Einwanderungsthemas aus dem Beharren jener 
entstand, die Quoten als Obergrenzen betrachten statt als Untergrenzen [Einschränkungsgegner 
bezeichneten ungenutzte Quoten oft als verschwendet'], die Amerika nach dem Ebenbild von 
Ländern mit geringer Einwanderungsquote umgestalten wollen und die unsere grundlegende 
Ideologie, unsere kulturellen Einstellungen und unser Erbe nicht mögen. Sie bestehen darauf, daß 
es die Pflicht der Vereinigten Staaten ist, Einwanderer ungeachtet ihrer Assimilierbarkeit oder 
unserer eigenen Bevölkerungsprobleme aufzunehmen. Sie beharren darauf, Bindestrich- 
Amerikaner zu bleiben" (1963, S. 295). 

Die familienbetonte Basis der Quotenregelungen des Gesetzes von 1965 (d. h. die Bestimmung, 
daß mindestens 24 % der Quote für jedes Gebiet den Brüdern und Schwestern von Staatsbürgern 
vorbehalten sein sollen) hat einen Multiplikatoreffekt zur Folge gehabt, der letztendlich das 
Quotensystem gänzlich untergrub, indem es ein „Verkettungsphänomen" zuließ, bei dem endlose 
Ketten naher Verwandter von nahen Verwandten außerhalb des Quotensystems aufgenommen 
werden: 

„Stellen Sie sich einen Einwanderer vor, sagen wir einen Studenten des Ingenieurswesen, der in 
den 1960ern in den Vereinigten Staaten studiert hat. Falls er nach seinem Abschluß einen Job 
gefunden hätte, könnte er seine Frau herüberholen [als die Gattin eines aufenthaltsberechtigten 
Ausländers], und sechs Jahre später, nach der Einbürgerung, seine Brüder und Schwestern [als 
Geschwister eines Staatsbürgers]. Diese könnten ihrerseits ihre Ehefrauen, Ehemänner und 
Kinder mitbringen. Innerhalb von einem Dutzend Jahren könnte ein als Fachkraft 
hereingekommener Einwanderer mit Leichtigkeit 25 Visa für Verschwägerte, Nichten und Neffen 
bewirken" (McConnell 1988, S. 98). 

Das Gesetz von 1965 schwächte auch das Kriterium ab, daß Einwanderer gefragte 
Qualifikationen haben sollten. (1986 wurden weniger als 4 % der Einwanderer auf dieser Basis 



aufgenommen, während 74 % auf Verwandtschaftsbasis aufgenommen wurden [siehe Brimelow, 
1995].) Wie oben hingewiesen, war die Ablehnung von Forderungen nach Fachkenntnissen oder 
anderen Kompetenztests zugunsten von „humanitären Zielen" und Familienzusammenführung 
zumindest seit der Debatte um das McCarran-Walter-Gesetz der frühen 1950er und eigentlich 
schon seit der langen Opposition gegen Alphabetisierungstests ab dem Ende des neunzehnten 
Jahrhunderts ein Element der jüdischen Einwanderungspolitik gewesen. 

Senator Jacob Javits spielte eine prominente Rolle in den Senatsanhörungen zum Gesetz von 
1965, und Emanuel Celler, der mehr als 40 Jahre lang im Repräsentantenhaus für die 
uneingeschränkte Zuwanderung gekämpft hatte, legte diesem Gremium ähnliche 
Gesetzesentwürfe vor. Jüdische Organisationen (American Council for Judaism Philanthropie 
Fund; Council of Jewish Federations & Weifare Funds; B'nai B'rith Women) reichten beim 
Senatsunterkomitee Schriftstücke zur Unterstützung dieser Maßnahmen ein, wie auch 
Organisationen wie die ACLU (American Civil Liberties Union) und die Americans for 
Democratic Action, mit einen großen Anteil jüdischer Mitglieder. 

In der Tat ist es bemerkenswert, daß Javits (1951) einen Artikel verfaßte mit dem Titel „Let's 
open the gates" („Öffnen wir die Tore"), der eine Einwanderung von 500.000 jährlich ohne 
Einschränkungen nach nationaler Herkunft über einen Zeitraum von 20 Jahren vorschlug. 1961 
schlug Javits einen Gesetzesentwurf vor, der „das System [der Quoten nach nationaler Herkunft] 
durch einen Flankenangriff zu zerstören und die Einwanderung innerhalb und außerhalb der 
Quoten zu steigern suchte" (Bennett, 1963, S. 250). Zusätzlich zu Bestimmungen, die auf die 
Beseitigung von Barrieren aufgrund von Rasse, ethnischer und nationaler Herkunft abzielten, war 
in dem Entwurf eine Bestimmung enthalten, wonach Brüder, Schwestern und verheiratete Söhne 
oder Töchter von Bürgern der Vereinigten Staaten und deren Ehegatten und Kinder, die nach dem 
Quotensystem von 1957 anspruchsberechtigt geworden waren, als Einwanderer außerhalb der 
Quote gelten sollten; eine noch radikalere Version der Bestimmung, deren Aufnahme ins Gesetz 
von 1965 die Einwanderung von Nichteuropäern in die Vereinigten Staaten erleichterte. Obwohl 
diese Bestimmung in Javits' Gesetzesentwurf zu der Zeit nicht genehmigt wurde, stimmte man 
dessen Vorschlägen zur Aufweichung früherer Einschränkungen der Einwanderung von Asiaten 
und Schwarzen wie auch zur Entfernung der rassischen Zuordnung aus Visadokumenten 
(wodurch die unbegrenzte quotenfreie Einwanderung von Asiaten ermöglicht wurde, die in der 
westlichen Hemisphäre geboren waren) zu. 

Es ist auch interessant, daß der Hauptsieg der Restriktionisten im Jahr 1965 darin betand, daß die 
Nationen der westlichen Hemisphäre im neuen Quotensystem enthalten waren, wodurch die 
Möglichkeit unbegrenzter Einwanderung aus diesen Regionen beendet wurde. In Reden vor dem 
Senat äußerte sich Senator Javits (Cong. Rec. 111, 1965, S. 24469) bitter gegen diese Ausweitung 
des Quotensystems und argumentierte, daß die Auferlegung jeglicher Limits auf die 
Einwanderung aller Menschen aus der westlichen Hemisphäre schwere negative Auswirkungen 
auf die US-Außenpolitik haben würde. In einer höchst aufschlußreichen Diskussion des 
Gesetzesentwurfs vor dem Senat bemerkte Senator Sam Ervin (Cong. Rec. 89th Congress, Ist 
session, S. 24446-51, 1965), daß „jene, die anderer Meinung sind als ich, keine Betroffenheit 
darüber äußern, daß Großbritannien uns in der Zukunft 10.000 Einwanderer weniger schicken 
kann als im Jahresdurchschnitt der Vergangenheit. Sie sind nur schockiert, daß British Guyana 
uns nicht jeden einzelnen Bürger dieses Landes schicken kann, der kommen möchte." Die Kräfte 
der liberalen Einwanderung wollten ganz klar die unbegrenzte Einwanderung in die Vereinigten 
Staaten. 



Die Einwanderungsbefürworter konnten auch die Auflage nicht verhindern, daß der 
Arbeitsminister bestimmt, ob es ungenügend Amerikaner gibt, die willens und in der Lage sind, 
die Arbeit zu tun, die Ausländer zu leisten beabsichtigen, und ob die Beschäftigung solcher 
Ausländer die Löhne und Arbeitsbedingungen amerikanischer Arbeiter nicht negativ beeinflußt. 
Im American Jewish Year Book" (1966, S. 174) schreibt Liskofsky, daß 
einwanderungsbefürwortende Gruppen gegen diese Bestimmungen waren, ihnen aber 
zustimmten, um ein Gesetz zu bekommen, das die Bestimmungen zur nationalen Herkunft 
abschaffte. Nach dem Beschluß „wurden sie intensiv besorgt. Sie äußerten öffentlich die Furcht, 
daß die neue, administrativ umständliche Prozedur leicht die Lähmung des Großteils der 
Einwanderung qualifizierter und ungelernter Arbeiter wie auch nicht bevorzugter Einwanderer 
zur Folge haben könnte." In Widerspiegelung der langen jüdischen Gegnerschaft zur Idee, daß 
die Einwanderungspolitik dem nationalen Interesse entsprechen sollte, war das wirtschaftliche 
Wohlergehen der amerikanischen Bürger irrelevant; die Sicherstellung eines hohen 
Einwanderungsniveaus war zu einem Selbstzweck geworden. 

Das Gesetz von 1965 hat den Effekt (von dem man mit einiger Begründung annehmen kann, daß 
er von seinen jüdischen Befürwortern die ganze Zeit beabsichtigt war), daß nach Extrapolation 
des Census Bureau bis zum Jahr 2050 die europäischstämmigen Völker nicht mehr die Mehrheit 
der Bevölkerung Amerikas ausmachen werden. Darüber hinaus ist der Multikulturalismus bereits 
zu einer mächtigen ideologischen und politischen Realität geworden (Brimelow, 1995). Obwohl 
die Befürworter des Gesetzes von 1965 weiterhin darauf beharrten, daß das Gesetz das ethnische 
Gleichgewicht der Vereinigten Staaten nicht beeinträchtigen oder sich auch nur auf ihre Kultur 
auswirken würde, kann man schwer glauben, daß zumindest einige der Befürworter sich nicht 
über die Auswirkungen im Klaren waren. Den Gegnern war sicherlich ganz klar, daß es in der 
Tat das ethnische Gleichgewicht der Vereinigten Staaten beeinträchtigen würde. Angesichts der 
intensiven Einbeziehung von Organisationen wie des AJCommittee in die Details der 
Einwanderungsgesetzgebung und ihrer sehr negativen Einstellung gegenüber der pro- 
nordwesteuropäischen Tendenz der US-Einwanderungspolitik vor 1965 und gegenüber der z. B. 
im PCIN-Dokument „Whom We Shall Welcome" verkörperten Idee eines ethnischen Status quo 
erscheint es unwahrscheinlich anzunehmen, daß diese Organisationen sich der Ungenauigkeit der 
von den Befürwortern des Gesetzes vorgelegten Projektionen über dessen Auswirkungen nicht 
bewußt waren. Bei dem klar artikulierten Interesse an einer Beendigung des ethnischen Status 
quo, das in den Argumenten der Antirestriktionisten im ganzen Zeitraum von 1924-1965 
offenkundig ist, wäre das Gesetz von 1965 von seinen Befürwortern nicht als Sieg empfunden 
worden, wenn sie es nicht als letztendlich den ethnischen Status quo verändernd gesehen hätten. 
In aufschlußreicher Weise wurde das Gesetz von 1965 von den Antirestriktionisten als Sieg 
betrachtet, und es ist bemerkenswert, daß „The Congress bi-Weekly" , nachdem sie regelmäßig 
die US-Einwanderungsgesetze verurteilt und sich für die Beseitigung der Formel über die 
nationale Herkunft eingesetzt hatte, gerade weil sie einen ethnischen Status quo bewirkt hatte, 
gänzlich aufgehört hatte, Artikel zu diesem Thema zu veröffentlichen. 

Des weiteren zeigt Lawrence Auster (1990, S. 31ff), daß die Unterstützer des Gesetzes 
regelmäßig die Unterscheidung zwischen Einwanderung im Rahmen der Quoten und außerhalb 
davon bemäntelten und die Auswirkungen nicht erwähnten, die das Gesetz auf die Einwanderung 
außerhalb der Quoten haben würde. Prognosen der Zahl neuer Einwanderer zogen die 
wohlbekannte und oft kommentierte Tatsache nicht in Rechnung, daß die alten Quoten, die die 
westeuropäischen Länder begünstigten, nicht ausgeschöpft wurden. Außerdem stellte die 
Rhetorik der Befürworter in Fortsetzung einer über 40jährigen Tradition die Gesetze von 1924 



und 1952 als auf Theorien über rassische Überlegenheit beruhend und Rassendiskriminierung 
enthaltend dar, statt als Versuch zur Schaffung eines ethnischen Status quo. 

Selbst 1952 war Senator McCarran sehr wohl bewußt, wieviel bei der Einwanderung auf dem 
Spiel stand: 

„Ich glaube, daß diese Nation die letzte Hoffnung der westlichen Zivilisation ist, und falls diese 
Oase der Welt überrannt, pervertiert, kontaminiert oder zerstört wird, dann wird das letzte 
flackernde Licht der Menschheit ausgelöscht werden. Ich habe keinen Streit mit jenen, die die 
Beiträge loben, die Menschen vieler Rassen, verschiedener Glaubensbekenntnisse und 
Hautfarben zu unserer Gesellschaft geleistet haben. Amerika ist in der Tat eine Vereinigung 
vieler Gewässer, die einen mächtigen Fluß bilden, den wir den , American way' nennen. Jedoch 
haben wir heute in den Vereinigten Staaten harte, unverdauliche Blöcke, die sich nicht in den 
American way of life integriert haben, sondern die im Gegenteil seine Todfeinde sind. Wie nie 
zuvor stürmen heute unzählige Millionen unsere Tore um Einlaß, und diese Tore knacken unter 
der Belastung. Die Lösung der Probleme Europas und Asiens wird nicht durch eine Verpflanzung 
dieser Probleme en masse in die Vereinigten Staaten erfolgen.... Ich habe nicht die Absicht, 
prophetisch zu werden, aber falls es den Feinden dieses Gesetzes gelingt, es in Stücke zu 
zerreißen oder es durch Ergänzungen bis zur Unkenntlichkeit zu verändern, dann werden sie 
mehr zum Fall dieser Nation beigetragen haben als jede andere Gruppe, seit wir unsere 
Unabhängigkeit als Nation erlangt haben." (Senator Pat McCarran, Cong. Rec, March 2, 1953, p. 
1518.) 

SCHLUSSBETRACHTUNG 

Die Niederlagen von 1924 und 1952 haben den letztendlichen Sieg des jüdischen Interesses an 
der Bekämpfung der kulturellen, politischen und demographischen Dominanz der 
europäischstämmigen Völker in den Vereinigten Staaten nicht verhindert. Was wirklich 
bemerkenswert ist, ist die Hartnäckigkeit, mit der die jüdischen ethnischen Interessen über einen 
Zeitraum von nahezu 100 Jahren verfolgt wurden. Ebenfalls bemerkenswert war die Fähigkeit, 
die Argumente der Einwanderungsrestriktionisten im Zeitraum von 1924-1965 in Begriffe 
rassischer Überlegenheit zu fassen statt in solch positive Begriffe wie die ethnischen Interessen 
der Völker aus Nord- und Westeuropa an der Beibehaltung des ethnischen Status quo von 1924. 

In der Zeit zwischen 1924 und 1965 wurden die jüdischen Interessen weitgehend vereitelt, aber 
das hat den letztendlichen Triumph der jüdischen Perspektive zur Einwanderung nicht verhindert. 
In einem sehr realen Sinn hat das Ergebnis der von jüdischen intellektuellen und politischen 
Aktivitäten geförderten Veränderungen bei der Einwanderung einen langfristigen Sieg über die 
politische, demographische und kulturelle Repräsentation der „gewöhnlichen Leute des Südens 
und Westens" dargestellt (Higham 1984, 49), deren Kongreßabgeordnete an vorderster Front der 
restriktionistischen Kräfte waren. Der ehemalige Marineminister James Webb (1995) merkt an, 
daß es die Nachkommen jener WASPs sind, die den Westen und Süden besiedelten, welche „im 
großen und ganzen am meisten für die Schaffung der Infrastruktur dieses Landes taten, die recht 
oft unter bildungsmäßigen und beruflichen Rückschritten litten, während sie die Wildnis 
zähmten, die Städte erbauten und eine demokratische Lebensart einführten, die spätere weiße 
Kulturen nutzen konnten, ohne den Preis der Pionierarbeit zu bezahlen. Heute haben sie für diese 
Beiträge sozioökonomisch am wenigsten vorzuweisen. Und wenn man sich die Mühe machte, 



eine Karte zu konsultieren, so sind sie aus den Gebieten, die jetzt den größten Widerstand gegen 
die Regierungspraktiken zeigen." Webbs Ideen sind nicht neu, aber sie geben die Gefühle wieder, 
die recht viele Kongreßabgeordnete während der Einwanderungsdebatten der 1920er zum 
Ausdruck brachten. 

Es ist lehrreich, die möglichen langfristigen Auswirkungen dieses grundlegenden Wandels in der 
amerikanischen Einwanderungspolitik in Kombination mit der gegenwärtigen Betonung des 
Multikulturalismus zu bedenken. Die Verlagerung zum Multikulturalismus ist mit einem 
enormen Wachstum der Einwanderung von nicht europäischstämmigen Menschen 
zusammengefallen, das mit dem Einwanderungsgesetz von 1965 begonnen hat, welches 
Einwanderer aus nichteuropäischen Ländern begünstigte. Viele dieser Einwanderer kommen aus 
nichtwestlichen Ländern, in denen kulturelle, geschlechtliche und genetische Segregation die 
Norm ist. Im Rahmen des multikulturellen Amerikas werden sie dazu ermutigt, ihre eigenen 
Sprachen und Kulturen beizubehalten und innerhalb ihrer Gruppe zu heiraten. 

Die Bewegung hin zu ethnischem Separatismus ist höchst problematisch. In der Geschichte ist 
ethnischer Separatismus eine extrem spalterische Kraft innerhalb von Gesellschaften gewesen. 
Zur gegenwärtigen Zeit gibt es ethnisch motivierte Konflikte auf jedem Kontinent, und ehemals 
multiethnische Gesellschaften brechen auseinander und etablieren Ethnostaaten, die auf 
ethnischer Homogenität beruhen (Tullberg & Tullberg, 1997). Diese Ergebnisse bestätigen die 
Erwartung, daß Volkszugehörigkeit in der Tat in menschlichen Angelegenheiten wichtig ist. 
Menschen scheinen sich der Gruppenzugehörigkeit extrem bewußt zu sein, und Volkstum bleibt 
eine verbreitete Quelle für Gruppenidentität. Individuen sind sich auch der relativen Stellung 
ihrer eigenen Gruppe in Sachen Ressourcenkontrolle und Sozialstatus stark bewußt. Und sie sind 
bereit, außergewöhnliche Schritte zu unternehmen, um zur Verteidigung dieser 
Gruppenimperative wirtschaftliche und politische Macht zu erlangen und zu behalten. 

Es ist lehrreich, über die Umstände nachzudenken, die unter Annahme von ethnischem 
Separatismus Gruppenkonflikte minimieren könnten. Theoretiker des Kulturpluralismus wie 
Horace Kallen stellen sich die Möglichkeit vor, daß unterschiedliche Volksgruppen ihre separate 
Identität im Kontext völliger politischer Gleichheit und gleicher wirtschaftlicher Chancen 
beibehalten würden. Die Schwierigkeit bei diesem Szenario ist die, daß keine Vorkehrungen 
getroffen werden für die Folgen der Konkurrenz um Ressourcen innerhalb der Gesellschaft. 

Unter besten Umständen könnte man annehmen, daß die getrennten Volksgruppen auf Basis 
absoluter Gegenseitigkeit miteinander umgehen, sodaß es zwischen ihnen keine Unterschiede 
nach irgendeinem Maß für Erfolg in der Gesellschaft gäbe, einschließlich der Mitgliedschaft in 
gesellschaftlichen Klassen, der wirtschaftlichen Rolle (z. B. Produzent versus Konsument, 
Gläubiger versus Schuldner, Manager versus Arbeiter) oder der Fruchtbarkeit. Alle Gruppen 
hätten annähernd gleiche Zahlenstärke und gleiche politische Macht, oder falls es 
unterschiedliche Zahlen gäbe, dann gäbe es Bestimmungen, die sicherstellen, daß Minderheiten 
eine angemessene Repräsentation bei den Kennzeichen des Erfolges haben. Solche Bedingungen 
würden die Feindseligkeit zwischen den Gruppen minimieren, weil es schwierig wäre, den 
eigenen Status den Handlungen der anderen Gruppe zuzuschreiben. 



Angesichts der Existenz ethnischen Separatismus' wäre es jedoch immer noch im Interesse jeder 
Gruppe, ihre eigenen Interessen auf Kosten der anderen Gruppen zu fördern. Wenn alles gleich 



ist, dann wäre eine gegebene Volksgruppe besser dran, wenn sie sicherstellt, daß die andere 
Gruppe weniger Ressourcen, einen niedrigeren gesellschaftlichen Status, eine geringere 
Fruchtbarkeit und proportional weniger politischen Einfluß hätte als sie selbst. (In der Tat ist die 
Verringerung der politischen und demographischen Macht der europäischstämmigen Völker der 
Vereinigten Staaten eindeutig das Ziel der hier besprochenen politischen und intellektuellen 
Aktivitäten gewesen.) Der hypothetische gleichbleibende Zustand der Gleichheit setzt daher eine 
Anzahl von Machtbalancebeziehungen voraus, wobei jede Seite ständig aufpaßt, um 
sicherzustallen, daß der andere nicht schummelt; jede Seite ständig nach Möglichkeiten sucht, 
mit allen möglichen Mitteln Dominanz und Ausbeutungsmöglichkeiten zu erlangen; jede Seite 
nur wegen der Drohung der Vergeltung durch die andere Seite zu Kompromissen bereit ist; jede 
Seite nur dann zu einer Kooperation bereit ist, die etwas kostet, wenn sie dazu gezwungen wird, 
z. B. in Gegenwart einer äußeren Bedrohung. Eindeutig würde jegliche Art von Kooperation, die 
wahren Altruismus gegenüber der anderen Gruppe erfordert, nicht erwartet werden. 

Daher würde der Idealfall der absoluten Gleichheit sicherlich ein großes Maß an Überwachung 
erfordern und zweifellos von einem großen Maß gegenseitigen Argwohns gekennzeichnet sein. 
In der realen Welt wäre dieses recht grimmige Ideal jedoch höchst unwahrscheinlich. In der 
realen Welt unterscheiden sich die Volksgruppen in ihren Talenten und Fähigkeiten, sie 
unterscheiden sich in ihrer Zahl, ihrer Fruchtbarkeit und in dem Ausmaß, in dem sie zu 
Elternverhalten ermutigen, das zum Erwerb von Ressourcen führt, und sie unterscheiden sich in 
den Ressourcen, die sie zu jedem Zeitpunkt besitzen, und in ihrer politischen Macht. Gleichheit 
oder proportionale Verteilungsgerechtigkeit wäre ohne ein außergewöhnliches Ausmaß der 
Überwachung und ohne extrem intensive gesellschaftliche Kontrollen, die ethnische Quoten für 
die Ansammlung von Reichtum, Universitätszugang, Jobs mit hohem Status etc. durchsetzen, 
extrem schwierig zu erzielen, oder aufrechtzuerhalten, nachdem sie erreicht worden ist. 

Wegen unterschiedlicher Talente und Fähigkeiten und unterschiedlichem Elternverhalten der 
Volksgruppen gäbe es eine Notwendigkeit für unterschiedliche Kriterien zur Qualifikation für 
Jobs und deren Beibehaltung, abhängig von der Volks gruppenzu gehörigkeit. 23 In der realen Welt 
würden daher außerordentliche Anstrengungen unternommen werden, um diesen gleich 
bleibenden Zustand des ethnischen Macht- und Ressourcengleichgewichts aufrechtzuerhalten. Es 
ist von großem Interesse, daß die Ideologie der jüdisch-nichtjüdischen Koexistenz manchmal die 
Idee beinhaltet hatte, daß die verschiedenen Volksgruppen ein ähnliches Profil der 
Berufsverteilung entwickeln und (implizit) die Ressourcen proportional zu ihrer Zahl 
kontrollieren. Der Traum der deutschen Assimilationisten während des neunzehnten Jahrhunderts 
war, daß das berufliche Profil der Juden nach der Emanzipation dem der NichtJuden sehr ähnlich 
sein würde, eine „utopische Erwartung ... die von vielen, Juden wie NichtJuden gleichermaßen, 
geteilt wurde" (Katz, 1986, S. 67). Es wurden Anstrengungen unternommen, um den Prozentsatz 
der Juden im Handelsgewerbe zu verringern und den von Juden in Landwirtschaft und Handwerk 
zu erhöhen. In der Wirklichkeit jedoch war das Resultat der Emanzipation, daß Juden in der 
wirtschaftlichen und kulturellen Elite der Gesellschaft weit überrepräsentiert waren, und diese 
Überrepräsentation war ein entscheides Charakteristikum des deutschen Antisemitismus von 
1870-1933. 

In ähnlicher Weise wurden in den 1920ern Pläne vorgeschlagen, nach denen jede Volksgruppe 
einen Prozentsatz der Plätze in Harvard und anderen Universitäten erhalten würde, der den 
Prozentanteil der rassischen und nationalen Gruppen in den Vereinigten Staaten wiedergab. Diese 
Pläne widerspiegelten sicherlich die Bedeutung der Volkszugehörigkeit in menschlichen 



Angelegenheiten, aber sicherlich ist eine auf dieser Art von ethnischen Sonderinteressen 
beruhende Gesellschaft keine, wie sie ein Sozialingenieur in der Art eines Lykurg, Moses, Plato, 
oder der amerikanischen Gründerväter als Blaupause für eine ganze Gesellschaft entwerfen 
würde. Das Ausmaß gesellschaftlicher Spannungen wäre gezwungenermaßen chronisch hoch. 
Weiters gäbe es eine beträchtliche Wahrscheinlichkeit, daß es zu ethnischem Krieg käme, selbst 
wenn man mittels intensiver gesellschaftlicher Kontrollen eine präzise Parität erreicht hätte: wie 
oben angedeutet, wäre es immer im Interesse jeder Volksgruppe, die Hegemonie über die anderen 
zu erlangen. 

Wenn man ein Modell des Kulturpluralismus übernehmen würde, in dem es freie Konkurrenz um 
Ressourcen und Fortpflanzungserfolg gibt, dann sind Unterschiede zwischen den Volksgruppen 
unvermeidlich, und die Geschichte zeigt, daß solche Unterschiede Animositäten seitens der 
Volksgruppen zur Folge hätten, die dabei ins Hintertreffen geraten. Der Kampf zwischen den 
Tutsi und den Hutu in Ruanda und dessen Nachbarländern ist nur das letzte unter vielen 
tragischen Beispielen. Wenn man davon ausgeht, daß es ethnische Unterschiede in Talenten und 
Fähigkeiten gibt, dann erfordert die Annahme, daß ethnischer Separatismus eine stabile Situation 
ohne ethnische Animositäten sein könnte, entweder eine Machtbalance, die durch starke 
gesellschaftliche Kontrollen aufrechterhalten wird, oder zumindest einige Volksgruppen, die es 
nicht kümmert, wenn sie im Konkurrenzkampf verliert. 

Ich betrachte diese letztere Möglichkeit als eine bestenfalls sehr ferne. Daß eine Volksgruppe 
darüber unbekümmert sein sollte oder könnte, wenn sie in den Hintergrund gedrängt oder 
dominiert wird, wird bestimmt von keiner theoretischen oder ideologischen Sichtweise erwartet, 
die mir bekannt ist. Die gegenwärtige Einwanderungspolitik bringt Amerika im wesentlichen als 
Arena ethnischer Konkurrenz ins Spiel, in einem Sinne, wie er in den nichtwestlichen Nationen 
der Welt nicht gilt, wo die stillschweigende Annahme die ist, daß ein Territorium von seinem 
historisch dominanten Volk gehalten wird. Unter der gegenwärtigen Politik wird jede Volks- und 
Rassengruppe der Welt dazu eingeladen, ihr Interesse an der Ausweitung ihrer demographischen 
und politischen Präsenz in Amerika voranzutreiben, und man kann erwarten, daß sie das auch 
tun, wenn sie die Gelegenheit dazu erhalten. 

Im Gegensatz zu der Politik, die sie für die Vereinigten Staaten befürworten, haben 
amerikanische Juden gar kein Interesse an einem Vorschlag gehabt, daß die Einwanderung nach 
Israel ähnlich multiethnisch sein sollte oder daß Israel eine Einwanderungspolitik haben sollte, 
die die Hegemonie der Juden in Israel bedrohen würde. In der Tat ist der sehr tiefe ethnische 
Konflikt innerhalb Israels ein exzellentes Beispiel für das Scheitern des Multikulturalismus. In 
ähnlicher Weise hat die Kontrolle religiöser Angelegenheiten durch die Orthodoxen in Israel erst 
verspätet und halbherzig Opposition durch amerikanische jüdische Organisationen erfahren und 
nicht die totale Unterstützung Israels durch amerikanische Juden verhindert, trotz der Tatsache, 
daß Israels Politik hinsichtlich der Einwanderung ganz das Gegenteil derjenigen in westlichen 
Demokratien ist, während Juden an vorderster Front von Bewegungen zur Trennung von Kirche 
und Staat in den Vereinigten Staaten gewesen sind und oft gegen den Mangel an religiöser 
Freiheit in der Sowjetunion protestiert haben (Cohen, 1972, 317). 

Gegenwärtig werden die Interessen nicht europäischstämmiger Völker, demographisch und 
politisch in die Vereinigten Staaten zu expandieren, weitgehend als moralische Gebot betrachtet, 
während die Versuche europäischstämmiger Völker, die demographische, politische und 
kulturelle Kontrolle zu behalten, als „rassistisch" und offenkundig unmoralisch dargestellt 



werden. Vom Standpunkt dieser europäischstämmigen Völker bedingt diese verordnete Moral 
Altruismus und Selbstaufopferung, und es ist unwahrscheinlich, daß das auf lange Sicht 
durchführbar ist. Und wie wir gesehen haben, ist die Lebensfähigkeit einer solchen Moral der 
Selbstaufopferung im Kontext einer multikulturellen Gesellschaft besonders problematisch, in 
der jeder sich seiner Gruppenzugehörigkeit sehr bewußt ist und es eine Konkurrenz der Gruppen 
um Ressourcen gibt. 

Obwohl der Erfolg der antirestriktionistischen Bemühungen ein Anzeichen dafür ist, daß 
Menschen dazu gebracht werden können, altruistisch gegenüber anderen Gruppen zu sein, 
bezweifle ich sehr, daß solcher Altruismus auf Dauer vorhanden sein wird, wenn es 
offensichtliche Anzeichen dafür gibt, daß der Status und die politische Macht der 
europäischstämmigen Völker abnehmen, während die Macht anderer Gruppen als Folge der 
Einwanderung und anderer gesellschaftspolitischer Maßnahmen zunimmt. Die Prognose, sowohl 
aufgrund des Menschenverstandes als auch auf Basis psychologischer Forschungen über den 
sozialen Identitätsprozeß (z. B. Hogg & Abrams, 1987) lautet, daß in dem Maß, wie andere 
Gruppen in einer multikulturellen Gesellschaft zunehmend mächtig und hervorstechend werden, 
die europäischstämmigen Völker der Vereinigten Staaten zunehmend geeint werden und daß 
zeitgenössische spalterische Einflüsse unter ihnen (z. B. Streifragen, die mit Geschlecht und 
sexueller Orientierung, sozialen Klassenunterschieden, religiösen Differenzen zu tun haben) 
zunehmend als unwichtig betrachtet werden. Mit der Zeit werden diese Gruppen einen größeren 
Zusammenhalt entwickeln und ein Gefühl eines gemeinsamen Interesses in ihren Interaktionen 
mit den anderen Volksgruppen, mit tiefgreifenden Konsequenzen für die zukünftige Geschichte 
Amerikas und des Westens. 

ANMERKUNGEN 

1. Raab steht der Anti-Defamation League of B'nai B'rith (ADL) nahe und ist der 
geschäftsführende Direktor Emeritus des Perlmutter Institute for Jewish Advocacy an der 
Brandeis University. Er ist auch ein Kolumnist für das San Francisco Jewish Bulletin. Neben 
anderen Arbeiten ist er zusammen mit Seymour Lipset Ko-Autor von "The Politics of Unreason: 
Right Wing-Extremism in America, 1790-1970" (Lipset & Raab 1970), einem Band in einer Serie 
von Büchern über Antisemitismus in den Vereinigten Staaten, gesporsort von der ADL. 

2. In Australien hat Miriam Faine, ein Mitglied des Redakteurskomitees des "Australiern Jewish 
Demoer at" verkündet: „Die Stärkung eines multikulturellen oder diversen Australien ist auch 
unsere wirksamste Versicherungspolizze gegen Antisemitismus. An dem Tag, an dem Australien 
einen chinesisch-australischen Generalgouverneur hat, würde ich mich meiner Freiheit, als 
jüdische Australierin zu leben, sicherer fühlen" (in McCormack 1994, S. 11). 

3. Weiters kann man aus Silbermans folgenden Kommentaren eine tiefe Besorgnis ersehen, daß 
ein ethnisch und kulturell homogenes Amerika jüdische Interessen kompromittieren würde: 
„Juden fühlen sich zur Demokratischen Partei ... mit ihrer traditionellen Gastfreundlichkeit 
gegenüber Nicht- WASP-Gruppen hingezogen ... ein vornehmer Geschäftsmann, der mit 
Mondales Wirtschaftspolitik nicht einverstanden war, hat trotzdem für ihn gestimmt. ,Ich habe 
die Parteikonvente im Fernsehen angesehen,' erklärte er, ,und die Republikaner haben nicht wie 
meine Leute ausgesehen.' Dieselbe Reaktion hat viele Juden dazu gebracht, 1980 trotz ihrer 
Abneigung gegen Carter für ihn zu stimmen: ,Ich würde lieber in einem Land leben, das von den 



Gesichtern regiert wird, die ich beim demokratischen Konvent gesehen habe, als von denen, die 
ich beim republikanischen gesehen habe' hat mir ein bekannter Autor gesagt" (S. 347-348). 

4. Goldberg (1996, 160) merkt an, daß die zukünftigen Neokonservativen Schüler des 
trotzkistischen Theoretikers Max Schachtman wären. Ein gutes Beispiel sind Irving Kristols 
"Memoirs of a Trotskyost" („Memoiren eines Trotzkisten", 1983). 

5. Grants Brief an das House Committee on Immigration and Naturalization betonte das 
grundsätzliche Argument der Restriktionisten, d. h. daß die Verwendung des Zensus der im 
Ausland Geboreren von 1890 als Basis des Einwanderungsgesetzes gegenüber allen 
Volksgruppen fair sei, die sich zur Zeit im Land befinden, und daß die Verwendung des Zensus 
von 1910 die „einheimischen Amerikaner diskriminieren würde, deren Vorfahren schon vor 
dessen Unabhängigkeit in diesem Land waren." Er argumentierte auch zugunsten von Quoten für 
Nationen der westlichen Hemisphäre, weil diese Länder „in einigen Fällen sehr unerwünschte 
Einwanderer liefern. Die Mexikaner, die in die Vereinigten Staaten kommen, sind überwiegend 
von indianischem Blut, und die kürzlichen Intelligenztests haben ihren sehr niedrigen 
intellektuellen Status gezeigt. Wir haben bereits zu viele von ihnen in unseren südwestlichen 
Bundesstaaten, und ihrer Zunahme sollte ein Riegel vorgeschoben werden" (S. 571). Grant war 
auch besorgt wegen der Unassimilierbarkeit von Einwanderern der jüngsten Zeit. Er legte seinem 
Brief einen Leitartikel der „Chicago Tribüne" bei, der die Situation in Hamtramck, Michigan, 
kommentierte, wo es hieß, daß kürzlich Eingewanderte „polnische Herrschaft" verlangt hätten, 
die Vertreibung von Nichtpolen, und daß selbst Bundesbeamte nur die polnische Sprache 
sprechen sollten. Grant argumentierte auch, daß Unterschiede in der Fortpflanzungsrate eine 
Verdrängung von Gruppen zur Folge haben würde, die die Heirat aufschoben und weniger 
Kinder hatten - eindeutig eine Sorge darüber, daß seine Volksgruppe als Folge der Einwanderung 
von Volksgruppen mit stärkerem natürlichen Wachstum verdrängt werden würde. (Restriction of 
Immigration; Hearings Before the Committee on Immigration and Naturalization House of 
Representatives, sixty-eighth Congress, First Session, 5. Jan. 1924; S. 570.) 

6. Restriction of Immigration; Hearings Before the Committee on Immigration and Naturalization 
House of Representatives, sixty-eighth Congress, First Session, 5. Jan. 1924; S. 580-581. 

7. Erklärung des AJCongress, Joint Hearings Before the Subcommittees of the Committees on the 
Judiciary, 82nd Congress, first Session, auf S. 716, H. R. 2379, und H. R. 2816. 6. März - 9. 
April 1951, S. 391. 

8. Restriction of Immigration; Hearings Before the Committee on Immigration and Naturalization 
House of Representatives, sixty-eighth Congress, First Session, 3. Jan. 1924; S. 303. 

9. Restriction of Immigration; Hearings Before the Committee on Immigration and Naturalization 
House of Representatives, sixty-eighth Congress, First Session, 3. Jan. 1924; S. 341. 

10. Zum Beispiel wurde in den Senatsdebatten vom 15. - 19. April 1924 die nordische 
Überlegenheit von keinem der Befürworter des Gesetzes erwähnt, sehr wohl aber von den 
folgenden Gegnern des Gesetzes: den Senatoren Colt (S. 6542), Reed (S. 6468), Walsh (S. 6355). 
In den Kongreßdebatten vom 5., 8. und 15. April brachten buchstäblich alle Gegner des Gesetzes 
das Thema der rassischen Minderwertigkeit zur Sprache, einschließlich der Abgeordneten Celler 
(S. 5914-5915), Clancy (S. 5930), Connery (S. 5683), Dickstein (S. 5655-5656, 5686), Gallivan 



(S. 5849), Jacobstein (S. 5864), James (S. 5670), Kunz (S. 5896), LaGuardia (S. 5657), Mooney 
(S. 5909-5910), O'Connell (S. 5836), O'Connor (S. 5648), Oliver (S. 5870), O'Sullivan (S. 5899), 
Perlman (S. 5651); Sabath (S. 5651, 5662), und Tague (S. 5873). Mehrere Abgeordnete (z. B. 
Dickinson [S. 6267], Garber [S. 5689-5693] und Smith [p. 5705]) stellten den positiven 
Eigenschaften der nordischen Einwanderer die negativen Eigenschaften kürzlicherer Einwanderer 
gegenüber, ohne zwischen genetischen und Umweltgründen als mögliche Einflüsse zu 
unterscheiden. Zusammen mit anderen erwähnten sie besonders die mangelnde Assimilation von 
Einwanderern der jüngsten Zeit und ihre Tendenz, sich in Stadtgebieten zusammenzuballen. Der 
Abgeordnete Allen argumentierte, daß es eine „Notwendigkeit, das Blut Amerikas zu reinigen 
und rein zu halten" gebe (S. 5693). Der Abgeordnete McSwain, der für die Notwendigkeit der 
Bewahrung der nordischen Hegemonie argumentierte, tat das nicht auf Basis nordischer 
Überlegenheit, sondern auf Basis des legitimen ethnischen Eigeninteresses (S. 5683-5; siehe auch 
die Kommentare der Abgeordneten Lea und Miller). Der Abgeordnete Gasque stellte einen 
Zeitungsartikel vor, der sich auf die „Vererbungsgesetze" bezog und auf die Überflutung der 
Rasse, die Amerika erbaut hatte (S. 6270). 

11. Restriction of Immigration. Hearings Before the Committee on Immigration and 
Naturalization House of Representatives, sixty-eighth Congress, First Session, 3. Jan. 1924; S. 
351. 

12. Siehe z. B. Restriction of Immigration; Hearings Before the Committee on Immigration and 
Naturalization House of Representatives, sixty-eighth Congress, First Session, 5. Jan. 1924; S. 
733ff. 

13. Hearings before the Committee on Immigration and Naturalization, House of 
Representatives, 24. Mai - 1. Juni 1939: Joint Resolutions to Authorize the Admission to the 
United States of a Limited Number of German Refugee Children, S. 1. 

14. Hearings before the Committee on Immigration and Naturalization, House of 
Representatives, 24. Mai - 1. Juni 1939: Joint Resolutions to Authorize the Admission to the 
United States of a Limited Number of German Refugee Children, S. 78. 

15. Hearings before the Committee on Immigration and Naturalization, House of 
Representatives, 24. Mai - 1. Juni 1939: Joint Resolutions to Authorize the Admission to the 
United States of a Limited Number of German Refugee Children, S. 140. 

16. Erklärung des AJCongress, Joint Hearings Before the Subcommittees of the Committees on 
the Judiciary, 82nd Congress, first Session, auf S. 716, H. R. 2379, and H. R. 2816. 6. März - 9. 
April 1951, S. 565. 

17. Erklärung des AJCongress; Joint Hearings Before the Subcommittees of the Committees on 
the Judiciary, 82nd Congress, first Session, auf S. 716, H. R. 2379, und H. R. 2816. 6. März - 9. 
April 1951, S. 566. Siehe auch die Erklärung von Rabbi Bernard J. Bamberger, Präsident des 
Synagogue Council of America; siehe auch die Erklärung des AJCongress, S. 560-561. 

18. Erklärung von Will Maslow, der den AJCongress vertrat, Joint Hearings Before the 
Subcommittees of the Committees on the Judiciary, 82nd Congress, first Session, auf S. 716, H. 
R. 2379, und H. R. 2816. 6. März - 9. April 1951, S. 394. 



19. Joint Hearings Before the Subcommittees of the Committees on the Judiciary, 82nd Congress, 
first Session, auf S. 716, H. R. 2379, und H. R. 2816. 6. März - 9. April 1951, S. 562-595. 

20. Joint Hearings Before the Subcommittees of the Committees on the Judiciary, 82nd Congress, 
first session, auf S. 716, H. R. 2379, und H. R. 2816. 6. März - 9. April 1951, S. 410. 

21. Joint Hearings Before the Subcommittees of the Committees on the Judiciary, 82nd Congress, 
first session, auf S. 716, H. R. 2379, und H. R. 2816. 6. März - 9. April 1951, S. 404. 

22. Joint Hearings Before the Subcommittees of the Committees on the Judiciary, 82nd Congress, 
first session, auf S. 716, H. R. 2379, und H. R. 2816. 6. März - 9. April 1951, S. 563. 

23. Außerdem würde die Erlangung einer Parität zwischen Juden und anderen Volksgruppen ein 
sehr hohes Maß an Diskriminierung gegen einzelne Juden bei der Zulassung zu Universitäten 
oder bei Arbeitsmöglichkeiten bedingen, und würde sogar eine starke Besteuerung von Juden mit 
sich bringen, um den gegenwärtigen jüdischen Vorteil beim Besitz von Reichtum zu verhindern, 
da Juden gegenwärtig unter den Wohlhabenden und Erfolgreichen in den Vereinigten Staaten 
weit überrepräsentiert sind (z. B. Ginsberg, 1994; Lipsett & Raab, 1995). Ab den 1920ern haben 
Studien wiederholt gezeigt, daß aschkenasische Juden einen Gesamt-IQ von annähernd 117 und 
einen verbalen IQ im Bereich von 125 haben (siehe MacDonald, 1994). Bis 1988 machten Juden 
ungefähr 40 % der in die Colleges der Ivy League Aufgenommenen aus, und das jüdische 
Einkommen war mindestens doppelt so hoch wie das der NichtJuden (Shapiro 1992, S. 116). 
Shapiro zeigt auch, daß Juden in den Kennzahlen für Reichtum um mindestens den Faktor neun 
überrepräsentiert sind, und daß das aber eine konservative Schätzung ist, weil viel jüdischer 
Reichtum in Immobilien steckt, die schwierig zu bestimmen und leicht zu verbergen sind. 
Während sie annänernd 2,4 % der Bevölkerung ausmachen, repräsentieren Juden die Hälfte der 
100 höchsten Führungskräfte der Wall Street. Lipset and Raab (1995) erwähnen, daß Juden 
zwischen einem Viertel und einem Drittel aller Beiträge zur Politik in den Vereinigten Staaten 
leisten, einschließlich der Hälfte bei der Demokratischen Partei und einem Viertel der Beiträge 
für die Republikanische Partei. In der Tat sind viele jüdische Intellektuelle (einschließlich 
„Neokonservativer" wie Daniel Bell, Sidney Hook, Irving Howe, Irving Kristol, Nathan Glazer, 
Norman Podhoretz und Earl Raab) wie auch jüdische Organisationen (einschließlich der ADL, 
des AJCommittee und des AJCongress) wortgewandte Gegner von Affirmative Action und 
Quotenmechanismen zur Ressourcenverteilung gewesen (siehe Sachar 1992, S. 818ff). 

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